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Industrie 4.0 in der Glasbranche

Glas 4.0: Dieses Projekt kann den Glashandel umkrempeln (Teil 01)

Das kennt jeder Glasverarbeiter: Wird ein spezielles Glas gebraucht, muss er häufig zeitaufwendig deutschlandweit, mitunter sogar weltweit suchen. Das ist zeitaufwendig und bindet Arbeitskraft, wobei der Erfolg oft auch von den Kontakten und Marktkenntnissen des Sachbearbeiters abhängt. Bis das Glas gefunden ist, bleibt häufig nicht mehr viel Gewinn. Markus Rumpf, früherer Vertriebsleiter von seele sedak, hat jetzt ein System entwickelt, durch das man die Glasbeschaffung schneller und vor allem kosteneffizienter umsetzen kann.

Doch die eingangs beschriebene Alltagsklippe lässt sich durch Vernetzung umschiffen, ohne Stunden und Tage damit verbringen zu müssen, ein Glas deutschlandweit zu suchen und ohne dass es dann über viele Kilometer herbeigeschafft werden muss.

Die Voraussetzung dafür: Der Mitarbeiter kann in Sekundenschnelle abfragen, wo so ein Glas zu finden ist, möglicherweise muss er nur in den Nachbarort fahren.

Wie findet ein Handwerker schnell online das passende Glas? - Thinkstock_gpointstudio / Greentomato, Stuttgart - © Thinkstock_gpointstudio / Greentomato, Stuttgart
Wie findet ein Handwerker schnell online das passende Glas? - Thinkstock_gpointstudio / Greentomato, Stuttgart
Wie wäre das möglich? Mit einer neuen Internetplattform, die eine Brücke zwischen Herstellern, Produzenten, Lieferanten baut, indem alle Beteiligten darüber miteinander vernetzt sind. Ein langwieriges Suchen nach dem seltenen Glas/Produkt könnte so einfach durch einige Klicks im Internet ersetzt werden.

Aber das neue effiziente und effektive Tool soll noch mehr können: Um für jeden einzelnen Glashersteller, Verarbeiter und Händler den größtmöglichen Nutzen zu generieren, ist aktuell eine unabhängige, übergreifende Datenbank in der Entwicklung, die sämtlicher Produkte der Glashersteller und -Verarbeiter beinhaltet.

Über die zugehörige Software wird es dann leicht möglich, das gesuchte Produkt bei Glasherstellern, Veredlern und anderen Verarbeitern/ Händlern abzufragen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Metallbauer, Glaser, Architekten und Fassadenberater eingebunden werden. Das spart neben dem Zeitaufwand Nerven und Geld, zudem würde die Umwelt durch kürzere Transportwege geschont werden.

Tipp der Redaktion: Lesen Sie im nächsten GLASWELT Newsletter, wo Gefahren für Handel und Verarbeiter lauern.

 

Der Autor: Markus Rumpf ist seit 26 Jahren in der Glasbranche aktiv, heute als Geschäftsführer der GGW Global Glassworld GmbH (www.globalglassworld.com ), einer Gesellschaft für Glashandel und Projektentwicklung für innovative Bauobjekte. Zuvor war er Vertriebsleiter bei seele sedak, bei Glas Trösch und bei Saint-Gobain im Objektgeschäft tätig.

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