GLASWELT Ausgabe: 07-2017

Der GastKommentar

Die besten 4 Tipps für konstruktive Querdenker

Anja Förster und Dr. Peter Kreuz
Auf ihrem Blog www.foerster-kreuz.com/blog schreiben die Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz, wie wichtig es ist, ausgetrampelte Pfade zu verlassen, denn echte Neuerungen entstehen niemals im Mainstream, sondern immer am Rand des Geschehens. (www.foerster-kreuz.com/querdenker)

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Anja Förster und Dr. Peter Kreuz

Auf ihrem Blog www.foerster-kreuz.com/blog schreiben die Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz, wie wichtig es ist, ausgetrampelte Pfade zu verlassen, denn echte Neuerungen entstehen niemals im Mainstream, sondern immer am Rand des Geschehens. ( www.foerster-kreuz.com/querdenker )

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Sie haben eine tolle Idee und jetzt gilt es, den Chef zu überzeugen? Oder Sie sind der Chef oder die Chefin und haben manchmal einfach die tollen Ideen Ihrer Mitarbeiter überhört oder nicht richtig zugehört? Im Folgenden kommen vier Tipps, damit das in Zukunft besser klappt.

Unternehmensberater Dr. Peter Kreuz erzählt: Seine Partnerin Anja Förster redete neulich bei einer unternehmensinternen Veranstaltung darüber, wie wichtig es ist, ausgetrampelte Pfade zu verlassen, denn echte Neuerungen entstehen niemals im Mainstream, sondern immer am Rand des Geschehens. Eine lebhafte und engagierte Diskussion mit den Mitarbeitern schloss sich an. Einer der Teilnehmer fragte: „Wie kriege ich das hin, eine Idee, die den Status quo infrage stellt, so zu platzieren, dass sie auf Resonanz stößt?“ – Offensichtlich hatte er schon öfter die Erfahrung gemacht, dass man mit guten Ideen auch ganz schön vor die Wand laufen kann. Und das stimmt. Gewitzt fügte er hinzu: „Und wie führe ich meinen Chef, wenn der nicht richtig mitzieht?“ – Allgemeines Lachen … denn der angesprochene Chef saß in der Reihe vor ihm.

Wir hören diesen Tenor immer wieder: Menschen, die gerne Verantwortung übernehmen möchten und sich fragen: Wie machen wir das auf kluge Weise? – Dass es keine gute Strategie ist, mit der Tür ins Haus zu fallen und die Führungskräfte mit der Idee zu überfallen, ist jedem sofort klar.

Also: Status-quo-Infragestellen für Fortgeschrittene – wie geht das? Hier sind unsere vier Antworten:

Querdenker entwickeln ein Konzept!

Eine gute Idee frisch aus dem Hinterkopf oder ein Geistesblitz sind zu wenig. Wer den Mund aufmacht, sollte ein wenig Zeit in die Argumentation und die Aufbereitung seiner Idee stecken. Wie lässt sich die Idee stimmig, überzeugend, durchdacht und glaubwürdig beschreiben? Wie können Sie deutlich machen, dass das Ganze mehr ist als nur heiße Luft?

Gute Gründe reichen nicht aus, denn Menschen ticken nicht nur rational. Macht die Idee also auch einen emotionalen Unterschied? Lässt sie Kunden oder Mitarbeiter zufriedener, erfolgreicher oder glücklicher sein? Und nicht zuletzt: Bietet sie einen konkreten Nutzen, weil sie beispielsweise Zeit spart oder Geld bringt oder Kunden gewinnt?

Querdenker suchen Verbündete!

Einzelkämpfer sind einfach zu übersehen oder zur Seite zu drängen. Eine Gruppe ist viel stärker und sichtbarer. Es tut auch gut zu wissen, dass man Mitstreiter hat und nicht alleine kämpfen muss. Dann lassen sich auch die unvermeidlichen Rückschläge besser wegstecken. Also: im Intranet unterwegs sein, Blogs von Mitarbeitern im Unternehmen lesen, mit interessanten Leuten aus dem Unternehmen essen gehen und so weiter. Scharen Sie Gleichgesinnte um sich! Noch eine Idee: Vielleicht müssen diese Verbündeten gar nicht unbedingt Kollegen sein. Wie wäre es, eine Innovation mit einem cleveren Kunden oder einem Zulieferer auf die Beine zu stellen?

Querdenker erstellen Prototypen!

Das heißt, möglichst rasch zu zeigen, dass die Idee kein Fantasiegebilde ist, sondern dass sie Potenzial hat. So gewinnen Sie Fürsprecher und verbreiten die Idee in der Organisation. Während der Arbeit am Prototyp lässt sich auch sehr schnell und realitätsnah lernen. Und das ist entscheidend, denn: Große Siege kommen oft in kleinen Portionen. Und manchmal kommen kleine Siege sogar in Form rascher Niederlagen.

Querdenker ernten niedrig hängende Früchte!

Konzepte kann man kritisieren und auseinandernehmen, Erfolge aber nicht. Darum ist der kleine Sieg auf der Kurzstrecke so wichtig. Das Neue testen und sehen, welche Dinge funktionieren. Das hilft! Egal wie großartig Ihr Konzept ist – ein paar erste kleine Erfolge sind immens überzeugend. Das bringt Glaubwürdigkeit und überrascht Skeptiker.

Produktiver Geist – nicht Querulant

Diese vier Strategien bringen Sie auf einen Pfad, auf dem Sie kaum marginalisiert werden können. Es ist wesentlich besser, als produktiver Geist zu gelten, denn als Querulant oder Querschläger abgetan zu werden. Das ist ganz sicher keine Alternative! Vielleicht finden Sie auch noch einen fünften oder sechsten Tipp.

Aber eines ist ganz sicher keine Alternative: die Klappe zu halten, auf Sicherheit zu spielen und gar nichts zu machen! Denn konstruktive Querdenker werden gebraucht. Dringend!

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