GLASWELT Ausgabe: 10-2019

9 Fragen an Peter Arlt

  1. Teil: Weil man sich aufeinander verlassen kann
  2. Teil: 9 Fragen an Peter Arlt

GLASWELT – Sie haben 2017 in eine neue Oberflächenanlage investiert. Jetzt sind schon einige Fenster über die neue Anlage gefahren und Sie können beurteilen, ob sich die Erwartungen erfüllt haben und sich die Investition gelohnt hat. Wie fällt Ihr Urteil aus?

Peter Arlt – Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Die Anlage der Firma Finiture arbeitet sehr zuverlässig. Die Qualität unserer Fenster ist dadurch gestiegen. Die Investition hat sich mehr als gelohnt.

GLASWELT – Sie haben in einen Lackierroboter investiert. Haben Sie Ihre Beschichtungskapazitäten erhöht oder gab es andere Gründe für diese Entscheidung?

Arlt – Durch die Lackierung mit dem Lackierroboter können wir eine gleichmäßigere und hochwertigere Oberflächengüte erzielen. Die Kapazitäten können dadurch erhöht werden, bzw. das Nadelöhr Oberflächenbeschichtung gehört nun der Vergangenheit an. Zusätzlicher Vorteil ist die Entlastung unserer Mitarbeiter, die zuvor per Hand tauchen und per Hand lackieren mussten. Die Firma Adler als Partner in der Oberflächenbeschichtung bei Holz,- Holz-Aluminiumfenster ist genau der richtige Partner für uns. Sie haben das perfekte Farbsystem beim Fluten, als auch beim Lackieren mit dem Lackierroboter.

GLASWELT – Was waren die weiteren Bestandteile der Millioneninvestition im Beschichtungsthema?

Arlt – Für die neue Oberflächenanlage wurde zusätzlich auch in eine neue Halle investiert, um die Oberfläche zukunftsorientiert und umweltfreundlich applizieren zu können.

GLASWELT – Sie führen RC 2- und RC 3-Fenster im Portfolio. Wie groß ist der Umsatzanteil dieser einbruchhemmenden Elemente am Gesamtvolumen?

Arlt – Das klassische RC 2 Fenster ist bei uns in fast jedem Auftrag enthalten, wobei die Tendenz stark Richtung RC 3 geht. Wir sprechen also von 40 % RC 2 und 15 % RC 3. Die Firma Arlt ist beim Landeskriminalamt Bayern als Hersteller für Holz-, Holz-Aluminiumfenster im Bereich RC 2/RC 3 gelistet.

GLASWELT – Verraten Sie unseren Lesern noch ein paar Kennzahlen: Gesamtumsatz und die Mitarbeiterzahl in Produktion und Montage?

Arlt – Der Umsatz beläuft sich auf ca. 3,3 Mio. Euro pro Jahr mit Holz-, Holz-Aluminiumfenstern sowie Pfosten-Riegelfassaden und Wintergärten. Insgesamt zählen 30 Mitarbeiter, vom Verkauf bis zur Montage, zu unserem Team.

GLASWELT – Was sind die Trends am Point-of-Sale. Mit welchen Produkten bzw. Systemen können Sie beim Kunden punkten?

Arlt – Der Trend liegt eindeutig im höherpreisigen Segment Privatkunden. Beispielsweise Holz-Aluminiumfenster in der Holzart Eiche mit Sicherheitsbeschlag und Sicherheitsglas (RC 2/RC 3) und zusätzlichen Überwachungselementen für Glasbruch und Verschlussüberwachung der Fenster. Hier macht sich das steigende Sicherheitsbedürfnis im Privat- sowie im Geschäftskundenbereich stark bemerkbar.

GLASWELT – Sie montieren alle Ihre hergestellten Fenster- und Türenelemente selbst?

Arlt – Die meisten Elemente montieren wir selbst. 15 % unserer Fenster und Türen werden von ausgewählten Schreinereifachbetrieben gekauft und dann von diesen montiert.

GLASWELT – Haben Sie bei der Montage auch schon einmal Montagezargen eingesetzt? Wenn ja, wie sind Ihre Erfahrungen?

Arlt – Die Vorteile von Zargensystemen sind ganz klar, man hat z. B. nichts mehr mit leidigen Verschmutzungen zu tun und seitens der Planung ist man wesentlich flexibler. Wir haben in der Vergangenheit bereits erfolgreich Zargensysteme eingesetzt. Allerdings ist es nach wie vor sehr schwierig, den Mehrpreis dem Kunden schmackhaft zu machen, wobei die Vorteile für den Kunden klar sind.

GLASWELT – Was sagen Sie Kunden, die zu Ihnen kommen und nach Kunststofffenstern fragen?

Arlt – Wir sind Hersteller von Holz-, Holz-Aluminiumfenster. Die Kunden die zu uns kommen haben sich im Vorfeld über das Portfolio der Firma Arlt informiert und wissen, dass Sie mit Holz-, Holz-Aluminiumfenstern genau richtig sind.

Die Fragen stellte Chefredakteur Daniel Mund.

Foto: Gutmann

Literatur

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