Inhaltsverzeichnis 10-2006

Es ist wieder Glaszeit in Düsseldorf

Inhalt

Wo sind Europas Fenster-Hochburgen?

im Jahr 2005 wurden 76 Mio. Fenstereinheiten am europäischen Fenstermarkt verkauft. Das entspricht einer Wachstumsrate von + 0,6 %. Trotz dieser vergleichsweise unbefriedigenden Zahlen, gibt es genug Wachstumsnischen in denen Unternehmen Gewinne erzielen können. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Interconnection Group hervor. Die Studie zeigt zudem, in welchen Regionen und Segmenten das Wachstum noch boomt.

Vorsichtiger Optimismus

Der Flachglas MarkenKreis hat sein diesjähriges Jahrestreffen in Fulda durchgeführt. Auf dem Programm der Gruppe mittelständischer Glashersteller und Händler um die Gelsenkirchener Systemzentrale standen u. a. die Bewertung der Marktsituation für Isolierglas sowie verkaufsfördernde Maßnahmen.

Stabilität und Sicherheit

Zu den wichtigen Innovationen im Fensterbau gehören geklebte Fensterkonstruktionen, integrierte Metallfassaden und neue Beschichtungsmöglichkeiten bei Holzfenstern. Über Entwicklungen und Neuerungen in diesen Bereichen informierten Branchenexperten auf den materialspezifischen Fachtagungen des VFF und der Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V.

Optimierter Glaszuschnitt

Weltpremiere bei Glas Herzog in Kirrlach: mit einer unterhaltsamen und zugleich informativen Einweihungszeremonie wurde am 15. September die Inbetriebnahme eines neuen Online-Zuschnitt-Sortiersystems gefeiert. Rund 150 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil und konnten sich einen unmittelbaren Eindruck über die optimierte Glas-Zuschnittstechnologie machen. Ein Vortrag von Dr. Bernd Wirsam zum Thema „Jede Zeit hat ihre Optimierung“ rundete das Programm ab.

Jede Optimierung hat ihre Zeit

IM ANSCHLUSS AN DIE Präsentation bei Glas Herzog stand Dr. Bernd Wirsam GLASWELTChefredakteur Hilmar Düppel Rede und Antwort. Im Mittelpunkt stand „DynOpt“. Das neue System stellt Albat + Wirsam auch auf der Glasstec in Halle , Stand C ausführlich vor.

Räume leben lassen

Seit 25 Jahren entwirft Guy Kemper Kunstwerke aus Glas. Seine farbigen Fenster sind auf Flughäfen, in Kirchen und Privathäusern zu sehen. Zuletzt wurde u. a. am Ground Zero die St. Joseph-Kapelle eingeweiht – mit einem Glasfenster des in Lexington, Kentucky lebenden Künstlers. Realisieren lässt Guy Kemper die meisten seiner Projekte in Deutschland. Von hier bezieht er auch das mundgeblasene Glas, das für ihn ein einzigartiges Arbeitsmaterial ist.

Vielfältige Einsatzbereiche

Beim Wärmeschutz von Gebäuden bilden Fenster trotz beachtlicher Fortschritte z. B. in der Beschichtungstechnik immer noch die entscheidende thermische Schwachstelle. Während opake Fassaden beim Passivhaus-Standard mittlerweile U-Werte von 0,15 W/m²K erreichen, liegen die UW- Werte (Verglasung inkl. Rahmen) exzellenter Fenster lediglich bei 0,8 W/m²K, also um den Faktor 5 darüber. Generell weisen hochdämmende Fenster durch ihren bisherigen Dreischeibenaufbau große Systemstärken (> 30 mm) und ein hohes Gewicht auf.

Der Schönheit verpflichtet

DIE KEPKA ART AUS Euskirchen schafft Glasdesign mit höchsten Ansprüchen und Wohlfühlfaktor. Der Erfolg des Familienunternehmens liegt in der Kombination aus einem über viele Generationen gewachsenen künstlerischen Know-how und der Perfektionierung der Sandstrahltechnik

Lüften mit Fenstern

Fensterhersteller, -konstrukteure und -anbieter befinden sich in einer Art Pattsituation – offensichtlich ohne den Absturz zu ahnen. Man sonnt sich in beachtlichen Erfolgen beim Dichtmachen jeglicher Außenfugen, verbunden mit einem vorbildlich hohen Dämm-Niveau. Die Grabenkämpfe werden dennoch an der Preisfront ausgetragen. Während Bau-,Feuchte- und Schimmelschäden rund um das Bauteil Fenster munter Wurzeln schlagen. Im Kielwasser dieser Misere nimmt die „Freie Lüftung“ endlich Gestalt an.

