Eröffnung Neubau Verwaltung: Heka präsentiert sich als große Familie

24.09.2018 - Einen weiteren Meilenstein hat die Heka-Team gesetzt: Die neue Verwaltung ist jetzt dorthin umgezogen, wo in den letzten 3 Jahren schon die Fertigungsbereiche angesiedelt wurden. Der ganze Prozess wurde jetzt durch einen Event-Marathon – Partnertag, Einweihungsfeier und Tag der offenen Tür – abgeschlossen.

1960 legte Karl Herzog den Grundstein für das heute europaweit agierende Unternehmen HeKa. Zunächst auf den Einbau von Rollläden spezialisiert, entwickelte sich der klassische Handwerksbetrieb bis heute zu einem Anbieter für Kunststoff- und Metall-Fenster, die industriell produziert, aber handwerklich vertrieben und montiert wurden. Rund 70.000 Fenster produziert HeKa jedes Jahr; durch die Konzentration der verstreuten Standorte im Karlsruher Raum an den neuen Standort an der Huttenheimer Landstraße in Graben-Neudorf auf ein rund 47.000 m² großes Areal wurde jetzt die Grundlage für eine effiziente Fensterproduktion in der Zukunft geschaffen.

Dass das Unternehmen eine weite Perspektive in die Zukunft hat, ist schon an der Familien-Beteiligung in den führenden Positionen ersichtlich: Geschäftsführer Hans-Dieter Herzog wird von seiner Schwester Marietta Heil auf Geschäftsführerebene unterstützt. Zwei weitere Geschwister besetzen verantwortungsvolle Positionen bei Tochterunternehmen und auch die dritte Generation ist mit mehreren Familienmitgliedern fest im Unternehmen integriert.

Fassade setzt Ausrufungszeichen 

Mit der Einweihung des neuen Ausstellungs- und Verwaltungsgebäudes am 21. September 2018 wurde ein weiterer Meilenstein der Firmengeschichte gesetzt. Denn der Neubau ist nicht nur Arbeitsplatz für die rund 30 Mitarbeiter aus der Verwaltung, sondern auch Prototyp für die innovative SageGlass-Technologie.

„Wir wollten keinen Glaspalast als Verwaltungsgebäude, schließlich ist das Fassadenthema unser Zuhause. Deswegen sollte sich auch die Gliederung der Fassade zweckmäßig, also „Fensterbauer-freundlich“ zeigen“, erläutert Hans-Dieter Herzog den Neubau gegenüber der GLASWELT. Jetzt sind 99 Fenster (System Schüco AWS 90) in größtenteils identischen Abmessungen in die Fassade integriert und alle ausgestattet mit dem Lüfter VentoTherm von Schüco. Vertriebsleiter (und Enkel des Unternehmensgründers) Andreas Heilig sprach beim Rundgang von einem nonverbalen Ausrufungszeichen – auch für Endkunden, die nach Graben-Neudorf in die Ausstellung kommen.

Das neue Ausstellungs- und Verwaltungsgebäude soll nicht nur seine Rolle als funktionales Bürogebäude mit qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen erfüllen, sondern zugleich als Gesicht des Unternehmens wirken. Da liegt es nahe, die Kompetenz aus dem Fensterbau in die Planungen einfließen zu lassen und eine ästhetisch homogene und zugleich funktionale Fassade zu schaffen. Die Gestaltung mit einem flächenbündigen Übergang von Fensterflächen zur opaken Aluminium-Sandwich-Fassade bedurfte einer hohen Präzision und wurde aus eigenen Mitteln gefertigt und montiert.

Elektrochrome Gläser steuern Sonnenlicht und Wärme

Der Clou liegt in der speziellen Glastechnologie, von der insgesamt 354 Scheiben in der Fassade verbaut wurden. Die Scheiben lassen sich durch eine elektrochrome Beschichtung automatisch einfärben – so gelangen Sonnenwärme und Tageslicht dann in das Gebäude, wenn es gewünscht wird. Jetzt profitieren Nutzer von einem Sonnen- und Wärmeschutz, ohne Außenjalousien oder andere mechanische Sonnenschutzvorrichtungen. Per Sensor oder manuell sorgt das steuerbare Glas selbst in lichtdurchfluteten Räumen und bei hohen Außentemperaturen für ein angenehmes Raumklima.

Hans-Dieter Herzog: „Die Umsetzung erforderte eine Pionierleistung von allen Beteiligten. Einerseits bedingt die Verkabelung der Fensterelemente eine präzise Zusammenarbeit zwischen den bis dato getrennten Gewerken Fensterbau und Elektro, aber auch eine kreative Auslegung von Standardwerten ist nötig. Für die Auslegung der Klimalast mussten Erfahrungswerte simuliert werden, doch hat der warme Sommer bewiesen, dass die Verschattung in Verbindung mit der Bauteilaktivierung selbst bei Temperaturspitzen ein angenehmes Raumklima bewirkt.“ Deswegen sei man überzeugt, dass es sich hier um eine „visionäre Zukunftstechnologie“ handele, vor allem in Verbindung mit einem funktionalen Bürogebäude“, ergänzt der Geschäftsführer.

www.heka.de  

Meine Meinung: Der Verwaltungsbau ist sehr klar und eindrucksvoll. Die Bewährungsprobe hat die Fassade und das Gebäude insgesamt schon bestanden, denn bereits in diesem heißen Sommer waren viele Büros besetzt - und der Sonnenschutz habe in Verbindung mit einer Klimaanlage für angenehme Arbeitstemperaturen und blendfreie Schreibtische gesorgt. Mein Tipp: Mehr über Heka und den Verwaltungs-Neubau lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben der GLASWELT. 

 

 

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