Lisec: Kantenbearbeitung als Schwerpunkt

Alexander Kronsteiner, Leiter Produktmanagement bei Lisec, vor einer Kantenbearbeitungsanlage
15.03.2016 -

Lisec, Anbieter von Anlagen und Software für die Verarbeitung von Flachglas verzeichnet auch einen Langzeiterfolg bei Anlagen für Bearbeitung von Glaskanten. Laut Plan will der österreichische Anlagenbauer bis Jahresende die 400. Kantenbearbeitungsmaschine ausliefern.

Die Erfolgsgeschichte begann Ende 1998, als die erste Kantenbearbeitungsanlage nach England ausgeliefert wurde – dabei handelte es sich bereits um eine Hochleistungs-Säumanlage die etwa alle 11 Sekunden eine Fensterscheibe gesäumt hat und viele Jahre in Betrieb war. Auslöser dafür war damals, neben der Anforderung, dass viele der Scheiben vor zu spannen waren, die gesetzliche Sicherheitsanforderung in der UK.

Alexander Kronsteiner, Leiter Produktmanagement bei Lisec: „Isoliergläser mussten gegen Schnittverletzungen geschützt werden. Das war mit dem Säumprozess kostengünstiger zu bewerkstelligen, als mit den bis dahin praktizierten Abdeckklebebändern rund um das Isolierglas“.

Bald danach stieg Lisec generell in den Bearbeitungsmarkt ein: Als erster Anbieter am Markt mit vertikaler Wasserstrahltechnologie. Es folgten vertikale Bearbeitungsmaschinen mit Umfangscheiben-Technologie – versehen mit Patenten, die äußerst qualitätsrelevant waren.

Zuvor waren alle Kantenbearbeitungsanlagen horizontal gebaut – Lisec war der Trendsetter der vertikalen Bearbeitung und bleibt dieser Linie treu und entwickelt sie konsequent weiter.

Bearbeitung von Kanten im Fokus

Der Anteil an gehärtetem Glas, wo zumindest ein Saum notwendig ist, sowie der Anteil an bearbeiteten Gläsern in der Innen- und Fassadenarchitektur sind ununterbrochen am Steigen. Daher wurden immer mehr gefräste und polierte Kanten, meist auch mit größer werdenden Formaten, benötigt. Dem widmet sich bei dem Hersteller aus Österreich ein eigenes Team aus Konstrukteuren, das sich um Maschinenbau und Automation kümmert und diese weiterentwickelt.

Die Bearbeitungssparte verfügt ebenfalls über einen eigenen Fertigungsbereich, hat ein eigenes Produktmanagement und hat eigene Schulungsexperten im Lisec Service- und Trainingscenter. Die wesentlichen Produktgruppen werden bei Lisec in naher Zukunft in Geschäftsbereichen abgebildet – so auch der Bereich Bearbeitungsmaschinen.

Wachsende Nachfrage

Bearbeitungsmaschinen von Lisec sind weltweit im Einsatz – vor allem in Ost- und Westeuropa, Australien, Teilen Asiens und den USA. Dabei zählen auch große Industriepartner zu den Kunden. Diese schätzten vor allem die Fähigkeit von Lisec, die stabilsten und langlebigsten Bearbeitungsanlagen zu bauen (es wird fast ausschließlich rostfreien Edelstahl verarbeitet) und auch bei schweren Anforderungen (Jumbogrößen und darüber) verlässliche, wirtschaftliche Qualität zu liefern.

„Seit Monaten verzeichnen wir eine verstärkte Nachfrage nach Bearbeitungsanlagen“, so Othmar Sailer, CEO von Lisec.

 

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