Bundesverband ProHolzfenster bietet Gruppenzertifizierung an

BPH-Geschäftsführer Heinz Blumenstein (r.) und Bernd Bielen vom IBT Netzwerk für Nachhaltigkeit.
10.04.2018 - Der Bundesverband ProHolzfenster e.V. (BPH) bietet seinen Mitgliedern eine Gruppenzertifizierung nach PEFC-Standard an, die es ermöglicht, auch FSC-zertifiziertes Holz zu verwenden. Eine Doppelzertifizierung ist somit nicht notwendig.

„Auch wenn wir dagegen gekämpft und Verbesserungen in der Nachweispflicht erreicht haben – seit der Veröffentlichung des ministerialen Leitfadens im Oktober 2017 zum Erlass zur Beschaffung von Holzprodukten ist es amtlich: Wer sich an Ausschreibungen des Bundes beteiligen will, muss sich zertifizieren lassen oder entsprechende Einzelnachweise bei Projekten erbringen“, berichtet BPH-Geschäftsführer Heinz Blumenstein.

Fensterbauer müssen bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen nachweisen, dass das von ihnen verbaute Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. So steht es im gemeinsamen Leitfaden vom 6. Oktober 2017 zum gemeinsamen Erlass zur Beschaffung von Holzprodukten mehrerer Bundesministerien. Zusammen mit anderen Verbänden der Holzwirtschaft hatte der Bundesverband ProHolzfenster starke Bedenken gegen die Produktkettenzertifizierung geäußert, die vor allem kleine und mittlere Fensterbaubetriebe vor Probleme stellt.

Lösung für BPH-Mitglieder erarbeitet

„Damit unseren Mitgliedern künftig keine Nachteile bei öffentlichen Ausschreibungen entstehen und sich ihr Aufwand dennoch in Grenzen hält, haben wir jetzt eine Lösung erarbeitet“, berichtet BPH-Geschäftsführer Heinz Blumenstein. In Zusammenarbeit mit dem It’s Business Time Netzwerk für Nachhaltigkeit (IBT) können BPH-Mitgliedsunternehmen zu Sonderkonditionen an einer PEFC-Gruppenzertifizierung teilnehmen. Bei der Zertifizierung durch IBT erhält jeder Betrieb sein eigenes PEFC-Zertifikat, ausgestellt durch TÜV Rheinland DIN Certco. Auch Einzelnachweise sind möglich.

Doppelzertifizierung entfällt

Die Besonderheit: Eine zusätzliche Zertifizierung nach FSC-Standard ist dabei nicht notwendig, da IBT es seinen PEFC-zertifizierten Betrieben ermöglicht, auch FSC-zertifiziertes Holz zu verwenden. „Dies erspart den Handwerksbetrieben eine aufwendige und kostenintensive Doppelzertifizierung“, erläutert Blumenstein. Die öffentliche Hand muss beide am Markt etablierten Systeme – PEFC und FSC – als gleichwertig akzeptieren und darf in der Ausschreibung keine bestimmte Zertifizierung vorgeben oder bevorzugen.

Durch ihren Anschluss an IBT erfüllen die Fensterbaubetriebe nicht nur die Anforderungen der öffentlichen Hand. Die Verantwortlichen werden laufend geschult, informiert und dahingehend sensibilisiert, branchengefährdende Vorkommnisse zu erkennen und entsprechend zu reagieren. IBT-Gruppenmanager Bernd Bielen ist überzeugt: „Die Teilnahme an unserer Zertifizierungsgruppe hilft den Fensterbaubetrieben, erfolgreich an öffentlichen Ausschreibungen teilzunehmen und sichert die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen durch verantwortungsvolles Handeln.“

Wer sich für die PEFC-Gruppenzertifizierung des Bundesverbandes ProHolzfenster interessiert, findet unter www.zertifizierung.jetzt weitere Informationen. Auskunft gibt auch der Bundesverband ProHolzfenster e.V. Ab Juni wird der BPH zu diesem Thema einige regionale Informationsveranstaltungen durchführen.

www.proholzfenster.de 

 

 

 

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