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Heft 05-2012

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Optimierte Spacer

Nur noch mit Warmer Kante

Vater und Sohn – ein erfolgreiches Familienteam: Knut-Ulrich Röttger (l.) leitet als geschäftsführender ­Gesellschafter Thermoglas Niederrhein und Glas ­Trienes. Seit 2008 ist sein Sohn Mirco Mitgeschäftsführer  von The (Quelle: Fotos: Matthias Rehberger)

In Kempen widmen sich Knut-Ulrich Röttger und sein Sohn Mirco mit Leidenschaft den beiden Firmen Thermoglas Niederrhein (Isolierglas) und dem Glasveredler und Sicherheitsglas-Hersteller Glas Trienes. Seit April 2010 fertigt Thermoglas seine Isoliergläser nur noch mit warmer Kante mit dem Swisspacer-Abstandhalter. GLASWELT-Chefredakteur Matthias Rehberger wollte von den Röttgers die Gründe wissen.

„Wir sind nicht im Massengeschäft tätig, sondern im ISO-Spezialitätenbereich“, so Knut-Ulrich Röttger. „Dazu zählen u. a. Alarmgläser. Ebenso fertigen wir seit 10 Jahren erfolgreich die Isolette, eine Jalousie im Isolierglas, deren Einbau auch in 3-fach-ISO möglich ist. Wenn wir von Qualität reden, gilt dies auch für die eingesetzten Komponenten, unter anderem für Abstandhalter. Wir arbeiten nur noch mit Warmer Kante.“

Die Thermoglas Niederrhein GmbH stellte seit 2009 ihre Isolierglas-Produktion schrittweise um und verarbeitet seit 2010 nur noch den Swisspacer, einen Warm-Edge-Abstandhalter von Saint-Gobain.

Mit dieser Umstellung reagierte der Hersteller auf die EnEV 2009 mit ihren höheren Anforderungen an die U-Werte. Zudem ist es fest in der Firmenphilosophie verankert, die eigenen Glasprodukte kontinuierlich zu optimieren und auf Qualität statt Quantität zu setzen. Mirco Röttger: „Entscheidend beim Isolierglas ist das Endprodukt und mit dem Swisspacer, der bei uns jetzt Standard ist, erreichen wir die besten Ergebnisse. Psi-Werte, abhängig vom Rahmenmaterial, von bis zu 0,039 W/mK sind damit möglich.“

„Qualität muss für den Kunden reizvoll sein“

Da die Anforderungen mit der EnEV 2009 gestiegen sind und man damit rechnet, dass mit der EnEV 2012 die „Warme Kante“ zur Pflicht werde, wollen die Unternehmer schon jetzt mit ihren Isoliergläsern dafür sorgen, dass sich die Warme Kante am Markt etabliert. Die Nachfrage sei in letzter Zeit stetig gestiegen und mit dem Komplett-Wechsel wollte man die Kunden weiter sensibilisieren und die Nachfrage erhöhen.

Der geringfügig höhere Produktpreis soll bei den Kunden den Anreiz fördern, sich im Vergleich zu einem Isolierglas mit herkömmlichen Alu-Abstandhaltern für das energetisch und klimatechnisch bessere Produkt zu entscheiden. „Qualität muss für den Kunden reizvoll und gleichzeitig bezahlbar sein“, so Mirco Röttger. „Eigentlich sollte es im Sinne des Glasherstellers sowie des Weiterverarbeiters – also dem Fensterbauer– sein, diesen Mehrwert dem Endkunden zu vermitteln. Optimierte Produkte darf man nicht verschenken.“ Leider sei in kaum einer Branche der Preis für ein hochwertiges Produkt vergleichsweise so niedrig wie in der Glasbranche.

So sei es auch eine gute Chance für das Bauprodukt Isolierglas, mit der warmen Kante als Mehrwert seine Wertschätzung zu heben. „Deshalb versuchen wir mit Seminaren, Veranstaltungen und Schulungen, unsere Kunden technisch, rechtlich und produktspezifisch auf dem Laufenden zu halten,“ so Knut-Ulrich Röttger. Speziell der Wärmeübergang im Randbereich von Isolierglas ebenso wie der Brandschutz seien Themen, die ständiger Weiterbildung bedürften.

Deshalb schule man auch regelmäßig die 65 Mitarbeiter von Thermoglas und Glas Trienes. „Unsere Leute müssen immer auf dem aktuellen technischen Stand sein, nur so lässt sich die Qualität hoch halten“, so Mirco Röttger.

Und Knut-Ulrich Röttger ergänzt: „Für uns zahlt sich diese hohe Sorgfalt in ­der Fertigung und beim Transport auch finanziell durch eine niedrige Bruch­quote und ein Minimum an Reklamationen aus.“ —


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