So teuer sind Fenster in Österreich

29.09.2018 -

Wollten Sie immer schon mal wissen, zu welchen Preisen ein Fenster (1000*1500mm) im Handel angeboten wird? Bei einem Mystery-Shopping-Test kam heraus, dass ein Tiroler Kunde für ein PVC-Fenster 450 Euro bezahlt. Auch die Preise für Hebe-Schiebeanlagen und Montageleistungen wurden abgefragt.

Die Fensterpreise in Österreich zeigen große Unterschiede, wie ein Mystery-Shopping-Test von Interconnection Consulting ergab. Insgesamt wurden dabei 17 Fenstermarken unter die Lupe genommen. Erhöhte Sicherheit und bessere Wärmedämmung erhöhen die Preise der Fenster. Darüber hinaus gibt es auch geografische Preisunterschiede. So müssen die Tiroler für PVC-Fenster am tiefsten in die Tasche greifen.

Sicherheitsaufschlag für Fenster

Mit 452,5 Euro liegt Tirol beim Preis von PVC-Fenstern noch vor der Bundeshauptstadt Wien (403,1 €). Danach folgen Burgenland (380,6€) und Vorarlberg (370€). Vor allem die erhöhte Sicherheit beim Fenster, durch Features wie sperrbare Griffe, erhöhen den Preis spürbar. Im Vergleich zum Standardmodell sind die Preise für Sicherheitsfenster durchschnittlich um 61,1% teurer. Bei PVC-Fenster mit einem Ug-Wert von 0,5 und einem Uw-Wert von 0,71-0,75 W/m2K liegt der durchschnittliche Preis für Fenster mit erhöhter Sicherheit bei 424,4 Euro.

Der Test zeigt, dass WAKU bei Fenstern der Größe 1000 x 1400 mm mit 231,3 Euro die billigsten PVC-Fenster anbietet und Rieder mit 832,9€ das Hochpreissegment anführt.

Wien bei Holz/Alu-Fenstern am teuersten

Bei Holz/Alu-Fenster mit Standard-Sicherheitsfenster und einem Ug-Wert von 0,5 lag der Preis bei 625,4 Euro. Mit erhöhter Sicherheit musste man als Konsument durchschnittlich 665,2 Euro berappen. Um ein drittel teurer sind Holz/Alu-Fenster mit einem Ug-Wert von 0,6, was vor allem an besseren Rahmen- und Bautiefenwerten liegt. Durchschnittlich lag der Aufpreis für Fenster mit erhöhter Sicherheit bei 42,3%.

Am teuersten sind die Holz/Alu-Fenster in Wien mit durchschnittlich 740 Euro, am günstigsten in der Steiermark mit 534,4 Euro. Strussnig verkauft unter den teilnehmenden Händlern mit 532,5 Euro die günstigsten Holz/Alu-Fenster (1000 x 1400). Am anderen Ende der Preisskala befindet sich Hrachowina.

Bei PVC-Hebeschiebetüren lag der Durchschnittspreis bei 4.280 Euro. „Dabei zahlt man nicht für Sicherheitsfeatures oder gute Wärmewerte sondern auch für die Marke“, wie Viorica Jeler, Autorin der Studie, erklärt. Bei Holz/Alu-Hebeschiebetüren liegt der Durchschnittspreis bei 6.700 Euro.

Rabatte statt günstige Verkaufspreis

Auch die Montagepreise wurden beim Mystery-Shopping-Test angefragt. Der Durchschnittspreis lag bei 2.274 Euro. Insgesamt lagen die Montagepreise in Vorarlberg am höchsten (2.886 Euro) und in Kärnten am niedrigsten (1.860 Euro). Bezugnehmend zu den Fensteranbietern kompensiert Rieder seine hohen Montagepreise auch durch die großzügige Vergabe von Rabatten. In dieser Rangliste liegt Rieder mit 46,5% weit voran. Danach folgen Bruckner mit 23% und Rekord mit 20%. Rund die Hälfte der Händler (51%) gewähren Rabatte vorbehaltlos. 10,3 Prozent vergeben Rabatte nur nach einem persönlichen Gespräch bzw. beim Vertragsabschluss.

www.interconnection.com 

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