Der Turmbau zu Dortmund

IM ZUGE EINER UMFASSENDEN Fassaden- und Haustechniksanierung wurde aus dem über Jahre alten Gebäudekomplex des Dortmunder Energie- und Wasserversorgers DEW ein Referenzobjekt. Der markante Gebäudeturm repräsentiert modernste Fassadentechnik: Aus der Kombination neuester Fenster-Systemtechnik mit einer beschlagtechnischen Sonderlösung für die Außenhaut entstand die vermutlich erste, komplett von innen zu reinigende Doppelfassade der Welt.

Innovative Technologie für die „Warme Kante“

Weltweit steigt die Nachfrage nach Abstandhaltersystemen für die „Warme Kante“. Die Anforderungen an verbesserte Wärmeisolierung im Bau und die damit verbundene Nutzung von Energieeinsparpotenzialen wird auch seitens der nationalen und internationalen Gesetzgeber forciert. Gerade beim Fenster nimmt diese Entwicklung inzwischen einen sehr hohen Stellenwert ein, wobei insbesondere die „Warme Kante“ einen entscheidenden Beitrag zur Erfüllung der gesetzlichen Forderungen leisten kann.

Eine Frage der Dauerhaftigkeit

Erst mit der auf Öl basierenden Entwicklung (Polymer, Kunststoffindustrie) in den 60er Jahren erlebten die Kleb- und Dichtstoffe einen Aufschwung und erreichten die heutige Bedeutung. Im Baubereich erlebten Dicht- und Klebstoffe einen neuen Stellenwert durch die moderne Glasarchitektur, beispielsweise Structural glazing seit 1963 und der Fassadenverklebung (Panel Bonding) seit Anfang der 70-iger Jahre. Im Automobilbau fanden Kleb- und Dichtstoffe mit der Direktverglasung in den späten 70-iger den Einzug. Heute ist die elastische Verklebung im Automobilbereich nicht nur bei Frontscheiben Standard, sondern auch bei tragenden Karosserieteilen, um den Ansprüchen an Stabilität und Sicherheit gerecht zu werden.

Sicherer Glastransport

SUPERTRUCKS, Erfinder des Leichtmetall Glasreffs für Nutzfahrzeuge und gleichzeitig Groß­britanniens größter Hersteller von Spezial- Fahrzeugen und Zubehör für den Glastransport, hat aktuell seine umfassendste Einzelinvestition in neue Bearbeitungsmaschinen getätigt. Über 300 000,– Britische Pfund wurden zur Steigerung der Produktivität- und der Qualitätsstandards eingesetzt.

Montage leicht gemacht

MIT DEM AUFSEHEN ERREGENDEN Design des neuen Mercedes-Benz Museums gelingt es dem Stararchitekten Ben van Berkel, State of the Art, Architektur mit anspruchsvollster Automobiltechnik zu verbinden. Markant ist hierbei das elegant geschwungene Fensterband der Außenverglasung, das entlang der Ausstellungsebenen führt.

Mit Sicherheit sauber

Im Gegensatz zu konventionellen Lösungen bereiten die Anlagen eines norddeutschen Herstellers das in der Glasbearbeitung anfallende Prozesswasser zu 100 Prozent wieder auf. Das schont Umwelt, Maschinen und Werkzeuge sowie den Geldbeutel. Und der Ablauf ist voll automatisiert, also weniger personalintensiv als üblich. Die ab einer bestimmten Baugröße zwingend vorgeschriebenen Sicherheitsrichtlinien erfüllt der Anbieter neuerdings direkt mittels einer fehlersicheren Steuerung aus dem Spektrum des Marktführers für innovative Automatisierungs- und Antriebstechnik.

Eine Folge zu hoher thermischer Belastungen

Gegenstand dieser Gutachtlichen Stellungnahme sind die Glassprünge in verschiedenen Sonnenschutz-Isolierglaseinheiten einer Fertigungshalle in Donautal. Zur Aufgabe des Sachverständigen gehörte die örtliche Inaugenscheinnahme der gesprungenen Sonnenschutz- Isolierglaseinheiten in der Fertigungshalle sowie die Feststellung der Schadensursache.

