Neu bei Energy Glas: Leichtes 3-fach-ISO aus vorgespanntem Dünnglas

14.06.2013 - Energy Glas fertigt ab sofort leichtes 3-fach-ISO aus vorgespannten Dünngläsern. Am 07. Juni wurden dazu ein Lisec-Vorspannofen sowie eine neue Produktionshalle am Standort Wolfhagen eingeweiht. Die GLASWELT war für Sie vor Ort.
Der Isolierglashersteller Energy Glas ist zwar ein junges Unternehmen, hat sich aber in kürzester Zeit eine Spitzenposition in Sachen Isolierglas erarbeitet. Mit der neuen Anlage zählt es zu den innovativsten Isolierglasherstellern in der DACH-Region. In die jüngsten Investitionen flossen nach Auskunft von Geschäftsführer Hans Franke rund 5 Millionen Euro. Positiv für die Glasverarbeiter: Das Land Hessen überreichte durch Wirtschaftsminister Florian Rentsch den Glasveredlern einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 960.000 Euro.

Auf die Frage der GLASWELT nach den Gründen für die Investition in einen neuen Vorspannofen, meint Hans Franke: "Wir wollten uns frühzeitig auf zukünftige Marktanforderungen einstellen. Mit unserem Neutralux triple-light reduzieren wir das Gewicht gegenüber einem "normalen" 3-fach-ISO um rund 1/3. Danach verlangen unsere Abnehmer aus dem Fensterbau.

Sein Sohn Mirco ergänzt: „Wir haben bewusst in den Lisec-Vorspannofen investiert, da wir damit problemlos auch 2 mm Floatglas vorspannen können. Diese Anlage ist in die ISO-Linie integriert. Das gab es bisher in Deutschland so noch nicht. Die Vorspanntechnik beruht auf einem Hochkonvektions-Luftsystem zur Erwärmung der Gläser, das auch gleichzeitig noch den Transport der Glases übernimmt. Damit sind wir zudem in der Lage, ein anisotropienfreies ESG herzustellen. Mit dieser Technik fertigen wir 3-fach-Isolierglas im Aufbau 3/2/3 aus drei thermisch behandelten Einzelgläsern."

Die ersten Testergebnisse der vorgespannten ESG- und TVG-Gläser zeigen nach Auskunft von Geschäftsführer Elmar Dohmann eine hervorragende Qualität und weisen ein sehr gutes Bruchbild auf - besser, als die Norm es fordert.

Die Investitionen sind nach Aussage von Kai Franke noch nicht abgeschlossen. Energy Glas plane für die Qualitätskontrolle in Scannertechnik zu investieren. Die Scanner sollen an den drei Glaszuschneidlinien positioniert werden, um Fehler frühzeitig zu erkennen, um so weitere, fehleroptimierte Produktionsabläufe zu realisieren.

Weiter wolle Energy Glas eine manuelle Prüfanlagen zur Kontrolle der Gasfüllmengen im Isolierglas anschaffen, an dessen Entwicklung Energy Glas im Rahmen des Projekts Fenstercheck beteiligt war (mehr dazu lesen Sie hier).

Matthias Rehberger
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