Netzwerk und Prüfangebot von ift und UL erweitert

Von der Prüfplanung über Prüfung und Fremdüberwachung bis zum fertigen „Zertifikat zur Bescheinigung der Leistungsbeständigkeit“ kommt alles aus einer Hand – das bringt Synergien und Schnelligkeit
14.11.2018 - Das ift Rosenheim hat seine internationale Ausrichtung durch Anerkennungen in den USA, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ausgebaut. Dies bietet auch Fenster- und Fassadenherstellern Vorteile, die Projekte weltweit realisieren. Das Kernstück des ift-Netzwerkes sei die Kooperation mit der weltweit tätigen Prüf- und Zertifizierungsstelle UL. Lesen Sie, was das mit dem lukrativen US-Markt zu tun hat.

Auch in unserer Branche finden sich Anbieter aus aller Welt. Das ist aber keine Einbahnstraße nach Deutschland, sondern gilt in beide Richtungen. Viele Hersteller von Fenstern, Fassaden, Türen und Zubehörteilen nutzen Ressourcen in anderen Ländern oder besetzen dort erfolgreich das Premiumsegment. Denn in den meisten Ländern schätzen zahlungskräftige Kunden Produkte „Made in Germany“, sowohl aus Prestigegründen als auch aufgrund hoher Funktionalität und Qualität.

Deshalb wurde die ift-Präsenz im Kernmarkt Europa ausgebaut. Seit dem Sommer 2018 gibt es nun mit ift Hellas in Griechenland und ift Hvratksa in Kroatien eigenständige Gesellschaften, die Prüfungen und Dienstleistungen in eigener Verantwortung anbieten und abwickeln. Für die Kunden bedeutet dies ein Plus an Schnelligkeit und teilweise geringere Kosten, weil eine langwierige Anreise vermieden wird. Damit wird ein Großteil von Südosteuropa abgedeckt.

Die internationale Stellung des ift Rosenheim wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) durch die Anerkennung des „Civil Defence Department“ für Prüfung und Zertifizierung von Bauprodukten mit Brand- und Rauchschutzanforderungen sowie die Kooperation mit der kanadischen Prüf- und Zertifizierungsstelle „Quality Auditing Institut (QAI)“ ausgebaut. Das ift führt als Inspektionsstelle für QAI den größten Teil der Überwachungen von Bauprodukten in Europa durch, so dass die Abwicklung vereinfacht wird und sich preisliche Vorteile durch reduzierte Reisekosten ergeben.

Das Kernstück des internationalen Netzwerkes sei die Kooperation mit der weltweit tätigen Prüf- und Zertifizierungsstelle UL (Underwriters Laboratories). Das Spezial-Know-how der ift-Experten bei Fenstern, Türen und Fassaden plus das Expertenwissen bei Sicherheit und die globale Präsenz von UL sind nun operativ verfügbar.

Viele ift-Kunden sind in den Ballungszentren der amerikanischen Ostküste tätig, die leicht per Schiffsfracht bedient werden können. Zudem genießen die Bauelemente aus Europa in Bezug auf Qualität, Technik und Energieeffizienz in den USA einen hervorragenden Ruf.

Für deutsche Fenster- und Fassadenbauer gibt es attraktive Marktchancen, weil eine Vielzahl alter Hochhäuser Fenster und Glasfassaden mit Einfachverglasung haben, die energetisch saniert werden müssen. Die Prüfungen, Nachweise und Produktionsüberwachungen können in Rosenheim gemacht werden – sie werden in den USA und Kanada über UL anerkannt, auch gemäß AAMA, CSA oder WDMA-Standards.

Eine besondere Rolle weltweit spielt der bauliche Brandschutz. Ob in Indien, Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Großbritannien – große Brandkatastrophen führen zur drastischen Verschärfung der Anforderungen. 

In Europa wird durch die Einführung der Produktnorm EN 16034 „Türen, Tore und Fenster – Produktnorm, Leistungseigenschaften – Feuer- und/oder Rauchschutzeigenschaften“ und der möglichen CE-Kennzeichnung der Markt größer und neu verteilt. Mit dem Ende der Koexistenzphase Ende Oktober 2019 entfällt das bisherige System der bauaufsichtlichen Zulassungen. Zusammen mit der Harmonisierung der EN 14351-2 für Innentüren Mitte 2019 wird eine große Dynamik in den europäischen Markt von Bauelementen mit Anforderungen an Feuerwiderstand und Rauchschutz erwartet. Um dem erwarteten Ansturm an Prüfungen und der normativ geforderten Fremdüberwachung gerecht zu werden, wurden die Prüfmöglichkeiten im Rosenheimer Brandschutzzentrum von UL und ift ausgebaut und komplettiert.

Neben den vorhandenen Brandöfen (8 m × 5 m und 5 m × 5 m) sind drei weitere Prüföfen hinzugekommen:

  1. Kombi-Prüfstand (Floor Furnace): Prüfungen an horizontalen (5 m × 4 m) und vertikalen (4 m × 2,5 m) belasteten/unbelasteten Bauteilen nach ETK-, UL-, HC- und RWS-Kurve. Die Belastung erfolgt mit 16 Zylindern á 5 Tonnen, 10 Zylindern á 10 oder 20 Tonnen (pro Bügel nicht mehr als 60 Tonnen).
  2. Säulen-Prüfstand (Column Furnace): Prüfungen an Säulen/Stützen (Größe 3 m × 3 m × 3 m) nach ETK-, UL-, HC- und RWS-Kurve, belastet oder unbelastet mit einer rückseitigen Belastungseinrichtung für 500 Tonnen.
  3. Kleinprüfstand (Small Scale Furnace): Prüfungen an vertikalen (1,5 m × 1,5 m) und horizontalen (1,5 m × 2 m) Bauteilen nach ETK-, UL-, HC- und RWS-Kurve, unbelastet.

Ebenso hat die Notifizierte Produktzertifizierungsstelle (NPZ) in Nürnberg organisatorisch und personell „aufgerüstet“, um den ift-Kunden den notwendigen Service zu bieten. Die NPZ des ift Rosenheim kann hier auf mehr als 17 Jahre Prüferfahrung, auf über 2.000 Brandschutzprüfungen, gutachtliche Stellungnahmen sowie bereits jetzt auf über 50 EXAP-Berichte verweisen. 

www.ift-rosenheim.de 

 

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