Thermische oder mechanische Ursache?

In dem vorliegenden Gutachten ist die Schadensursache zu klären, ob der Riss in einem Kistallspiegel durch mechanische oder thermische Beanspruchungen hervorgerufen wurde. (Namen und Ort wurden von der Redaktion geändert.)

Die Zukunft im Blick

AM 24. OKTOBER IST es soweit: Die Glasstec 2006 in Düsseldorf bietet der Glasbranche ein internationales Forum – zum Informations- und Wissensaustausch, zur Kontaktpflege und Geschäftsanbahnung. Über 1100 Aussteller aus 42 Ländern haben sich angemeldet, die eine Nettoausstellungsfläche von mehr als 62 000 m² belegen. Hinzu kommen auf zusätzlichen etwa 4500 m² weitere 150 Teilnehmer an Sonderschauen und aus den Bereichen Forschung und Lehre. Der Veranstalter erwartet wieder mehr als 50 000 Besucher. Der Ausblick auf die Zukunft der Branche ist – glasklar und positiv.

Hochgesteckte Ziele

In den letzten Jahren hat die Glas- und Fensterbaubranche große wirtschaftliche Einbrüche und gewaltige strukturelle Veränderungen durchlebt. Ein Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Anlässlich der Glasstec 2006 wagen fünf namhafte Branchenrepräsentanten einen Blick in die Zukunft. Exklusiv in der GLASWELT nehmen sie Stellung, u. a. zu folgenden Fragen: 1. Rechtzeitig zur Glasstec haben sich die Konjunkturaussichten in der Glasbranche deutlich verbessert. Ist die Krise überwunden und mit einem nachhaltigen Aufschwung zu rechnen, oder bleibt es nur ein konjunkturelles Strohfeuer? 2. Welche Erwartungshaltung verknüpfen Sie mit der diesjährigen Glasstec, wo sehen Sie die großen Innovationen? 3. Wird die Glasstec Ihrer Einschätzung nach auch zukünftig noch die Rolle als Weltleitmesse Nr. 1 spielen, oder ist mit einer Verlagerung hin zu anderen internationalen Messen zu rechnen? 4. Welche sind für Sie die wichtigsten Aufgaben der Zukunft, der sich die Glas- und -zulieferbranche zu stellen hat bzw. die es zu lösen gibt ?

Die Entwicklung geht weiter

Wenn in wenigen Tagen die Glasstec 2006 ihre Tore öffnet, ist auch Hegla wieder mit innovativen Neuheiten und bewährten Lösungen rund um Zuschnitt und Handling von Float- und VSG-Glas dabei. Hier nun einige der zu erwartenden Exponate, die bei Hegla in Halle 15, Stand E 27, ausgestellt werden.

Das Runde und das Eckige

Mit einer Brücke aus Glas und Stahl stellt das Unternehmen Bartelt & Sohn eines der Highlights der Glasstec 2006 vor (siehe GLASWELT 9/2006). Dass spektakuläre Glasanwendungen nicht nur streng gradlinig sein müssen, sondern auch mal „rund“ sein können, zeigt das Berliner Unternehmen mit dem „gläsernen Fußball“. Bartelt & Sohn stellt aus in Halle 9, Stand A 06 sowie Halle 11, Stand B 26.

Sicherheit in turbulenten Zeiten

IN EINEM INTERVIEW MIT der GLASWELT prognostizierte Dr. Michael Vollrath-Rödiger bereits vor zwei Jahren im Vorfeld der Glasstec 2004 erhebliche Veränderungen in den Kunden-/Lieferanten-Beziehungen der Zukunft (siehe GLASWELT 11/2004). Heute sind sowohl Dichtstoff- als auch Isolierglashersteller und Fensterbauer mit einem gravierenden Umbruch in ihrer Branche konfrontiert. Über den aktuellen Stand der Dinge sprach die Redaktion erneut mit dem Geschäftsführer der IGK Isolierglasklebstoffe. Auf der Glasstec stellt IGK in der Halle 17, Stand D 08 aus.

so können sie finanzielle Freiräume schaffen

JEDES UNTERNEHMEN MUSS DIE Fähigkeit und Bereitschaft haben, seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen termingerecht und betragsgenau nachkommen zu können. Des Weiteren muss der Betrieb in der Lage sein, sich den Marktgegebenheiten anzupassen und auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Dazu benötigt jeder Betrieb Liquidität, denn Stillstand ist Rückschritt.

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