Studie: Mit welchen Fenster-Beschlagsarten Geld zu verdienen ist

22.11.2017 - Die Nachfrage nach Fensterbeschlägen in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) stagniert 2017 erneut. Rund 17,4 Mio. abgesetzte Beschlagsgarnituren bedeuten sogar ein leichtes Minus um -0,6% gegenüber dem Vorjahr. Zwei Gründe sorgen allerdings dafür, dass Beschlägemarkt bei wertmäßiger Betrachtung gestiegen ist.

Der Trend sinkender Absatzzahlen setzt sich damit weiter fort. Bis 2020 soll der Absatz um weitere 0,2% jährlich sinken, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Billige osteuropäische Konkurrenz

Der Grund für die generelle Wachstumsflaute, liegt vor allem an der Billigkonkurrenz der osteuropäischen Länder. „Von der Bauoffensive profitieren vor allem ausländische PVC-Fensterproduzenten“, erklärt Laszlo Barla, Autor der Studie. Vor allem Wohnbauprojekte in Ballungszentren sind preisgetrieben, weshalb Anbieter aus Osteuropa in der Regel den Zuschlag erhalten. Die Zahl der Importe ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, was sich im Umkehrschluss auf die nationale Produktion ausgewirkt hat.

Einbruchschutz und hochwertige Schiebeelemente im Kommen

Trotz der schwierigen Situation heimischer Anbieter von Fensterbeschlägen wird der Beschlägemarkt bei wertmäßiger Betrachtung ansteigen. Dies hat zwei Gründe: Erstens sorgt das Thema Einbruchschutz für qualitativ höherwertige Beschläge, was sich in steigenden Durchschnittspreisen widerspiegelt. Zweitens: Während die Zahl einfacher Fensterbeschläge in der DACH-Region rückläufig ist, wächst die Zahl der hochwertigen Schiebeelemente kontinuierlich. So stieg der Marktanteil dieser Produktgruppe im Wert seit 2012 von 19,7% auf 24,6%. Diese Entwicklung hat auch mit den stark steigenden Durchschnittspreisen in diesem Segment zu tun (+12% seit 2012 bei Falt-Schiebeelementen).

Hebe-Schiebeelemente im Trend

Der Löwenanteil des Absatzes liegt im Bereich Fenster und Balkontüren.  

  • Der Dreh-Kipp-Beschlag ist der mit Abstand Populärste: 3 von 4 Fenster sind Dreh-Kipp-Beschläge (76,8%).
  • Danach folgen Dreh-Beschläge (Innen) mit 21,7% (in der Schweiz ist dieser Anteil wesentlich höher und liegt bei knapp 40%).
  • Mengenmäßig machen großflächige Schiebelemente zwar nur 2% des Marktes aus, trotzen jedoch dem sonstigen Negativtrend. Im Jahr 2017 wurden 346.700 Stück in diesem Segment in der DACH-Region abgesetzt. Insgesamt rechnet IC in diesem Bereich bis 2020 mit einem mengenmäßigen Wachstum von 3,9% pro Jahr. Während Falt-Schiebe-Elemente in allen Märkten ein Nischendasein fristen, liegen die Hebe-Schiebe-Elemente voll im Trend.

www.interconnectionconsulting.com  

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