Die Sanierung des Gebäudebestandes ist der zentrale Stabilitätsanker für die deutsche Fensterbranche. Aktuellen Marktstatistiken des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) zu Folge gehen in diesem Jahr rund 9,15 Mio. Fenstereinheiten in den Modernisierungsmarkt.
Einfacher, schneller und günstiger bauen: Das ist das Ziel des Gebäudetyps E. Das Bundesjustizministerium hat dazu im Oktober einen Gesetzentwurf vorgelegt, der das Bauvertragsrecht im BGB ändert. Fenster und Haustüren werden darin nicht explizit erwähnt, sind aber dennoch betroffen: beim Schallschutz, bei der Montage und bei der Frage, was künftig als Mangel gilt.
Bei der K. Schulten GmbH & Co. KG läuft der Geschäftsbetrieb weiter. Aufträge gehen ein, und Kunden sowie Vertriebspartner bestellen weiter. Parallel führt das Unternehmen erste Gespräche mit Interessenten. Der Investorenprozess bleibt offen.
Somfy hat in Felgueiras ein neues Werk eröffnet. Bis Ende 2027 soll die Zahl der Beschäftigten auf 125 steigen. Das Werk in Portugal soll zu einem der drei größten Fertigungsstandorte des Unternehmens werden.
Schirmer erweitert seinen Standort zwischen Verl und Rietberg. Der erste Spatenstich ist nun gesetzt. Die neue Produktion soll 2027, das Verwaltungsgebäude 2028 fertiggestellt sein.
Bezahlbares Wohnen wird zum Wahlthema. Eine Civey-Umfrage zeigt Unzufriedenheit mit Markt und Baupolitik. Viele Befragte fordern schnellere Verfahren und Entlastungen.
Das Ift Rosenheim ist seit Juli 2026 für Prüfungen nach wichtigen nordamerikanischen Standards akkreditiert. Damit können Hersteller aus Deutschland und Europa Fenster und Türen für den Markt in den USA und Kanada in Rosenheim prüfen lassen. Das spart Zeit sowie Reise- und Transportkosten.
Die REFLEXA-Werke Albrecht GmbH erweitert die Geschäftsführung: Christian Schaller übernimmt Vertrieb und Einkauf und Gordon Zapf führt den Außendienst. Mit der Erweiterung des Führungsteams verbindet Reflexa Kontinuität und neue Impulse.
Das Institut für Fenstertechnik e.V. (Ift Rosenheim) hat seinen Vorstand neu gewählt: Oskar Anders und Stefan Lackner bleiben an der Spitze. Drei Mitglieder rücken neu ins Gremium.
Mehr Frauen, mehr junge Leute, mehr Praxis: Die Rosenheimer Fenstertage verändern sich – und das ift auch. Die Sonderfolge 47 von „Drivers' Seat" zeigt, wie Branche und Institut gemeinsam die Weichen für die nächsten Jahre stellen. Reinhören lohnt sich!
Jetzt wird’s schwarz – und das mit Stil. Möglich macht’s die neue „Black-Edition“ im Edition-26-Haustürenprogramm von Gugelfuss, einem der führenden Anbieter im Fenster-, Türen- und Fassadenbau.
Die BEG fördert neue Fenster und Fassadenarbeiten seit diesem Sommer anders. Der Verband Fenster + Fassade beschreibt vor allem Änderungen bei den förderfähigen Investitionen und beim individuellen Sanierungsfahrplan.
Der Verband Fenster + Fassade nutzt den Weltnormentag für eine klare Botschaft: In der Debatte um den kostengünstigeren Gebäudetyp E werden Normen fälschlicherweise als verzichtbare Kostentreiber dargestellt. Das sei ein gefährlicher Irrweg, der langfristig zu höheren Kosten und schlechterer Qualität führe.
Der insolvente Fensterbauer Höhbauer sucht einen Investor – und hat dabei eine gute Nachricht für seine Kunden parat. Von 800 betroffenen Aufträgen können nahezu alle erfüllt werden, nur zehn Fälle sind nicht mehr realisierbar. Die Investorensuche läuft über einen strukturierten Prozess.
Roto hat eine modulare Reparaturverriegelung für Außentüren aus Holz und Kunststoff entwickelt. Sie soll defekte oder veraltete Mehrfachverriegelungen nahezu aller Hersteller ohne aufwendige Umbauten ersetzen.
