GLASWELT Ausgabe: 11-2019

Freyler Metallbau: Druckmaschinen-Halle mit neuer Nutzung

Fassade bei laufendem Innenausbau montiert

Die Heidelberger Druck AG hat in Wiesloch-Walldorf eine alte Montagehalle in ein modernes Innovationszentrum verwandelt. Für die Fassadengestaltung zeichnete das Architekturbüro kab architekten verantwortlich.

Die Heidelberger Druck AG hat in Wiesloch-Walldorf eine alte Montagehalle in ein modernes Innovationszentrum verwandelt. Für die Fassadengestaltung zeichnete das Architekturbüro kab architekten verantwortlich.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat am Standort Wiesloch-Walldorf die ehemalige Produktionshalle 10 in ein hochmodernes Entwicklungszentrum verwandelt. Hier erfahren Sie die Details, woraus die 2500 m2 großen Glasfassaden gefertigt sind und wie sie von Freyler Metallbau während des laufenden Innenausbaus installiert wurden.

  1. Teil: Fassade bei laufendem Innenausbau montiert
  2. Teil: Projekt Halle 10

_ Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat am Standort Wiesloch-Walldorf die ehemalige Produktionshalle 10 in ein hochmodernes Entwicklungszentrum verwandelt.

Das neue Innovationszentrum vereint unter einem Dach 26 000 m2 an Bürofläche und 14 000 m2 für Labore und Versuchsräume. Dabei besteht die Bürofläche aus 13 Quartieren für je 80 Mitarbeiter, die 40 × 40 m großen Areale liegen in der Halle wie in einer riesigen Parkanlage.

Den Umbau der Montagehalle verantwortete das Büro kab architekten aus Fellbach. Zunächst wurde das Gebäude, in dem früher Druckmaschinen gebaut wurden, komplett entkernt. Um ein lichtdurchflutetes und motivierendes Umfeld zu schaffen, haben die Architekten in die 40 000 m2 große Halle anschließend mehr als 7000 m2 Fensterfläche integriert: Oberlichter, Dachfenster und etwa 3000 m2 Glasfassade.

Zur Planung und Montage der 30 rund 12 × 12 m großen Fensterflächen haben die Architekten den Fassadenspezialisten Freyler Metallbau hinzugezogen. Erste Herausforderung in der Planung war es, eine statisch intelligente Lösung zu finden, ohne die ursprüngliche Hallenkonstruktion zu verändern.

Zudem musste das große Volumen innerhalb kürzester Zeit sowie während des laufenden Innenausbaus im Winter realisiert werden.

Partnerschaft mit Raico

In die 11,5 m hohe Halle mit ihrer bestehenden Tragkonstruktion mussten die ca. 100 m2 großen Pfosten-Riegel-Fassaden integriert werden. „Eine herkömmliche Lösung hätte aufgrund der großen Spannweiten schlecht funktioniert oder wäre sehr wuchtig ausgefallen“, so Stefan Gauss, Geschäftsbereichsleiter bei Freyler Metallbau (www.freyler.de). „Gemeinsam mit unserem Partner Raico haben wir daher eine Kombination entworfen, die mit einem Stahl-Querprofil die Konstruktion statisch optimiert und mit Aluminiumprofilen ergänzt wird.“

Diese Kombination besteht aus einer Therm+ FS-I Stahlfassade und einer Therm+ AV AI Aluminiumfassade von Raico (www.raico.de).

Schritt für Schritt montiert

Nach all den vorangegangenen Planungsschritten galt es nun das riesige Bauvolumen auch praktisch umzusetzen: Für den Umbau der 300 m langen und 120 m breiten Halle war nur ein halbes Jahr veranschlagt, noch dazu über die Wintermonate hinweg.

So wurde die Hallenfassade Stück für Stück geöffnet, parallel jeweils der Innenbereich geschützt und die neuen Fassadenelemente von Freyler Metallbau montiert. Dabei achteten die Monteure darauf, dass der Innenausbau problemlos weiterlaufen konnte.

Hinter die großen Fassadenflächen hat Freyler Metallbau zudem Heizungen auf Warmwasser-Basis installiert. So wird der Kaltluftabfall, den große Glasfassaden immer mit sich bringen, durch einen warmen Luftschleier optimiert. Damit herrscht in der riesigen Halle ein angenehmes Klima, wie in einem Park, der die offenen Bürowelten umgibt.

Die Halle ist gemäß Energiestandard KfW 70 gebaut und entsprechend gut gedämmt. Und der Ertrag einer Solaranlage mit 750 kW/peak auf dem Dach wird ins eigene Netz eingespeist. Zum Einsatz kam eine 3-fach Verglasung mit einem Ug Wert von 0,7 w/(m2K).—

www.heidelberg.com

  • Die neue Pfosten-Riegel-Konstruktion ist an das bestehende Stahltragwerk (gelb) angedockt.

  • Für die Fassadengestaltung zeichnete das Architekturbüro kab architekten verantwortlich, Planung und Montage der Glasfassaden übernahm Freyler Metallbau.

  • Auch für den Eingangsbereich hat Freyler elegante Lösungen, wie hier mit einer Drehtüre, gefunden.

  • 30 Glasfassaden lassen viel Licht in die 300 m lange und 120 m breite Halle.

  • Die Halle ist gemäß Energiestandard KfW 70 gebaut und somit gut gedämmt.

Foto: Freyler

Foto: kab architekten

Foto: Freyler

Foto: Freyler

Foto: Freyler

Literatur

  1. Teil: Fassade bei laufendem Innenausbau montiert
  2. Teil: Projekt Halle 10
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