Neu gegründete Initiative setzt sich für Standards beim digitalen Türzugang ein

v. l. unten: Julia Rubin (Kiwi), Udo Roggendorf (Arbonia, Prüm-Garant), Dr. Christoph Enaux (Greenberg Traurig), Marco Müller (Arbonia, Prüm-Garant), Karsten Nölling (Kiwi), Robert Lipinsky (Gegenbauer) v. l. oben: Sebastien Weisse (Hager Group), Stefan Meffert (Immobilien Service Deutschland), Thomas Carnaghi (Hager Group), Thorsten Kürzinger (Abus), Lennart Svensson (Schindler Deutschland), Ulrike Bettge (Gegenbauer), Sven Stuhlmann (Abus), Holger Rentel (Deutsche Wohnen)
26.11.2018 -

Führende Akteure der Immobilienwirtschaft haben sich auf die Gründung der „Initiative Digitaler Türzugang“, kurz IDiT, verständigt. Die Ziele der Initiative: Aufklärung über digitale Türzugangssysteme betreiben, Geschäftsmodelle aus wirtschaftlicher, technischer und rechtlicher Sicht untersuchen und sich für einheitliche technische und rechtliche Standards für digitale Türzugangssysteme einsetzen.

Mitte November wurde dazu ein entsprechendes Konzeptpapier verabschiedet. Zu den beteiligten Gründungsunternehmen gehören

  • Deutsche Wohnen,
  • Kiwi,
  • Schindler Deutschland,
  • Gegenbauer,
  • Greenberg Traurig,
  • Prüm, Garant,
  • Immobilien Service Deutschland,
  • Abus und
  • Hager Group mit Türsprechanlagen der Marke Elcom.

Die Gründungsunternehmen, die der Wohnungswirtschaft und ihren Dienstleistern angehören, sehen im digitalen Zutritt großes Potential. Dem flächendeckenden Einsatz stehen heute jedoch einige Hemmnisse entgegen, für die die Unternehmen gemeinsam Lösungen erarbeiten wollen.

Das Wohnungsunternehmen Deutsche Wohnen sieht im digitalen Türzugang große Chancen, aber auch Herausforderungen: „Türzugang spielt bei sehr vielen Kernprozessen der Wohnungswirtschaft eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Steuerung von Handwerksdienstleistungen oder Mieterwechseln. Entsprechend wichtig ist es, dass zwischen verschiedenen Systemen offene und sichere Schnittstellen für reibungslos funktionierende Prozesse bestehen. Im Hinblick darauf ist der digitale Zugang auch ein wichtiges Thema bei der Erhöhung von Service und Komfort für unsere Kunden“, erläutert Holger Rentel, Director der Deutsche Wohnen.

Dr. Christoph Enaux, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Greenberg Traurig, denkt an die Entstehung weiterer Geschäftsfelder: „Digitaler Zugang als Plattform ist deutlich mehr, als nur eine Zutrittsberechtigung für eine einzelne Tür zu vergeben. Im Ökosystem des Türzugangs entsteht eine Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkeiten, die auch zahlreiche neue rechtliche Fragen aufwerfen. Über die IDiT wollen wir diese Fragen frühzeitig erkennen und lösen, um so auch bei den Geschäftsmodellen Branchenstandards zu schaffen und Silo-Lösungen zu vermeiden.

Für KIWI Geschäftsführer Karsten Nölling ist auch der Informationsaspekt ein wesentlicher Beweggrund, die Initiative ins Leben zu rufen: „Vielfach besteht heute noch Unwissen und Unsicherheit über die Anwendungsmöglichkeiten und damit verbundenen Chancen, aber auch Grenzen und Risiken beim digitalen Türzugang. Wir sind froh, in der Initiative wichtige Akteure aus Wohnungswirtschaft, etablierten Dienstleistern und PropTechs zusammen zu bringen, um gemeinsam die wesentlichen Fragen nicht nur zu stellen, sondern auch zu lösen.

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