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Roma, Meesenburg, Gealan, Glassolutions

Erfolgreicher Auftakt zum Forum zukunftsfähiges Bauen

Geprägt war die Veranstaltung durch einen intensiven Dialog zwischen Veranstalter und Teilnehmer.

Foto: Daniel Mund / GW

Geprägt war die Veranstaltung durch einen intensiven Dialog zwischen Veranstalter und Teilnehmer.

Das erste „Forum zukunftsfähiges Bauen“ (3 weitere folgen innerhalb der Roadshow) brachte Planer und vor allem Hersteller bzw. Verarbeiter zusammen, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu diskutieren. Dabei wurde besonders deutlich: Die Zukunft des Bauens liegt in der intelligenten Vernetzung aller Gewerke – von der ersten Planungsphase bis zur finalen Montage.

Vorfertigung als Effizienzmotor

Keynote-Speaker Stephan Gerwens von der Terhalle Gruppe (ein Unternehmen, dass sowohl Fenster und Türen produziert, als auch in der Holzbau-Einheit per serieller Fertigung komplette Gebäude erstellt) eröffnete das Forum mit einem Plädoyer für durchdachte Vorplanung. Seine Botschaft war klar: „Wenn ein Projekt gut geplant ist, gut durchdacht ist, dann gibt es auch am wenigsten Ärger, wir sind am schnellsten und sind kostenoptimiert unterwegs.“

Gerwens untermauerte seine Aussagen mit beeindruckenden Praxisbeispielen aus dem Geschosswohnungsbau. Während konventionelle Massiv-Bauweise für ein Studentenwohnheim 87 Wochen benötigte, reduzierten vorgefertigte Elemente die Bauzeit auf 50 Wochen. Durch weitere Optimierung der Vorplanung und aufeinander abgestimmte Materialien konnten sogar nur 30 Wochen erreicht werden – eine Zeitersparnis von über 65 Prozent.

„Das Fenster ist mittlerweile ein multifunktionales Element“, betonte Gerwens. „Es muss Schallschutz generieren, Wärmeschutz bieten, Lüftungsmöglichkeiten schaffen und gleichzeitig den Blick nach außen ermöglichen.“ Diese Komplexität erfordere eine enge Abstimmung zwischen Architektur, Bauingenieurwesen und Fensterbau bereits in der Planungsphase.

Kunststoffsysteme als Basis

Andreas Linke von Gealan machte deutlich, dass Kunststofffenster-Systeme die ideale Basis für ­serielles Bauen darstellen. „Industrielle Fertigung machen wir mit unseren Kunden gemeinsam seit vielen, vielen Jahren“, erklärte der Produktmanager. „Wir challengen uns eigentlich gegenseitig mit unserer Kundschaft, unsere Systeme so weiterzuentwickeln, dass sie effizient gefertigt werden können.“

Trotz der Standardisierung müsse das serielle Bauen nicht langweilig werden, betonte Linke. Mit der Acrylcolor-Oberflächentechnologie und verschiedenen Designoptionen biete Gealan die nötige Gestaltungsvielfalt.

Ein zentraler Baustein für erfolgreiches serielles Bauen sind digitale Planungstools. Gealan stellte seine Planungssoftware 3.0 vor, einen webbasierten Konfigurator: „Mit der Planungssoftware können Sie jegliche Fensterkonstruktionen erstellen“, erläuterte Linke. „Bauphysikalische Parameter werden immer aktuell berechnet. Ändern Sie beispielsweise die Verglasung, erhalten Sie sofort die aktuellen Werte.“

Zusätzliche Module für Befestigung und Glasbemessung sowie die Möglichkeit, CAD-Details und Ausschreibungstexte zu exportieren, machen das Tool zu einem umfassenden Planungsinstrument.

Glas als Schlüssel für mehr Effizienz

Thomas Weller von Saint-Gobain Glassolutions demonstrierte, wie moderne Verglasungstechnologien das serielle Bauen unterstützen können. Sein Fokus lag auf den Vorteilen extraleichter Gläser und CO2-reduzierten Tageslichtverglasungen, die sowohl die Statik als auch die Energiebilanz von Gebäuden positiv beeinflussen. Weller betonte die Bedeutung der richtigen Glasauswahl bereits in der Planungsphase. Und: Moderne Verglasungen könnten bis zu 10 % mehr Lichteinfall generieren und gleichzeitig die Energieeffizienz steigern. Die Integration von Glastechnologien in serielle Bauprozesse erfordere jedoch eine enge Abstimmung mit Beteiligten.

