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Heft 05-2012

Ausgabe: 10-2011

HQ Building Abu Dhabi , Vereinigte Arabischen Emirate

Wahrzeichen in der Wüste

Das „HQ Building Abu Dhabi“ bietet durch sein Diagrid-Stahltragwerk offene, flexibel teilbare Büro- und Gewerbeflächen mit spektakulärem Blick über die Stadt,  den Kanal und den Persischen Golf. Die über 10000 Fassadengläser des Gebäudes stamm

In Al Raha Beach, einem elf Kilometer langen Stadtentwicklungsgebiet in der Nähe von Abu Dhabi, entstand mit dem ­HQ Building Abu Dhabi das erste kreisrunde Gebäude der Vereinigten Arabischen Emirate. Seine eigenwillige Form wird in der Ansicht von zwei runden, bauchig ausgewölbten Glasfassaden flankiert. Die beiden vollverglasten Hauptfassaden richten sich nach Osten und Westen und sorgen so mit der Spiegelung des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs morgens und abends für ein spektakuläres Schauspiel. Mit einem Durchmesser von 120,9 m, einer Tiefe von 36,4 m in der Mitte und 10 m am Rand fasst das Gebäude eine Geschossfläche von 61900 m2. Das Gebäude entspricht den Anforderungen des LEED-Bewertungssystems.

Die Form des Gebäudes geht auf den Entwurf des Architekturbüros MZ & Partners zurück. Das Ingenieurbüro Arup, London, entwickelte als Tragkonstruktion ein netzartiges Stahltragwerk mit einer Rautenstruktur – ein „Diagrid“. Es besteht aus einer Vielzahl an dreieckigen Elementen, die über vorgefertigte Knotenpunkte verbunden sind und durch verschiedene Winkel die dreidimensionale Wölbung der Fassaden erzeugen. Durch die ringsum konvex gekrümmte Gebäudeform entstehen unter dem Eigengewicht der Konstruktion zusätzlich starke Horizontalkräfte in den Geschossdecken, weshalb die beiden runden Fassaden über Zugbänder miteinander verknüpft sind und ein horizontaler Träger die Außen-, Mittel- und Innenstützen aller Stockwerke verbindet. Die Diagrid-Stahlstruktur wurde mit über 10000 Glaselementen von Glas Trösch geschlossen. Nur acht verschiedene Glasformen reichen für die gesamte Gebäudehülle aus.

Die extremen Klimabedingungen der Region mit Tagestemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius ließen die Ausführung der 16000 m2 großen Glasfassade zu einer Herausforderung werden. Die Planer entschieden sich für ein Isolierglas von Glas Trösch. Dessen äußere Scheibe aus dem blau gefärbten Basisglas Glacier mit einer Silverstar Sunstop Blau 30 T Beschichtung sorgt für einen g-Wert von 18 % sowie den gewünschten Verspiegelungseffekt. Die innere Scheibe aus Eurofloat Klarglas wurde zusätzlich mit einer ­Silverstar ENplus T Beschichtung versehen. —

http://www.glastroesch.ch


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