GLASWELT Ausgabe: 10-2018

Werkstätten für Denkmalpflege GmbH

Das Finish ist von großer Bedeutung

Ein Blick in die großzügige Lackierhalle mit Spritzwand und Fördertechnik

Ein Blick in die großzügige Lackierhalle mit Spritzwand und Fördertechnik

Diese echten Experten im Denkmalschutz haben das Know-how und auch die Betriebsausstattung, um dem Kunden die beste Lösung für seine historischen Elemente zu bieten. Dabei legen die Tischler besonders viel Wert auf ein perfektes Oberflächenfinish.

  1. Teil: Das Finish ist von großer Bedeutung
  2. Teil: Farbengigant AkzoNobel

_ Schlösser, Burgen, Kirchen, historische Häuser sowie Landschafts-Bauten – in Quedlinburg setzt sich ein Unternehmen für den Erhalt und die Sanierung von Objekten genau dieser Art ein: die Werkstätten für Denkmalpflege GmbH. Der spezialisierte Betrieb hat sich bundesweit einen Namen gemacht. So sind die Tischler seit 2016 Träger des Bundespreises der Denkmalpflege. Der neue Firmensitz, in den jetzt auch die Fensterabteilung integriert ist, ist Anspruch wie auch Programm zugleich: Hier sind mehr als 120 Mitarbeiter in sieben Fachbereichen organisiert. Die stärkste Abteilung bilden die Zimmerer mit rund 30 Mitarbeitern.

Es gibt aber auch Kunstschlosser, Dachklempner, Maurer, Steinmetze, Stuckateure und Tischler, die für eine ganzheitliche Sanierung historischer Bauten sorgen.

Das Unternehmen wird durch den Geschäftsführer Dirk Becker geführt: „Wir haben in dem Gewerbegebiet im Quedlinburger Ortsteil Thale/Westerhausen hervorragende Bedingungen, unseren Betrieb zu entwickeln. Im Laufe der Zeit konnten wir hier alle unsere Abteilungen ansiedeln, zuletzt die Tischler. Nun hat auch diese Abteilung genügend Platz und die Möglichkeit, nicht nur wirtschaftlich Holzfenster zu fertigen, sondern mit einer aktuellen Betriebsausstattung in einer separierten Lackierhalle auch für ein perfektes Oberflächenfinish zu sorgen.“

Sind die Fenster noch zu retten?

Tischlermeister Volker Seidel führt die 14-köpfige Abteilung. Hier werden ausschließlich Fenster und Türen aus Holz gefertigt, saniert und restauriert. „Bei den meisten Projekten steht anfangs die Frage: Ist es wirtschaftlicher, die Fenster neu zu bauen oder zu sanieren?“, erläutert Seidel. „Aktuell haben wir hier beispielsweise großformatige Rundbogenfenster in der Werkstätte liegen. In diesem Fall wird sogar ein Musterfenster saniert, um die Aufwendungen einer Sanierung denen einer Neufertigung gegenüber zu stellen. So können wir die Aufgabenstellung konkret beurteilen und unseren Kunden den bestmöglichen Lösungsvorschlag unterbreiten.“

Jedes Projekt wird individuell bearbeitet, das beginnt in der Regel mit Handzeichnungen für einen objektspezifischen Fensterrahmenquerschnitt nach den historischen Vorbildern. Dabei werden heute auch energetische Aspekte berücksichtigt.

Perfekte Bedingungen für das Finish

Tischlermeister Seidel: „Da die Qualität der Oberfläche unserer Fenster und Türen beim Kunden eine sehr bedeutende Rolle spielt, sind für uns nun die Voraussetzungen für ein nahezu perfektes Lackieren von großer Bedeutung.“ In der großflächigen Lackierhalle werden die Fenster und Rahmen über Fördertechnik aus der Arbeitsvorbereitung (Schleifen) hängend der Spritz- und Trocknungshalle zugeführt. Gespritzte Holzfenster müssen nicht mehr umgehängt werden. Auch große Auftragsvolumina können rationell bearbeiten werden. Für das Lackieren und Lasieren der Holzfenster und -türen setzen die Werkstätten für Denkmalpflege GmbH seit über 15 Jahren die Lacke und Lasuren der Marke Sikkens Wood Coatings von Akzo Nobel ein. „Hierbei können wir uns generell auf die hervorragende Industrieunterstützung verlassen und erhalten für projektbezogene Einzelfälle individuelle Lösungsansätze“, meint der Tischlermeister.

Ein gutes Beispiel ist die Sanierung des Schlosses Harzgerode. Die Spezialisten aus Quedlinburg waren mit diversen Arbeiten und Gewerken beauftragt. Hinsichtlich Farbe und Beschichtung war entsprechend den Vorgaben eine deckende Oberflächenbehandlung aufzubringen. Mit dem Fokus auf Dauerhaftigkeit, Haltbarkeit und Wetterbeständigkeit.

Daher entschieden sich die Verantwortlichen für die deckenden Rubbol-Beschichtungen mit der Duraflex-Technologie. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass eine hervorragende Verbindung von Beschichtung und Holz geschaffen wird und sich die Beschichtung dank des dauerelastischen Films dem Untergrund optimal anpasst.

Mit den Sikkens Wood Coatings-Produkten haben die Fachleute der Quedlinburger Werkstätten Materialien, um ihre Arbeiten verantwortungsvoll und fachgerecht ausführen zu können. Die überzeugenden Ergebnisse sprechen für sich. Die Authentizität der Objekte bleibt erhalten, und der Glanz früherer Zeiten wird kommenden Generationen durch den Einsatz moderner Techniken und Materialien bewahrt.—

  • Tischlermeister Volker Seidel präsentiert eine typische Arbeit der Werkstätten für Denkmalpflege GmbH, mit dabei Uwe Wutschig, Sikkens Wood Coatings.

  • Gelungenes Sanierungsbeispiel Schloss Harzgerode. Die Fensterbeschichtung passt sich dem Untergrund optimal an.

  • Am Anfang steht die Frage im Raum, ob ein Fenster neu gebaut oder saniert wird.

Foto: Akzo Nobel

Foto: Akzo Nobel

Foto: Akzo Nobel

Literatur

  1. Teil: Das Finish ist von großer Bedeutung
  2. Teil: Farbengigant AkzoNobel
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