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Bystronic glass strafft Geschäftsfelder und kooperiert mit Hegla

Zu den Veränderungen erläutert André Brütsch, der zum 01. Januar 2012 die Leitung der Bystronic glass Gruppe übernommen hat: „Unsichere Konjunkturaussichten haben die Investitionsbereitschaft gedämpft. Das wirkt sich auf unseren Bestellungseingang seit geraumer Zeit sehr negativ aus“

Die Unternehmensgruppe plant, in Deutschland die Produktion von Maschinen und Anlagen für den Kompetenzbereich Gebäudeglas am Standort Neuhausen-Hamberg (bei Pforzheim) zusammenzuführen. Gleichzeitig will Bystronic glass ihre industriellen Aktivitäten straffen und plant, sich vom bislang in Bützberg (Schweiz) angesiedelten Bereich Zuschnittmaschinen für Gebäudeglas trennen, für bestehende Anlagen aber weiterhin Servicedienstleistungen und Ersatzteile anzubieten. Das Engineering, die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen für diesen Bereich sollen voraussichtlich Ende März 2012 eingestellt werden. Am Schweizer Standort sollen weiterhin Maschinen und Anlagen für Fahrzeugglas hergestellt werden.

Die geplante Neuausrichtung könne an den unmittelbar betroffenen Standorten zum Abbau oder zur Verlagerung von Stellen führen, so das Unternehmen. In Bützberg sollen voraussichtlich bis zu 60 Stellen abgebaut werden, Bystronic glass habe die Konsultationen mit den Sozialpartnern eingeleitet und Verhandlungen über einen Sozialplan aufgenommen.

Mit der geplanten Neuausrichtung will die Gruppe die Flexibilität und Schlagkraft in ihren Kernkompetenzen Gebäudeglas und Fahrzeugglas erhöhen, heißt es. Dazu soll auch eine Kooperation mit dem deutschen Maschinenbauer Hegla beitragen. Ziel der Partnerschaft ist eine Zusammenarbeit auf der Produkt- und Marktseite. Die Parteien beabsichtigen zudem, die jeweils andere als Preferred-Partner zu behandeln und bei Kunden für größere Projekte gemeinsam aufzutreten.

Alle Aktivitäten der Bystronic Armatec GmbH sollen voraussichtlich ab Mitte 2012 von Gunzenhausen nach Neuhausen-Hamberg zur Bystronic Lenhardt GmbH verlagert werden. Das betreffe auch die 60 Arbeitsplätze in diesem Bereich. Mittelfristig könne es auch am Standort Neuhausen-Hamberg zu punktuellen Stellenanpassungen kommen. Mit der Zusammenführung der Produktion an einen Standort können Synergien genutzt und Doppelspurigkeiten beseitigt werden. Zusammen mit dem bereits laufenden Kostensenkungsprogramm kann dies zu Personalanpassungen führen.

Beim Geschäftsfeld Verbundsicherheitsglas bestünden zudem weltweite Produktionsüberkapazitäten. Kombiniert mit sinkenden Glaspreisen führe dies in der gesamten Branche und bei Bystronic glass zu einem hohen Kostendruck bei gleichzeitig sinkenden Margen. André Brütsch: „Jeder Auftrag ist hart umkämpft und die Margen sind dementsprechend unbefriedigend. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir heute die Preise zulasten unseres Ertrags nach unten anpassen.“

Zu Wettbewerbsnachteilen geführt habe auch der starke Schweizer Franken, insbesondere für die aus der Schweiz heraus operierende Bystronic Maschinen AG in Bützberg. Allein durch die Währungsentwicklung hätten sich die Produkte im Export in den letzten anderthalb Jahren um rund 15% verteuert. Die Kosten für die Massnahmen bezifferte die Holding Cortezza auf 18 Mio. Franken.

Der Sitz der Geschäftsleitung der Bystronic glass Gruppe soll mit der Neuausrichtung von der Schweiz nach Deutschland verlegt werden. Mit der geplanten Neuausrichtung in Europa und zusammen mit dem in den letzten Jahren entstandenen Produktionsstandort in Shanghai (China) will Bystronic glass die Marktführerschaft in den Kernkompetenzen Gebäudeglas (Isolierglas, Verbundsicherheitsglas, Handlinggeräte) und Fahrzeugglas halten und weiter ausbauen.

Bystronic glass ist eine internationale Marke mit weltweit tätigen Unternehmen. Seit 1994 gehört Bystronic glass zur Conzzeta AG, einer Schweizer Industrieholding.

www.bystronic-glass.com