Deceuninck übernimmt Pimaş in der Türkei

Pimapen ist in der Türkei die bekannteste Fenstermarke.
01.09.2014 - Durch die Akquisition erhöht sich der Umsatz von Deceuninck auf 610 Mio. Euro, wodurch die weltweite Top 3-Position gestärkt werde. In der Türkei rücke man dadurch zum Marktführer auf. Gleichzeitig bestätigt das Unternehmen eine Kapitalerhöhung über 50 Mio. Euro, womit die weltweite Wachstumsstrategie finanziert werde.

Von 3.000 Verkaufsstellen insgesamt in der Türkei kommen jetzt nun 1.200 hinzu. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die Kartellbehörden in der Türkei und in Russland.

Der Pionier von PVC Fenstern in der Türkei ist unter dem Markennamen „Pimapen“ bekannt. Pimapen ist die bekannteste Fenstermarke in der Türkei und wird über ein Händlernetzwerk bestehend aus 1.200 Shops im ganzen Land mit einem Fokus auf das Gebiet um Istanbul und Ankara vertrieben. Pimaş erzielte mit 484 Beschäftigten in Werken in Gebze bei Istanbul sowie im russischen Rostov am Don einen Umsatz von rund 60 Mio. Euro.

Mit Pimapen stärke Deceuninck seine Position als Marktführer im höchsten Qualitätssegment. Einschließlich „Egepen/Deceuninck“ und „Winsa“ führt Deceuninck heute die drei größten Marken für hochwertige Kunststofffenster in der Türkei. Das Unternehmen wird zukünftig 3 Produktionsstätten in der Türkei haben: eine in der Nähe von Izimir für Egepen/Deceuninck (die bald durch eine neue Fabrik mit höheren Produktionskapazitäten ersetzt werde) und zwei bei Istanbul (Winsa und Pimapen).

Tom Debusschere, CEO von Deceuninck: „Seitdem Deceuninck den türkischen Markt betreten hat, sind unsere Umsatzzahlen und Gewinne in diesem spannenden und dynamischen Markt kontinuierlich gestiegen. Die Übernahme von Pimaş mit seiner Pioniermarke ‚Pimapen’, der anerkanntesten Fenstermarke in der Türkei, ist eine riesige Chance für uns. Wir werden nicht nur die Nummer 1 im zweitgrößten europäischen Markt für Kunststofffenster werden, sondern die Übernahme ist auch eine gute Ergänzung zu unseren Unternehmensaktivitäten in Russland, dem größten Markt für Kunststofffenster in Europa. Wir erweitern unser Produktangebot jetzt um ‚Enwin’, eine komplementäre Fenstermarke. Außerdem übernehmen wir eine moderne, kostengünstige Produktionsstätte in Südrussland. Hierdurch werden wir unsere Position in diesem wettbewerbsintensiven Markt mit einem andauernd starken Potenzial in den Bereichen Neubau und Renovierung weiter ausbauen.“

Kapitalerhöhung von 50 Mio. € zur Finanzierung einer Wachstums- und Innovations-Strategie
Die Wachstumsstrategie von Deceuninck wird durch eine Kapitalerhöhung finanziert. Ein Teil des Erlöses dient der Finanzierung des Kaufpreises der Pimaş-Übernahme. Der zweite Teil wird in zwei verschiedene Bereiche investiert werden: Die erste Achse drehe sich um das Geschäft in Kontinentaleuropa, das sich größtenteils in einem stagnierenden oder rückläufigen Umfeld befindet. Mit innovativen Produkten sollen auch weiterhin Margen aufrechtgehalten werden. Die zweite Achse drehe sich um die Erhöhung des Kapitals und Ausweitung des Produktangebots in den Wachstumsmärkten USA, Türkei und in den Schwellenländern.

Wie es weiter heißt, seien weitere strategische Projekte und Investitionen geplant. Auch die Tochterfirma Inoutic in Deutschland werde davon profitieren. Durch die solide Finanzierung ergebe sich die Möglichkeit, die Marktpräsenz in der DACH-Region weiter auszubauen, so Edgar Freund, Geschäftsführer von Inoutic in Bogen.

Tom Debusschere, CEO von Deceuninck, fügt ergänzend hinzu: „Wir werden mit innovativen und hochwertigen Produkten auch weiterhin Margen aufrechterhalten und zugleich in unsere Werke investieren, um die Effizienz zu erhöhen. Wir sind dankbar für das Vertrauen unserer Aktionäre Gramo BVBA und Sofina NV, die die Kapitalerhöhung um 50 Mio. Euro vollständig gezeichnet haben. Dies bestätigt, dass wir Wettbewerbsfähigkeit zurückgewonnen und wieder eine solide Finanzstruktur aufgebaut haben.“

Deceuninck weißt einen Umsatz von 610 Mio. Euro aus und positioniert sich damit weltweit als Nummer 3. Deceuninck betreibt bislang 12 Produktionsstandorte in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, Russland, Thailand, Tschechien, der Türkei und den USA. Deceuninck ist an der Euronext Brüssel notiert (Ticker: DECB). Das Unternehmen beschäftigt 2.700 Mitarbeiter in 25 Ländern. Deceuninck verzeichnete 2013 einen Umsatz von 536,5 Mio. EUR und ein positives Betriebsergebnis von 8,4 Mio. EUR.

www.inoutic.de

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