GLASWELT Ausgabe: 03-2019

Die Karten sind neu gemischt, um so mehr gilt es, sich beim Befestigen mit den ETA-Zulassungen zu beschäftigen

  1. Teil: Eigentlich sollte alles geklärt sein
  2. Teil: Die Karten sind neu gemischt, um so mehr gilt es, sich beim Befestigen mit den ETA-Zulassungen zu beschäftigen
  3. Teil: Die CE-Zertifizierungen sind klar geregelt

Bereits 2003 hatte die Industrie sehr intensiv über die Befestigung von Markisen nachgedacht und umfangreiche Windkanalprüfungen vorgenommen. Die Ergebnisse sind in die Richtlinien zur Beratung, Verkauf und Montage von Gelenkarmmarkisen von 2006 eingeflossen. 11/2018 wurde eine neue Richtlinie veröffentlicht.

GLASWELT – Herr Rödelbronn, die technischen Richtlinien zur Montage wurden im Sommer letzten Jahres zurückgezogen und jetzt neu vorgestellt, warum?

Karl Rödelbronn – Die Richtlinie musste sowohl dem aktuellen Normenstand als auch den veränderten technischen Regeln angepasst werden. Dies war nach mehr als 10 Jahren notwendig und so gibt es heute sogenannte ETA’s (Europäische technische Zulassung) für Befestigungsmittel, die nun berücksichtigt werden mussten.

GLASWELT – Was bedeutet das für Hersteller und Montagebetriebe?

Rödelbronn – Eigentlich nicht viel Neues. Die Neuauflage der Richtlinie enthält immer noch die Rechenwege zur Ermittlung der Auszugslasten, allerdings nicht mehr Produktbeispiele sowie Musterberechnung.

GLASWELT – Warum sind die Tabellen für Lochabstände, Dübel etc. entfallen?

Rödelbronn – Leider ist es nicht mehr möglich, bei diesem komplexem Thema einfache Lösungen zu vermitteln. So gibt es mittlerweile auch Leistungserklärungen z. B. für Steine und auch neue Befestigungsuntergründe, die wir nicht mehr pauschal in einer Tabelle abhandeln konnten. Wir haben allerdings geplant eine Anlage zu der Richtlinie mit Anwendungsbeispielen zu veröffentlichen, um Handwerker zu unterstützen.

GLASWELT – Verzinkte Schrauben sind komplett aus dem Rennen?

Rödelbronn – Ja, das sind sie. Dies ist eine der notwendigen Änderungen, die wir in die Richtlinie integrieren mussten um sie den veränderten technischen Regeln anzupassen.

  • Karl Rödelbronn ist Fachgruppenvorsitzender Markisen beim IVRSA und Vorstandsmitglied.

Foto: IVRSA

Literatur

  1. Teil: Eigentlich sollte alles geklärt sein
  2. Teil: Die Karten sind neu gemischt, um so mehr gilt es, sich beim Befestigen mit den ETA-Zulassungen zu beschäftigen
  3. Teil: Die CE-Zertifizierungen sind klar geregelt
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