Veka kratzt an der Umsatz-Milliarde

Veka-Chef Andreas Hartleif im Gespräch mit der GLASWELT im Februar 2015
22.12.2015 - Die Veka-Gruppe resümiert das zu Ende gehende Jahr 2015: Es sei noch nicht ganz klar, ob das Ziel des Managements für dieses Jahr erreicht werde. „Knapp darüber oder darunter“, sagt Vorstandsvorsitzender Andreas Hartleif im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten – und meint damit das Erreichen der Umsatzmilliarde für die Gruppe.

Hartleif äußert sich aber durchweg zufrieden gegenüber der Zeitung. „2015 war für die Veka-Gruppe ein sehr gutes Jahr“, bilanziert er. „Veka hat sich, außer in den wirtschaftlichen Krisengebieten wie dem bedeutenden Markt Russland, gut behauptet.“

In Russland hätten die Auswirkungen der wirtschaftlichen Probleme mittlerweile die Bauindustrie erreicht. Deshalb müsse ein „deutlicher Umsatzeinbruch“ verkraftet werden. Die frühere „Erfolgsstory“ dort mache eine Pause, die Perspektiven seien aber weiterhin vorhanden.

Die anderen Veka-Töchter würden deutlich besser performen: Die Marktentwicklungen in den USA, England und Polen stellen das Management sehr zufrieden. Und auch die wieder besseren Perspektiven in Frankreich und Spanien tragen zu einer guten Stimmung bei. Auch in Südamerika, würde man an den Standorten in Chile, Brasilien und Argentinien nach über zehn Jahren Aufbauarbeit nun die ersten Früchte ernten können.

Und was den europäischen Markt angeht, so würden vor allem die Märkte in der Schweiz, in Italien und in den Benelux-Länder überzeugen. Hartleif spricht im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten hier von einer „stabilen Ertragslage“. Und in Deutschland werde der Umsatz das Planniveau voll erreichen, so der Veka-Chef.

Die Gealan-Gruppe, die in diesem Jahr erstmals komplett zum Umsatz beitrage, würde sich gut einfügen. Rund 20 Prozent Umsatzanteil trage der Systemgeber aus Oberkotzau zur Gesamtbilanz bei, die auch künftig selbstständig geführt werde. Die Ergebnissituation sei sehr zufriedenstellend. Ziele hätte man übertroffen „Insgesamt war es ein glücklicher Deal für die Veka- Gruppe“, meint Hartleif.

Spectral und Multibox stehen im Fokus

Hartleif äußerte sich auch zu Innovationen gegenüber der Regionalzeitung: Auf der kommenden FRONTALE werde man die Serienreife der Oberfläche Spectral vorstellen. Auch würde die „Multibox“, ein Fenstersystem, das einen Teil der Haustechnik übernimmt, im Vordergrund stehen. Ausgestattet ist es mit unsichtbaren, aufeinander abgestimmten Motoren, Sensoren und Ventilatoren, die mit einer Wetterstation verbunden sind. Allerdings ist es im Idealfall nicht mehr mit den klassischen Griffen zum Öffnen ausgestattet: Das Fenster öffnet oder schließt sich von alleine, etwa wenn das Raumklima nicht mehr ideal ist.

Dass vor allem in Ballungsräumen mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden müsse, komme auch der Fensterbranche zugute. „Deshalb sehe ich der Zukunft im für uns größten Markt Deutschland für die Veka-Gruppe zuversichtlich entgegen. Aber die USA werden Deutschland vom Umsatz her überholen“, prognostiziert der Vorstandschef gegenüber der Zeitung.

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