GLASWELT Ausgabe: 07-2016

Schüt-Duis

Das Lüftungsfenster, das auch heizen kann


Hitziger Standbesuch bei Schüt-Duis auf der FENSTERBAU: Das Fenster „strahlte“ fast 50 °C ab.

Hitziger Standbesuch bei Schüt-Duis auf der FENSTERBAU: Das Fenster „strahlte“ fast 50 °C ab.

Auf der FRONTALE stellte die Schüt-Duis Fenster & Türentechnik mit der Studie des „Klimafensters 4.0“ eine intelligente Lösung für die bauphysikalische Schwachstelle Fenster vor. Auf Basis des Lüftungsfensters Geneo Inovent haben die Auricher erstmals eine Kombination eines Lüftungsfensters mit einem Flächenheizsystem vorgestellt.

_ Die Konzeptstudie des Klimafensters 4.0 vereint mehrere Funktionen in einem Bauelement: Lüften, Wärmerückgewinnung und Heizen. Grundlage für das Klimafenster ist das glasfaserverstärkte Profilsystem Geneo von Rehau, in dem die Lüftungskomponente Inovent integriert ist, welche im Blendrahmen verbaut wird. Die verbrauchte Innenluft wird über den oberen Blendrahmen angesaugt und über einen im Profil integrierten Wärmetauscher nach außen geführt. Die frische Außenluft strömt von unten über Austrittsöffnungen am vertikalen Blendrahmen der Raumluft zu. Hierbei durchströmt sie einen Filter sowie den Wärmetauscher.

Zur Beschattung bzw. Verdunkelung bietet Schüt-Duis einen hochisolierten „Blackline“ Neubaukasten mit Neopor-Dämmung an, in den alle Panzer-Varianten integriert werden können.

Erstmals vorgestellt wurde mit dieser Studie die Kombination eines Lüftungsfensters mit einem Flächenheizsystem. Für die Verglasung des Klimafensters verwendet Schüt-Duis Systemtechnik des Berliner Start-up-Unternehmens Vestaxx und verbaut diese in Eigenproduktion zu Isolierglaseinheiten. Das Fenster wird so fester Bestandteil der Gebäudeheizung und löst gleichzeitig die bekannten bauphysikalischen Probleme eines Kondensatniederschlags sowie einer abfallenden Kaltluftströmung am Fenster.

Zudem nutzt es mit dem Prinzip der Wärmestrahlung eine energieeffiziente Heiztechnik. Möglich sind eine 2-fach- bzw. 3-fach-Verglasung. Die äußeren Glasscheiben erreichen über eine Low-e-Beschichtung in Kombination mit Argon im Scheibenzwischenraum U-Werte von 0,7 W/ (m²K). Bei einer Lichttransmission von 75 % liegt der g-Wert bei 55 %.

Die raumseitige Scheibe kann über eine nanotechnisch aufgebrachte Metalloxidschicht beheizt werden. Über einen geregelten Wechselstrom werden bis zu 500 W/m² erreicht.

Die vorgestellte Studie Klimafenster 4.0 wird voraussichtlich ab Herbst lieferbar sein. Fenster- und Türelemente ohne die heizbaren Scheibenelemente – nur mit dem Geneo-Lüftungskonzept sowie aufgesetztem Rollladenkasten – sind schon seit Längerem auf dem Markt eingeführt und kurzfristig verfügbar.—

www.schuet-duis.de

  • Im Wärmebild des Klimafensters 4.0 gut zu erkennen sind die im Profil geführten, unterschiedlich warmen Zu- und Abluftströme.

  • So sehen die Auricher das Klimafenster 4.0: Die raumseitige Glasscheibe kann über eine in Nanotechnologie aufgebrachte Metalloxidschicht beheizt werden. Mit bis zu 500 W/m² wird das Fenster so zum festen Bestandteil der Gebäudeheizung.

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