Ulrich Sieberath feierte seinen 60. Geburtstag

07.09.2017 -

Frei nach seinem Lebensmotto „Stillstand ist Rückschritt“ feierte „Fensterprofessor" Ulrich Sieberath noch immer voller Schwung und neuer Ideen für die Fensterbranche am 27. August seinen 60. Geburtstag. Nach einer Schreinerlehre in Essen und dem Studium der Holztechnik in Rosenheim führte ihn sein Wissendurst 1982 in das Institut für Fenstertechnik. Seit nunmehr 35 Jahren prägt er als international anerkannter Fensterfachmann das ift Rosenheim und hat mit seinem Forschergeist und Sinn für praktische Lösungen maßgeblich zum Gesicht und dem Erfolg des ift beigetragen.

Seit 2004 leitet er das Institut und führt gemeinsam mit Dr. Jochen Peichl die Geschäfte. In dieser Zeit haben sich die Anzahl der Mitarbeiter und der Umsatz nahezu verdreifacht. Für die nächsten Jahre will sich Prof. Sieberath für die Festigung der internationalen Positionierung des ift Rosenheim und das Coaching der Nachwuchskräfte einsetzen.

Die Liebe hielt ihn in Rosenheim

Prof. Ulrich Sieberath wurde 1957 in Essen geboren. Sein Vater leitete ein Fensterbauunternehmen, das er später übernehmen sollte. Der Berufsweg und die Ausbildung zum Schreiner waren somit fast vorgegeben. Nach einer Gesellenzeit zog ihn sein Wissensdurst 1978 zum Studium der Holztechnik nach Rosenheim, dem „Mekka“ der Fenstertechnik. Nach erfolgreich erworbenem Diplom mit der Diplomarbeit „Untersuchung verschiedener lüftungstechnischer Einrichtungen ohne mechanischen Antrieb“ im ift Rosenheim stand die Berufsentscheidung an: Entweder die Übernahme des elterlichen Betriebs oder Einsatz für die gesamte Fensterbranche im ift Rosenheim. Neben seiner Lust Neues zu entdecken und zu erforschen hat ihn auch die Liebe zum Verbleib in Bayern bewogen.

Wie im ift üblich, übernahm auch der frisch „gebackene“ Diplomingenieur Ulrich Sieberath schnell Verantwortung. Er wurde Leiter der Abteilung Türen. In dieser Funktion widmete er sich von Anfang an dem neuen Themenbereich „Einbruchhemmung“. Neben Vorträgen und Seminaren rund um Einbruchhemmung und Sicherheit brachte er sein Fachwissen in Normausschüssen ein. Sein Forscherdrang führte zu etlichen Forschungsprojekten, die als profunde Grundlage für die ersten „Einbruchnormen“ dienten. Man kann Prof. Sieberath deshalb mit gutem Gewissen auch den Vater des modernen Einbruchschutzes nennen. In den nächsten Jahren durchlief er alle Prüfbereiche im ift und erwarb sich, auch durch zahlreiche Forschungsprojekte, ein sehr breites Wissens, das ihm noch heute eine ganzheitliche Bewertung und praxisorientierte Lösung von Problemen ermöglicht.

Zertifizierungsstelle aufgebaut

Folgerichtig übertrug ihm der damalige Institutsleiter Prof. Josef Schmid die Aufgabe, mit der EN 14351-1 eine gänzlich neue und moderne europäische Produktnorm für Fenster und Außentüren zu entwickeln. Als jahrelanger Obmann des Normenausschusses TC 33 WG1 setzt er sich immer noch dafür ein, dass das Performanceprinzip im Vordergrund steht. Dadurch wurde eine dynamische Entwicklung angestoßen, bei der mit neuen Konstruktionen die Leistungseigenschaften und die Qualität von Fenstern und Türen stetig verbessert wurden. 1995 übernahm er den Aufbau und die Leitung der ift-Zertifizierungstelle. Dabei wurden nicht nur baurechtliche Überwachungen organisiert, sondern auch die Zertifizierung und Überwachung von Qualitätsmanagementsystemen gemäß ISO 9001ff. Daneben wurden auch frühzeitig ift-Produktzertifizierungen entwickelt, um Hersteller bei der Verbesserung der Produktqualität zu unterstützen und diese als unabhängige Stelle zu überwachen. Diese Aktivitäten sind die Grundlage, dass Name und Logo des ift Rosenheim als Markenzeichen für zuverlässige und praxistaugliche Qualität gelten.

Seit 1989 gibt er sein Wissen in den Fächern Materialkunde und Fenster-/Fassadentechnik auch an Studenten der Hochschule Rosenheim weiter – zunächst als Lehrbeauftragter und seit 2012 auch als Professor. Dazu kommen Vorträge, Gastvorlesungen und Seminare sowie Expertengespräche zum Thema Fenster, Fassaden, Glas, Türen und Tore. Dieser intensive Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, dazu der berufliche Background und sein Alter sind sicher Gründe dafür, dass er sich seine frische und unvoreingenommene
Sichtweise erhalten hat. Das erlaubt ihm als langjähriges Mitglied der IHK-Prüfungskommission auch eine realistische Einschätzung der Kompetenz von Aspiranten zum vereidigten Sachverständigen.

Seit 2004 Institutsleiter

2004 übernahmen Ulrich Sieberath mit Dr. Jochen Peichl als kaufmännischem Geschäftsführer die Leitung des ift Rosenheim. Als langjähriger Abteilungsleiter, Leiter der Zertifizierungsstelle und zuletzt als stellvertretender Institutsleiter war der „Fensterversteher“ bestens für diese große Aufgabe vorbereitet. Durch die Übernahme des Brandprüfgeschäftes von der LGA in Nürnberg, der Internationalisierung und dem Aufbau weiterer Prüf- und Servicebereiche ist das ift Rosenheim stetig gewachsen und erwirtschaftet heute mit knapp 200 Vollzeitstellen über 21 Millionen Euro Umsatz. Das neue Technologiezentrum (TZ) ist als jüngstes „Kind“ hinzugekommen und bietet mit seinem modernen Prüf- und Logistikkonzept für großformatige Bauelemente die Grundlage für den weiteren
Ausbau des ift Rosenheim.

Auch im privaten Bereich ist Sieberath für seine praktische, dynamische und offene Art bekannt. Seine Leidenschaft gilt der Familie und dem Sport mit Segeln, Radeln und Golf sowie „Entdeckungsreisen“, die ihn auf alle Kontinente und in viele Länder geführt haben. Dabei galt sein Interesse nicht nur Land und Leuten, sondern natürlich auch der jeweiligen Gebäudetechnik – von historischen Fenstern bis zu modernen Fassadensystemen. Dass bei Reisen und Sport die Familie dabei ist, war und ist Ulrich Sieberath sehr wichtig. Seine Frau Claudia steht als selbstständige PR-Referentin mitten im Leben und ist ihm in allen Fragen eine wichtige Beraterin.

Auch die GLASWELT gratuliert Prof. Ulrich Sieberath herzlich nachträglich zu seinem 60. Geburtstag.

www.ift-rosenheim.de

 

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