GLASWELT Ausgabe: 12-2018

Gemeinschaftsveranstaltung von GKFP, ift und GLASWELT

Geklebte Fenster – modern, sicher, formstabil


Ein ift-„Profi-Einbrecher“ zeigt live, wie sich der Unterschied zwischen geklebter und nicht geklebter Verglasung auswirkt.

Ein ift-„Profi-Einbrecher“ zeigt live, wie sich der Unterschied zwischen geklebter und nicht geklebter Verglasung auswirkt.

Die Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofilsysteme (GKFP) lädt mit der GLASWELT und dem ift Rosenheim zur Gemeinschaftsveranstaltung „Geklebte Fensterkonstruktionen“ ein. Neu ist das Format mit Vortrags- und Diskussionsrunde, Branchentreff und Hausmesse, das sich insbesondere an Fensterbauer richtet.

  1. Teil: Geklebte Fenster – modern, sicher, formstabil
  2. Teil: Geklebte Fensterkonstruktionen

_ Gemeinsam haben Klebstoffhersteller, Systemgeber und Prüfinstitute das neue Programm entwickelt: Es ist maßgeschneidert auf viele Fragestellungen, die Fensterbauer zum Thema Klebetechnik haben. „Dieser Branchentreff kombiniert ein kompaktes Vortragsprogramm samt Diskussionsrunde mit einer Hausmesse. Dies bietet genügend Raum zum Netzwerken und Informationsaustausch“, erklärt Gerald Feigenbutz, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft. Ziel der Veranstaltung ist es, die Vorteile der Klebetechnik aufzuzeigen und „Berührungsängste“ abzubauen, um die Klebetechnik in Deutschland voranzubringen.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 24. Januar 2019 von 10.00 bis 15.30 Uhr im IntercityHotel Mainz statt. Dazu können sich Interessierte ab sofort anmelden.

Vorträge und Diskussionsrunde

In ihren beiden Impulsvorträgen gehen die Referenten Karin Lieb vom ift Rosenheim (Produktmanagement für Glas und Baustoffe) und Gerald Feigenbutz auf aktuelle Fragestellungen der Klebetechnik ein. In der nachfolgenden Diskussionsrunde melden sich u. a. Vertreter der Profil-, Klebstoff- und Maschinenindustrie zu Wort und stellen sich auch den kritischen Fragen des Fachpublikums. Moderiert wird die Diskussionsrunde von GLASWELT-Chefredakteur Daniel Mund.

Wichtiger Erfahrungsaustausch

Darüber hinaus erwartet die Fensterbauer eine kleine Hausmesse, um mit Herstellern von Klebstoffen, Kunststofffensterprofilen und Verarbeitungsmaschinen direkt ins Gespräch zu kommen. Anhand von Demonstrationen erfahren die Besucher mehr über die Anwendungstechnik und können diese auch selbst ausprobieren.

Diese Aussteller sind vor Ort

ift Rosenheim ( www.ift-rosenheim.de ): Das Institut zielt auf den Sicherheitsaspekt ab. Bei immer schlanker werdenden Profilen übernimmt das mit dem Flügelrahmen verklebte Glas eine tragende Funktion. Auf der Fachtagung erleben Besucher, was Sicherheitsgläser leisten und wie die Unterschiede in der Verglasung auf die Einbruchhemmung wirken: Es werden Prüfungen im Vergleich von geklebtem und nicht geklebtem Fenster durchgeführt. ift-„Profi-Einbrecher“ zeigen die unterschiedlichen Auswirkungen.

Urban ( www.u-r-b-a-n.com ): Vor über 12 Jahren entwickelte Urban seine erste Glasverklebestation (GVS) und hat die Verfahren seither stets weiterentwickelt. Egal, ob manuell, halbautomatisch oder vollautomatisch: Urban bietet für jede Produktionsumgebung die perfekte Klebetechnologie. Mit Ideen und Lösungen sorgt das Unternehmen dafür, dass auch in der Phase von Technologiewechseln die Prozesssicherheit gegeben ist. Das beweist Urban nicht nur im Glaskleben, sondern auch in anderen Bereichen.

