Mut zum Wandel: Neu denken statt anpassen

Die Kommunikationsexpertin ­Katja Korehnke hat eine Ausbildung zum ­Design Thinking Coach und ist Spezialistin für Innovationen und nachhaltige Technologien im Bereich Energie, Bau und Gebäudetechnik. Frau Korehnke schreibt in unserer Dezember-Ausgabe über den „Mut zum Wandel: Neu denken statt anpassen“.
30.11.2016 - Zwei Fragen, zwei Antworten: Wir wollten von der Kommunikationsexpertin ­Katja Korehnke wissen, worauf es ankommt, um zukunftsfähig zu sein. Korehnke ist Spezialistin für Innovationen und nachhaltige Technologien im Bereich Energie, Bau und Gebäudetechnik. Sie sagt: "Nehmen Sie die Ingenieurs-Brille ab!"

GLASWELT – Glas- und Fassadenhersteller testen neuartige Materialien und Verfahren und berichten darüber. Reicht das aus, um zukunftsfähig zu sein?

Katja Korehnke – Die Hersteller sind in der Tat sehr aktiv. Das Problem ist aber, dass sie bei der Entwicklung weiterhin vor allem durch die Ingenieurs-Brille schauen. Es gilt noch immer die Maxime, ein Produkt minutiös abzusichern, bevor es auf den Markt kommt. Es muss am besten zu 120 Prozent funktionieren und sicher sein. Bis der Kunde es zum ersten Mal sieht, können daher Jahre vergehen. Die Digitalisierung und die Geschwindigkeit, die sie in den Markt bringt, wirbelt diese Denke nun gehörig durcheinander. Kommt das ausgereifte Produkt auf den Markt, kann der Stand der Technik längst ein anderer sein. Die inzwischen mögliche sensorgesteuerte Vernetzung von Mensch und Maschine hat zudem entlang der gesamten Wertschöpfungskette Konkurrenten auf den Plan treten lassen, die traditionelle Anbieter bislang gar nicht kannten. Vor allem aber haben sich die Ansprüche der Kunden geändert. Durch das Internet wird vieles transparenter – der Preis, das Produkt, die Features. Und Kunden werden ungeduldiger und fordern einen sofort sichtbaren Mehrwert ein.

GLASWELT – Der Mittelständler muss also näher an den Endkunden?

Korehnke – Unbedingt. Unternehmen müssen verstärkt vom Kunden nicht von einem Produkt aus denken. Zuhören ist hier das Stichwort. Denn ob ein Kunde sich für den Kauf eines Produktes entscheidet oder dagegen, hängt davon ab, ob das Unternehmen die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Kunden erkannt hat. Dabei gilt es, nicht nur das Produkt, sondern die gesamte Wertschöpfung zu betrachten. Der Anbieter muss sich fragen, ob er seine Kunden bei all ihren Aktivitäten unterstützt. Angefangen bei der Installation über die Wartung bis zur Entsorgung.

So sieht die Zukunft aus

Das vollständige Interview und den Beitrag "Mut zum Wandel: Neu denken statt anpassen" lesen Sie in der nächsten Ausgabe der GLASWELT, die am 07.12. erscheint. In unserem Top-Thema blicken wir dabei mit Zukunftsforschern in die Branchen-Glaskugel: Wie entwickelt sich der Markt, welche Produkte setzen sich durch und wie wird die Produktion in der Zukunft organisiert?
www.glaswelt.de/abo 

Übrigens: Katja Korehnke und ihr Team bieten am 13. Februar 2017 einen Design Thinking Workshop zu dem Thema "Wie lassen sich grüne Nutzererlebnisse von Smart Home Produkten erzeugen?" in Berlin an. Mehr Informationen bekommen Sie bei http://korehnke-kommunikation.de/innovation-lab-berlin/

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