UNO: Flexible Verschattung

Volker Günthner, Leiter der Roma Akademie präsentierte das neue UNO-System als Antwort auf die sich verändernden Anforderungen im Wohnungsbau. „Flexible Architektur braucht flexible Lösungen“, so sein Credo. „Die Räume werden im Lebenszyklus unterschiedlich genutzt vom Kinderzimmer zum Homeoffice.“ Das UNO-System ermöglicht es, verschiedene Behangarten in einem Kastensystem zu verwenden und nachträglich zu wechseln. „Ich beginne im Kinderzimmer mit dem Rollo und höre dann im Homeoffice mit dem Raffstore auf. Der Kasten bleibt, die Elektrik bleibt nur der Behang wird getauscht.“ Auch wies er auf die Energieeinsparungen hin, die durch intelligente Verschattung erreicht werden können: Bei einem 140-m²-Effizienzhaus können so bis zu 25 – 30 % eingespart werden – allein durch die richtige Kombination von Fenster und adaptiver Beschattung.

Montagesysteme für die Zukunft

Robert Leinert von Meesenburg rundete das Programm mit einer fundamentalen Erkenntnis ab: „Was mir in den letzten 15-20 Jahren aufgefallen ist, bei der Montage sind wir einfach schlichtweg stehen geblieben.“ Während sich Fenster, Türen und Gläser kontinuierlich weiterentwickelt hätten, werde noch immer montiert wie vor 35 Jahren. Mit drastischen Beispielen aus der Praxis verdeutlichte er die Probleme konventioneller Montage – von provisorischen Befestigungen bis hin zu bauphysikalisch bedenklichen Lösungen. Die Lösung sieht er im blaugelb Triotherm+ System, das alle Anforderungen der modernen Fenstermontage in einem System vereint. Besonders die bauphysikalisch optimale Einbaulage C – das Fenster in der Dämmebene – biete erhebliche Vorteile: „Wir reduzieren die Wärmeverluste und verbessern gleichzeitig den Lichteintrag.“

Partnerschaften als Erfolgsfaktor

„Nicht übereinander sprechen, sondern miteinander“, fasste Gerwens zusammen. Nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten – von der Planung über die Produktion bis zur Montage – könne die Bauwende gelingen.

Ein Rückblick von der Auftaktveranstaltung in Hof von GW-Chefredakteur Daniel Mund

Bei der Podiumsdiskussion – geführt von Marc Schenk (ganz links) von Gealan (v.r.): Robert Leinert (Meesenburg), Volker Günthner (Roma), Thomas Weller (Saint Gobain Glassolutions), Daniel Bukowski (Teamleiter Architekten­beratung Gealan), Andreas Linke (Leiter Produktmanagement Gealan), Stefan Gerwens (Terhalle).

Foto: Daniel Mund / GW

Bei der Podiumsdiskussion – geführt von Marc Schenk (ganz links) von Gealan (v.r.): Robert Leinert (Meesenburg), Volker Günthner (Roma), Thomas Weller (Saint Gobain Glassolutions), Daniel Bukowski (Teamleiter Architekten­beratung Gealan), Andreas Linke (Leiter Produktmanagement Gealan), Stefan Gerwens (Terhalle).

weitere ­Roadshow-Termine

Der erfolgreiche Auftakt in Hof macht Lust auf die weiteren Stationen der Roadshow. Als nächstes macht das Forum zukunftsfähiges Bauen am 23. ­April bei ­Roma in Burgau Station, gefolgt von Glas­solutions in Bamberg am 7. Mai und dem Finale bei Meesen­burg in Bischofswerda am 11. Juni. Interessierte ­können sich für die kostenlosen Veranstaltungen ­anmelden. ­Angesichts der begrenzten Plätze empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung, so Marc Schenk von ­Gealan.

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