Der Verband Fenster + Fassade hat ein Merkblatt mit aktualisierten Holzschutzvorgaben für Fenster, Haustüren, Fassaden und Wintergärten aus Holz und Holz-Metall veröffentlicht. Es ersetzt die Ausgabe von 2020 und bietet eine Grundlage für langlebige Bauteile.
Drutex bringt mit Iglo Expert ein neues PVC-Fenstersystem auf den Markt. Es soll eine reduzierte Formensprache mit hoher Energieeffizienz verbinden.
Die Gebäudeförderung bleibt für den Sanierungsmarkt wichtig. Modulares Bauen eröffnet der Branche zusätzliche Chancen. Europas Baumärkte erholen sich ungleichmäßig.
Die halbautomatische Verriegelung hookLock HA drückt die Tür ohne Abschließen in den Rahmen. Beim Verriegeln sichern zwei Schwenkriegel aus Stahl das Türblatt.
Auf der Bremer Überseeinsel ist ein Hotel in einem ehemaligen Silo entstanden. Siegenia entwickelte dafür individuell angepasste Lüftungskanäle. Diese sitzen unter den an den Fenstern positionierten Sitzbänken.
Die Holzfenster-Branche sieht im wachsenden Holzbau eine Marktchance. Sie fordert mehr Wissenstransfer, passende Förderbedingungen und weniger Bürokratie.
Rund 100 Teilnehmer kamen zu den 7. Netzwerk Fenstertagen ins Solarlux-Forum nach Melle, und damit weniger als bei früheren Veranstaltungen. Unter dem Motto „Neue Wege im Unternehmertum“ standen Führung, Eigenverantwortung und Mut im Mittelpunkt. Die Impulse trafen auf eine Branche unter Druck. Zugleich wirft die gesunkene Beteiligung Fragen auch an die Veranstalter auf: Wie nah ist das Konzept am Alltag der Betriebe, und was muss ein Netzwerk bieten, damit Unternehmen sich dort weiterhin dauerhaft engagieren?
Velux kennt jeder. Und Dovista? Eher nicht. Dabei gehören beide Unternehmen zur großen dänischen VKR-Gruppe. Der Unterschied liegt im Prinzip: Velux tritt weltweit unter einem einzigen Markennamen an, in fast 40 Ländern. Dovista dagegen ist ein Konzern mit einer ganzen Reihe starker Länder- und Regionalmarken – Weru in Deutschland, EgoKiefer und 4B in der Schweiz, Tryba in Frankreich, Velfac in Dänemark, Slovaktual in der Slowakei. Die Größe ist beeindruckend: 8,5 Mrd. dänische Kronen (1,14 Mrd. Euro) werden in zehn europäischen Märkten generiert. Der Konzern schickt sich an, seine Vormachtstellung als größter Fenster- und Türenhersteller Europas weiter auszubauen. Wie das funktionieren soll, ohne die Eigenständigkeit der Marken zu zerstören, erklärt Frank Radich, Group-CTO und Senior Vice President im Interview mit Chefredakteur Daniel Mund. Es geht um Plattformstrategien, um Produktsicherheit, um Vakuumglas – und darum, ob er auf die Frage nach der nächsten Übernahme eine Antwort hat.
Früher war der erste Kontakt im Verkauf leicht zu erkennen. Das Telefon klingelte. Ein Kunde kam in die Ausstellung. Oder jemand stand mit einer Bauzeichnung vor Ihnen und sagte: „Wir brauchen neue Fenster.“ Heute ist das anders. Der Kunde ist schon da, bevor er da ist. Warum das so ist, und wie man sich darauf einstellt, dass klärt unser Autor Joern Kettler im zweiten Teil unserer Serie „Verkaufen ANDERS Denken“.
Seit gut anderthalb Jahren gehört Gutmann zur belgischen Corialis-Gruppe. Das fränkische Traditionsunternehmen verbindet jahrzehntelang gewachsene Kompetenz mit spürbar neuer Dynamik: modernisierter Markenauftritt, kurze Entscheidungswege, volle Investitionspipeline. CEO Arnd Brinkmann führt heute alle drei Gesellschaften am Standort Weißenburg in Personalunion. Zur Einordnung der Größenordnungen: Gutmann verfügt über knapp 30.000 t Extrusionskapazität und fertigt über 1.000 geschweißte Aluminiumrahmen täglich. Brinkmann spricht im Interview über spezialisiertes Pressen-Know-how, integrierte Wertschöpfung, unternehmerische Eigenständigkeit, Investitionen und neue Produktgenerationen – und darüber, warum Gutmann auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld konsequent nach vorne denkt.