Lohmann ( www.lohmann-tapes.com ): Für die Direktverglasung entwickelte Lohmann eine Profilsystemlösung für bestehende und neu entwickelte Systemkonstruktionen: „Static Direct Glazing“ (SDG) basiert auf einer Isolierglasverklebung, bei der die Glasscheibe mit einem Klebeband direkt in den Fensterflügel geklebt wird. Aufgrund der Festigkeit und der Alterungsbeständigkeit des Klebebandes wird die Fensterkonstruktion extrem stabil und gewährleistet eine sichere Lastabtragung vom Glas bis in den Beschlag. Der Profilhersteller kann das Klebeband direkt auf das Fensterprofil applizieren; Handapplikatoren sind für eine einfache, spätere Anwendung verwendbar.

Gealan ( www.gealan.de ): Bei der von Gealan entwickelten Klebetechnik STV (Statische-Trocken-Verglasung) handelt es sich um das Verkleben von Glas und Flügelprofil mit einem extra für den Fensterbau konzipierten Klebeband unter Beibehaltung der gewohnten Verklotzung des Glases. Dadurch wird die Steifigkeit der Glasscheibe in den Flügel übertragen und das gesamte System wird in sich stabiler, was kompaktere und größere Bauweisen möglich werden lässt. Es fällt der Aufwand bei einer Nass-Verklebung weg, da keine Kleberoboter verwendet werden müssen.

Rehau ( www.rehau.com ): Das Unternehmen entwickelte 2004 die partielle Überschlagsverklebung. Um diese Technik noch weiter voranzubringen und das Systemangebot zu vervollständigen, hat man einen speziellen Designflügel für das System Synego entwickelt und für das industrielle Verkleben ausgelegt. Hier können die Dimensionen bis zu einer Höhe von 2,5 m und einem Glasgewicht von 100 kg erhöht werden. Dabei bleibt die Armierungskammer erhalten. So können auch farbige Elemente produziert oder zusätzliche Wärmedämmmaßnahmen verwirklicht werden. Zudem besteht die Möglichkeit einer geprüften RC 2 Verklebung der Glasscheibe.

Kömmerling Chemie ( www.koe-chemie.de ): Es geht um höheren Einbruchschutz und die Verbesserung der statischen Eigenschaften des Fensters, die zu filigraneren Rahmen sowie größeren Scheibendimensionen und damit mehr Lichteinfall führen. Daneben sind die Verringerung der Energiekosten durch einen besseren U-Wert sowie reduzierte Wartungsnotwendigkeit und wirksamerer Schallschutz die stärksten Vorteile der Fensterverklebung. Erfolgreich ist eine Direktverklebung jedoch erst dann, wenn alle in Kontakt stehenden Materialien harmonieren. Um die Verträglichkeit zu gewährleisten, bietet Kömmerling Systemlösungen aus Isolierglasdichtstoffen und Klebesystemen aus einer Hand.

Inoutic ( www.inoutic.de ): Der Systemgeber präsentiert anhand von Echtmustern und einem Video das automatisierte Verkleben von Fensterprofilen des neuen Systems Elegante. Hier sind alle Flügel als Klebeflügel konstruiert, um zeitgemäße sehr große und stabile Fensterelemente herstellen zu können. Elegante lässt sowohl eine Falzgrund- als auch Glaskantenverklebung zu. Aufgrund des geringen Spaltmaßes von max. 5 mm ergibt sich eine reduzierte, optimale Klebemenge. Die flächenbündige Design-Version wird mit Glaskantenverklebung präsentiert, die flächenversetzte mit Klebeband und integrierter Dichtung.

