Studie glaubt an sehr stabilen Fenstermarkt bis 2021

30.11.2018 -

Der Markt für Fenster in Westeuropa wird in diesem Jahr um 3,6% ansteigen. Bis 2021 wird ein durchschnittliches Wachstum für die Branche von 3,3% prognostiziert, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt. Für den deutschen Fenstermarkt sagt man 2018 ein Plus von 5,4% voraus. 

Der Markt für Fenster in Westeuropa wird in diesem Jahr um 3,6% ansteigen. Bis 2021 wird ein durchschnittliches Wachstum für die Branche von 3,3% prognostiziert, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt. Fast alle untersuchten Regionen, außer Großbritannien & Irland, weisen dabei robuste Steigerungsraten auf.

Südeuropa auf gutem Weg

Südeuropa mit Italien, Spanien und Portugal ist mit einem Wachstum von über 5%, ist die stärkst wachsende Region. Dies hat auch mit einem Aufholprozess zu tun, denn zwischen 2010 und 2018 sank der Marktanteil der südeuropäischen Länder um 42,9% auf 11,8%. Italien schaffte den Turnaround 2017 und schreibt seitdem wieder positive Wachstumszahlen. So wird z.B. der Neubausektor 2018 um 13,8% ansteigen.

Die Region mit dem höchsten Marktanteil (34,9%) ist die DACH-Region. Deutschlands Fenstermarkt wird dabei in diesem Jahr um 5,4% zulegen.

Frankreich sorgt für Optimismus

Die zweitgrößte Region ist Frankreich & Benelux mit einem Anteil von 23,5%. Das Wachstum der Region 2018 wird 3,1% in Menge betragen und dabei knapp unter dem Gesamtdurchschnitt von 3,2% liegen. Vor allem der Neubaubereich in Frankreich sorgt weiterhin für Optimismus. „Wir erwarten eine stetige Steigerung der Gebäudefertigstellungen für die kommenden Jahre“, erklärt Tobias Stickelberger, Autor der Studie.

Mit einem Wachstum von 3,8% können auch die nordischen Länder Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland stabile Steigerungsraten aufweisen. Die Wachstumslokomotive unter den nordischen Ländern ist Schweden mit einem Wachstum von 4,8% am Fenstermarkt im letzten Jahr. Gerade die Vorstädte der Metropolen Stockholm, Malmö und Göteborg verzeichnen dabei einen Bauboom.

Die einzige Region, dessen Wachstum stagniert ist Großbritannien & Irland mit einem prognostizierten Wachstum von unter einem Prozent für 2018. Dabei wird sich die Lage für die Wirtschaft und damit auch die der Fensterindustrie auch in den nächsten zwei Jahren wohl nicht zum Guten ändern.

Renovierung und Wohnbau sind Cash-Cows

Insgesamt dominiert der Renovierungssektor den Fenstermarkt in allen Regionen. Während in der DACH-Region die Dominanz noch relativ schwach gegenüber dem Neubau ausgeprägt ist (51:49), liegt das Verhältnis demgegenüber in Südeuropa bei 70:30.

Der Wohnbau ist in allen Regionen der wichtigste Fenstermarkt. Am stärksten ist diese Ausprägung in der Region Frankreich & Benelux mit einem Anteil von 73,7%.

4 von 10 Fenster werden mit PVC-Rahmen bestückt. An zweiter Stelle liegt Metall mit 25,9% vor Holz mit 16,6%.

Wichtige Unternehmen werden in der Studie auch genannt: Aluplast, Guardian, Saint-Gobain, Internorm, AFG, Finstral, Schüco, Velux, Rehau.

Www.interconnectionconsulting.com 

  • zurück
  • Druckansicht
  • Versenden

Weitere Artikel zum Thema

GLASWELT-Newsletter

Ja, ich möchte folgenden Newsletter abonnieren:

GLASWELT-Newsletter
» Weiter Informationen zum GLASWELT-Newsletter
Kommentare

Energiesparen steht nicht mehr auf der Agenda

Ich habe eine Vorschlag für das Unwort des Jahres: #Dieselgipfel. Jetzt werden wir über die... mehr

Alle Kommentare