GLASWELT Ausgabe: 05-2015

Handelskammer InnovationsCampus in Hamburg

Modern im Stil der Tradition

  1. Teil: Modern im Stil der Tradition
  2. Teil: Bautafel

_ Der neue Handelskammer InnovationsCampus (HKIC) residiert in Hamburg am Adolphsplatz, wo der Neubau inmitten traditioneller Gebäude eine Baulücke füllt. Dabei sind in der baulichen Umsetzung Tradition und Moderne miteinander verknüpft. In der Fassade werden intelligent der Sonnenschutz und die Fensterelemente eingesetzt sowie Leuchtelemente für die Nacht.

Der nach den Entwürfen von Johann von Mansberg Architekten errichtete sechsgeschossige Neubau adaptiert die klassische Anmutung einer Art déco Hochhausfassade und kombiniert dies mit einem zeitgemäßen Green-Buildung-Konzept. Die Fassade wird durch Glas und transluzente, LED-illuminierte Lisenen dominiert. Den Bauausführenden gelang die Umsetzung des anspruchsvollen Entwurfs sowie Energiekonzepts unter Einsatz von Fensterbändern der Serie Wicline 75 von Wicona, die als objektspezifische Sonderkonstruktion gefertigt wurden. Die Fenster mit verdecktem Flügel und einem Tilt-First (Kipp vor Drehbeschlag) fügen sich perfekt in die Fassadenkonstruktion ein.

Vorgefertigte Elemente

Die Fassade des HKIC-Neubaus erreicht Uw-Werte unter 1,0 W/(m²K). Die Fensterelemente wurden bei der Heinrich Würfel Metallbau GmbH in Sontra gefertigt. Auf Basis der icline 75-Serie wurden verschiedene Aluminium-Sonderprofile entwickelt, um die architektonischen Vorgaben zu erfüllen.

Die Fensterelemente wurden mit Flügel und Verglasung komplett in der Werkstatt hergestellt. Dann wurden die fertig verglasten Flügel nachträglich auf der Baustelle eingesetzt.

Ebenso wurden die hinterleuchteten Lisenen komplett im Werk vorbereitet und vor Ort in die an den Fassadenelementen vorgesehenen Einhängekonstruktionen positioniert. Hierbei handelt es sich um ein speziell entwickeltes ESG-Glas, das sowohl mit Ätzungen als auch durch mehrere Siebdrucke gestaltet wurde. Speziell konstruierte Alu-Sonderprofile fassen diese Glasplatten. Sie wurden auf Gehrung verklebt bzw. versiegelt, was im Zuge der Fertigung eine besondere Herausforderung darstellte. Denn die „inneren Werte“ der Versiegelungen, wie etwaige Einschlüsse oder Materialansätze, werden bei eingeschalteter Hinterleuchtung deutlich sichtbar.

Integrierter Sonnenschutz

Die objektspezifischen Modifikationen für den Neubau wurden im Dialog mit der Wicona Projektberatung beziehungsweise mit dem Projektservice umgesetzt: So wurde beispielsweise der Blendrahmen der Elemente auf das vom Architekten gewünschte Breitenmaß angepasst. Der Rahmen wurde zusätzlich mit äußeren angepressten Lisenen versehen, die der statischen Lastabtragung dienen und gleichzeitig den Sonnenschutz führen. Dazu erhielten die Lisenen Nuten, in die die Führungsschienen des Sonnenschutzes integriert werden konnten.

„Alles in allem sprechen wir hier von einer hochwärmegedämmten Objektfensterkonstruktion, die für den Metallbauer vom Standard in eine hochwertige Systemlösung gebracht wurde“, so Mike Schmidt, Sales Manager i-Project bei Wicona. Und das gelungene Ergebnis spiegle die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Architekten, Metallbauer und Wicona wider.—

www.iks-hamburg.de

  • Die Gebäudehülle im Detailschnitt: Die komplette Fassade erreicht nach Auskunft des Systemgebers Uw-Werte unter 1,0 W/ (m²K).

  • Die LED-beleuchteten Lisenen machen das Gebäude bei Nacht zu einem eindrucksvollen Blickfang.

  • Die Fenster mit verdecktem Flügel und Tilt-First Beschlag fügen sich perfekt in die Fassadenkonstruktion ein.

Bilder: Wicona

Literatur

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