GLASWELT Ausgabe: 02-2017

Objekt des Monats

Ein langes, goldenes Band

Direkt unter dem Londener Bahnverkehr befindet sich die Fashionmall im Stadtteil Hackney.

Direkt unter dem Londener Bahnverkehr befindet sich die Fashionmall im Stadtteil Hackney.

_ Im Spätsommer 2016 startete nach fünfjähriger Planung und Ausführung die Eröffnung von Hackney Walk, Londons erster Luxus-Verkaufsstelle. Mit der Fertigstellung von 12 frisch umgebauten viktorianischen Bahnbögen entlang Hackney‘s Morning Lane, siedelte sich mit Nike, Anya Hindmarch, Aquascutum, Burberry und Pringle of Scotland eine Vielzahl von großen Modenamen entlang der Strecke der Straße an. Der Hackney Walk soll damit ein großes neues Ziel in der Londoner Einzelhandelslandschaft werden. Das Hackney-Projekt entstand zuerst in den Folgen der London-Unruhen von 2011. Der Stadtrat bekam in Form eines Regenerationsfonds 5,3 Millionen Pfund vom Londener Bürgermeister. Ein großer Teil davon wurde genutzt, um die bestehenden Ladenfronten in Hackney Central zu erneuern. Hackney Council bildete dazu eine Partnerschaft mit Network Rail, die als Eigentümer der 12 leeren Eisenbahnbögen maßgeblich an der Entwicklung des Fashionmallkonzepts beteiligt waren.

Mit der Planung und Ausführung des Projekts wurde der renommierte Londoner Architekt David Adjaye beauftragt, der eine Vision für den Stadtteil Hackney Central entwickelte: Die Straße entlang der Morning Lane soll sich gleichermaßen zu einem Mode-Hub für Einwohner und internationale Besucher entwickeln, Arbeitsplätze für die lokalen Bewohner schaffen, und so zusammen mit den neu angesiedelten Unternehmen eine bessere und lebenswertere Umgebung schaffen.

Alle Funktionen in einem

„Die Anforderungen an den Fassadenabschluss der Einbahnbögen waren vielseitig, und aufgrund der Abmessungen eine ganz besondere Herausforderung“, weiß BeluTec Geschäftsführer Bernhard Lucas zu berichten. Um die Höhe der Hebefaltläden zu realisieren und die vorgegebene Ausladung der geöffneten Elemente einzuhalten, galt es zuerst einmal ein vierflügeliges Element zu entwickeln. Mit einem Mock-Up in Originalausmessung, das einem Dauertest unterzogen wurde, konnte der Lingener Hersteller sicherstellen, dass die Ladenlokale über eine sicher funktionierende Technik verfügen, die nicht nur zum Verschließen der Fassade benutzt, sondern zugleich auch als Sonnenschutz eingesetzt werden kann.

Dem Gestaltungswunsch des Architekten konnte man ohne große Probleme folgen, da die Hebefaltladenkonstruktion fast alle Materialien auf der Oberfläche zulässt. „Bei dem Projekt Morning Lane zeigten sich wieder einmal die Vorteile unseres Hebefaltladensystems, das mit der patentieren Anknick- und Verriegelungstechnik eine absolut flächenbündige und einbruchsichere Fassade herstellen kann“, hebt Lucas hervor.

Auf einer Länge von 150 m wurden insgesamt 24 Anlagen mit einer Höhe von 4,5 m verbaut. Die Abwicklung der Montagearbeiten erfolgte in einem Zeitrahmen von insgesamt 2,5 Jahren. Ein abgeschlossener Wartungsvertrag sorgt für die sichere Funktion der Hebefaltläden.—

www.belutec.com

  • Ein Spaziergang entlang der Morning Lane bietet den Besuchern ein breites Spektrum an Modegeschäften und soll so eine Alternative zu der bekannten Carnaby Street bieten.

  • Hinter den goldenen Hebefaltläden verbergen sich die einzelnen Modelabels bekannter Designer.

  • Flächenbündig verschlossen zeigt sich die Fassade nach Geschäftsschluss.

  • Aufgrund der geforderten Bauhöhe wurde speziell ein vierflügeliger Hebefaltladen entwickelt.

  • Goldfarben eloxiertes Streckmetall sorgt für den besonderen Glanz der 150 m langen Fassade.

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