Wintergarten-Nachfrage ohne Dynamik

25.09.2019 -

Insgesamt lässt die Marktdynamik bei Wintergärten in Deutschland nach. Das mengenmäßige Wachstum betrug im vergangenen Jahr 1,2%. Auch in naher Zukunft wird der Markt für Wintergärten keine großen Sprünge machen, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt. Es gibt aber Teilsegmente die deutlich besser performen.

Insgesamt stieg der Absatz Deutschland seit 2014 um 7,3%. Für das mengenmäßige Marktwachstum tragen vor allem die Terrassendächer bei, die immer häufiger auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern zur Anwendung kommen. Obwohl es im Falle von bestehenden Häusern ein steigendes Interesse an nachträglichem Zubau gibt, entwickelt sich der Markt für klassische Wohnwintergärten schwächer, als z.B. das Terrassendach und der Glasausbau.

Terrassendächer nehmen mit rund der Hälfte des Absatzes den Löwenanteil ein.

Auch Glasanbauten sind ein Segment, das im Vergleich zu den traditionellen Wintergärten stark an Popularität gewinnt. Dieser Trend wird sich besonders durch den gesteigerten Gebäudesanierungsbedarfs in Deutschland fortsetzen. „Im Rahmen von Gebäudesanierung, ergibt sich die Möglichkeit die Wohnflächen durch Glasausbauten zu erweitern, insbesondere im Dachbereich“, erklärt Daniel Kollar, Autor der Studie. Ein Viertel aller verkauften Einheiten sind klassische Wintergärten.

Welches Glas kommt zur Anwendung?

Wintergärten werden meist in Kombination aus verschiedenen Glastypen gebaut. Überwiegend kommt dabei VSG (Verbundsicherheitsglas) zur Verwendung, welches die Dachfläche beim Bruch schützt. Mit dem hohen Anteil an Terrassendächern nimmt VSG bereits 54,3% des Gesamtmarktes für Wintergärten ein. Das zweitgrößte Segment ist Isolierglas, das für die seitlichen Glaswände verwendet wird. ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) kommt vor allem im Schiebetüren-Bereich zur Anwendung.

Was sind die Trends?

Obwohl der Trend in Richtung kleinere Wintergärten geht, liegt der wertmäßige Anstieg leicht über dem Absatzanstieg. Gerade im Bereich des Sommergartens (unbeheizte Wintergärten) sind Zuwächse zu verzeichnen und für fast zwei Drittel des Gesamtabsatzes verantwortlich, mit steigender Tendenz. Ein weiterer Trend geht dahin, dass bei neu gebauten Häusern große Glasflächen realisiert werden, sodass ein Wintergarten als nachträglicher Zubau nicht mehr erforderlich ist. Hier kommen eher Überdachungen oder Sommergärten zum Tragen.

www.interconnectionconsulting.com 

 

 

 

 

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