GLASWELT Ausgabe: 06-2018

Gebogenes Verbundsicherheitsglas für Paris

Ein Funkeln an der Seine

  1. Teil: Ein Funkeln an der Seine
  2. Teil: Preiswürdiges Bauwerk

_ Mit seiner neuen Gebäudehülle erscheint das Bürohaus Quai Ouest in einem Pariser Vorort wie ein „funkelndes Juwel“. Sowohl der Himmel als auch die Umgebung spiegeln sich in den transparenten Fassadengläsern, was durch diagonal gebogene Scheiben verstärkt wird. Lesen Sie, welcher Glasverarbeiter aus Deutschland bei den Fassadengläsern maßgeblich mit beteiligt war.

Die zur Seine hin orientierte 150 Meter lange Vorsatz-Elementfassade des „Quai Ouest“ stammt aus der Feder der Architekten Brenac & Gonzalez et Associés. Hierbei wechseln sich insgesamt 188 vorgehängte Fensterelemente mit eloxierten Aluminiumkassetten ab.

Die 3 x 3 Meter großen Vorhangelemente sind mit diagonal gebogenen Scheiben bestückt, damit sich in den transparenten Flächen sowohl der Himmel als auch die Umgebung spiegelt. In Vorabversuchen zeigten sich diagonal gebogene Gläser als beste Lösung, um dies zu erreichen.

Die unterschiedlichen Spiegelungen sowie die Dreidimensionalität verleihen der Fassade ein lebendiges Erscheinungsbild: So lassen sich hinter den Vorsatzelementen feststehende Fenster mit beweglichen Sonnenschutzlamellen erkennen. Daneben angeordnet sind mit Aluminium verkleidete vertikale Flügel. Diese kann der Nutzer zum Lüften der Räume öffnen.

Lediglich in den beiden Sockelebenen wurden flache Scheiben eingesetzt. Dahinter befindet sich an zentraler Stelle das großzügig gestaltete Foyer.

Der Aufbau der Elemente

Das Vorhangelement selbst besteht aus einem eloxierten Aluminiumrahmen und der gebogenen Scheibe Stadip Contour aus zwei 8-mm-Floatgläsern Planiclear. Eine Beschichtung auf dem äußeren Glas sorgt für den von den Planern gewünschten Sonnenschutz.

„Wichtig war es, beim Biegevorgang Beschädigungen an der Beschichtung zu vermeiden sowie planebene Ecken und so eine zerrfreie Spiegelung zu gewährleisten“, erläutert Carsten Kunert, Projektleiter beim Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center am Standort Döring Berlin.

Zusammenfassend kann man sagen, dass mit der Sanierung des „Quai Ouest“ ein zeitgemäßes und mit modernen Arbeitswelten ausgestattetes Bürogebäude entstanden ist. Das Highlight ist sicherlich seine Gebäudehülle, die nach neuesten energetischen und akustischen Standards realisiert wurde und hohe ästhetische und funktionale Ansprüche erfüllt.

Das sanierte Bauwerk erhielt bereits einige Preise, wie den Immobilienpreis „Grands Prix SIMI 2017“ und den „Best Projekt 2017“ von Archilovers. Darüber hinaus ist der Bau für weitere Wettbewerbe nominiert.—

www.doeringglas.de

  • Die 150 m lange hinterlüftete Vorsatz-Elementfassade orientiert sich nach Süden und Westen zum Fluss hin.

Foto: Stefan Tuchila/Saint-Gobain Glassolution

Foto: Stefan Tuchila/Saint-Gobain Glassolution

Foto: Stefan Tuchila/Saint-Gobain Glassolution

Literatur

  1. Teil: Ein Funkeln an der Seine
  2. Teil: Preiswürdiges Bauwerk
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