Veka ( www.veka.de ): Veka unterstützt verarbeitende Betriebe, die die Vorteile der Glasverklebung nutzen möchten; bereits 2007 wurde ein erstes spezielles Flügelprofil für die Glaskantenverklebung entwickelt. Weitere für die Glaskantenverklebung ausgelegte Flügelprofile (Softline 82 und Artline 82) folgten. Für das bereits RAL-gütegesicherte Softline 82 Profil wurde die Erweiterungsurkunde RAL GZ 716 Teil 2 für verklebte Fenstersysteme verliehen. Das Serviceangebot umfasst die individuelle Beratung sowie die Abstimmung zwischen allen Beteiligten.

Rotox ( www.rotox.com ): Im Bereich des Verglasungsklebens wird Rotox der Nachfrage, von einfachen Handapplikationen bis zu sensorgeführten, vollautomatisierten Klebeanlagen für alle gängigen Verfahren gerecht. Gemeinsam für Ihren Erfolg bieten Rotox und Federhenn bereits etabliertes, roboterunterstütztes Verglasungskleben an.

Profine ( www.profine-group.de ): Die Gruppe mit den Marken KBE, Kömmerling und Trocal bietet ein breites Spektrum an Klebelösungen in unterschiedlichen Bautiefen und Systemen in den Profilserien mit 76 mm wie auch im 88er Mitteldichtungssystem.

Ebenso bietet profine eine Klebelösung für das Verbundsystem AluClip Zero. Die Verklebung im Verarbeiterbetrieb erfolgt über eine sogenannte Falzgrund-Verklebung und kann in liegender sowie in stehender Position erfolgen.

aluplast ( www.aluplast.de ): Die Vorteile aus der Sicht des Systemgebers: Bei verklebten Fenstern ist der Flügel rundum fest mit der Scheibe verbunden. Das Fenster ist in sich stabiler; es kann sich nicht mehr so leicht verziehen und lässt sich auch nach Jahren des Gebrauchs noch leicht öffnen und schließen. Fensterbauer erhalten auf der Veranstaltung von den aluplast-Experten Tipps für einen erfolgreichen Einstieg in diese Fertigungstechnologie. Es wird gezeigt, wie sich die Klebetechnik in die Produktion integrieren lässt und wie eine vollautomatisierte Produktion mit einem Verklebe- und Verglasungsroboter aussehen kann.

Otto-Chemie ( www.otto-chemie.de ): Die Scheibenklebung mit Ottocoll S 81 bietet viel Optimierungspotenzial. Durch den Wegfall der Verklotzung können Zeit-, Material- und Lagerkosten reduziert werden. Dazu kommt eine reduzierte Glasbruchgefahr aufgrund der elastischen Eigenschaften des Silikons – bei Fertigung und Nutzung. Verschiedene Prüfinstitute, u. a. das ift Rosenheim, haben die einbruchhemmende Funktion der Klebung bestätigt: ein weiteres, heute nicht zu unterschätzendes Argument für das Kundengespräch.

Sika ( www.sika.de ): Der Klebstoffanbieter präsentiert geklebte Fensterkonstruktionen, innovative Klebstoffsysteme für Kleinserien, Baustellenverglasung sowie Einzel- und Serienproduktion. Sika bietet sichere und abgeprüfte Prozessmaterialien: unabhängig von PVC-Profil und Beschlagsystemen, geeignet für RC-Verklebungen, mit erhöhter Statik im Flügel, mit systemgeprüften Komponenten und einer geprüften Randverbundverträglichkeit.

Das vollständige Programm ist unter „Aktuelles“ auf der Website der Gütegemeinschaft ( www.gkfp.de ) hinterlegt. Bei Fragen und zum Anmelden wenden Sie sich an die Veranstaltungsorganisatorin der Gütegemeinschaft. —

Daniel Mund

Literatur

  1. Teil: Geklebte Fenster – modern, sicher, formstabil
  2. Teil: Geklebte Fensterkonstruktionen
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