Das Institut für Fenstertechnik e.V. begeht am 10. März 2026 sein 60-jähriges Bestehen. Gegründet 1966, entwickelte sich das ift zu einer renommierten Institution für Prüfung, Zertifizierung und Weiterbildung in der Bauelemente-Branche. Die beeindruckende Institutsgeschichte begann in bescheidenen Verhältnissen: Vier Mitarbeiter, ein Budget von 103.400 DM und die ersten Räume in einem EFH in Aisingerwies bei Rosenheim. Das Gründungsziel war klar definiert – die Qualität von Holzfenstern durch Forschung, Prüfung und Zertifizierung zu verbessern.
1972 entstanden die ersten Rosenheimer Fenstertage, die sich schnell zu einer der wichtigsten Branchenveranstaltungen entwickelten. Der kontinuierliche Wachstumskurs machte bereits 1987 eine weitere Institutserweiterung durch einen Neubau auf der „grünen Wiese“ notwendig, da der Mitarbeiterstamm mittlerweile auf 40 Personen angewachsen war. Einen bedeutenden Schritt in Richtung Spezialisierung unternahm das Institut 2001 mit der Eröffnung des Brandschutzzentrums in Nürnberg. Parallel wurde ein neuer Fassadenprüfstand in Deggendorf für großformatige Fassaden ins Prüfangebot aufgenommen. 2004 erfolgte die Integration der Institute PTE und LSW, wodurch die Leistung deutlich gesteigert werden konnten.
Den vorläufigen Höhepunkt der baulichen Entwicklung markierte die Einweihung des Technologiezentrums 2016. Mit einem Investitionsvolumen von 7,5 Mio. Euro entstand eines der modernsten Bauelemente-Prüfzentrum in Europa. In der 60-jährigen Geschichte führten verschiedene Persönlichkeiten das Institut durch unterschiedliche Entwicklungsphasen: Nach Gründer Professor Erich Seifert übernahm 1979 Professor Josef Schmid die Leitung und prägte lange das Institut. Eine sehr dynamische Phase begann 2004 mit dem Führungsduo Dr. Jochen Peichl als GF und Prof. Ulrich Sieberath als Institutsleiter. 2019 übernahm Professor Jörn P. Lass die Leitung und führte das Institut durch eine Phase der Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Seit 2024 leitet Prof. Dr. Winfried Heusler das Institut und setzt dabei auf die Themen Klimaresilienz und nachhaltige Bauweise.