GLASWELT Ausgabe: 04-2019

Ein Kosmos auf Reisen


Der InfinityDome fasst bis zu 200 Personen und ist auf hohe Mobilität optimiert – standsicher zugelassen für Windlastzone 3. 

Der InfinityDome fasst bis zu 200 Personen und ist auf hohe Mobilität optimiert – standsicher zugelassen für Windlastzone 3. 

  1. Teil: Ein Kosmos auf Reisen
  2. Teil: Wer ist beteiligt?

_ Ein mobiler Projektionsdome, der sich in kurzer Zeit auf- und abbauen lässt, im Innenraum flexibel bespielbar ist und seine Besucher verzaubert, das war die zentrale Idee für die Entwicklung des InfinityDome. Form und Konstuktion der pneumatischen Kuppel wurden vom Auftraggeber selbst, der tat team GbR, entwickelt. Für die Statik und die Zuschnittsberechnungen holte das Unternehmen die Ingenieure von formTL ins Boot. In enger Zusammenarbeit entstand die kreisrunde, pneumatische Kuppel aus transluzentem Membranmaterial. Sie erfüllt nicht nur die gewünschten Anforderungen optimal, sondern wirkt durch ihre schlichte Materialität und klare Formgebung auch eindrucksvoll im Außenraum.

Wasser sorgt für den nötigen Ballast

Der Clou der Konstruktion besteht in der Verankerung der Kuppel über ein Wasser-Ballast-System. Dafür verläuft an der Basis der Kuppel ein Schlauch, dessen Einzelelemente erst beim Aufbau unter Druck mit Wasser befüllt werden und so leicht zu transportieren sind. Eine weitere Besonderheit ist die Verbindungsart: Sämtliche Konstruktionselemente sind über Reißverschlüsse miteinander verbunden. Sowohl die zwölf Einzelsegmente für den Wasserschlauch als auch Kuppel- und Schlauchelemente werden ganz einfach aneinandergezippt. Damit ist gewährleistet, dass der Auf- und Abbau möglichst schnell vonstatten geht. Hinzu kommt: Sollte ein Schlauchelement beschädigt sein, bleibt die Gesamtkonstruktion weiterhin stabil und das entsprechende Element kann problemlos ausgetauscht werden.

Links und rechts der zwei Schleusen sorgen vier betongefüllte Ballastkörper mit Metallhülle für die nötige Stabilität an den Kuppeldurchdringungen. Ihre Geometrie entspricht dabei den verformten, mit Wasser befüllten Schlauchsegmenten. Um die Kuppel unter Spannung und in Form zu halten, ist am Rand der Öffnungen ein Seil in eine umlaufende Seiltasche eingefädelt, das in den Türballastkörpern verankert wird.

Die Schleusen sind Ein- bzw. Ausgang und Fluchtweg in einem. Für die Außenhülle der Kuppel mit 16 Meter Durchmesser wurden einzelne Membransegmente miteinander verschweißt, sodass das Gewölbe am Ende nur aus einem Element besteht.

Bis zu 200 Personen kann der InfinityDome fassen, der zudem voll klimatisier- und heizbar ist. Für die 4K-Projektionstechnik ist im Innenraum eine zweite Kuppel aus Greyscreen-Material aufgebaut. Beide Membrane werden über Unter- bzw. Überdruck pneumatisch mit einem Zwischenraum aufgespannt. So wirkt die Projektion entweder auf der Projektionshalbkugel im Innenraum oder auch direkt auf der Außenhülle aus transluzentem Material. In Berlin auf dem Mariannenplatz gestartet, hat der InfinityDome mittlerweile weitere Stationen angetreten. Doch das ist sicher erst der Anfang einer langen Reise der flexiblen, leichten und formschönen pneumatischen Kuppelkonstruktion.—

  • Sämtliche Konstruktionselemente sind über Reißverschlüsse miteinander verbunden, sie werden ganz einfach aneinandergezippt.

  • Beim InfinityDome sorgen Highend-Projektoren für ein kristallklares 360° Bild und 16+4 Lautsprecher für ein faszinierendes Sound-Erlebnis.

  • Für die 4K-Projektionstechnik ist im Innenraum eine zweite Kuppel aus Greyscreen-Material aufgebaut.

Fotos und Zeichnungen: tat team GbR

Fotos und Zeichnungen: tat team GbR

Fotos und Zeichnungen: tat team GbR

Fotos und Zeichnungen: tat team GbR

Fotos und Zeichnungen: tat team GbR

Literatur

  1. Teil: Ein Kosmos auf Reisen
  2. Teil: Wer ist beteiligt?
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