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Beschlaghersteller: Plus für 2010 erwartet, ebenso für 2011

Die Beschlaghersteller erwarten für 2010 ein Plus von 4,9 % beim Fenster sowie von 5,9 % bei Außentüren. Der Beschlaghandel sieht für 2011 ein weiteres Wachstum von 2,5 %, während die Industrie einen leichten Rückgang bis zu 1,3 % für möglich hält. Bis zur Jahresmitte 2011, so GF Stephan Schmidt vom fvsb, sieht alles noch ganz rosig aus.

"Die Entwicklung der Beschlagbranche ist freundlich", so der Geschäftsführer des Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie e.V. Stephan Schmidt am 11. November beim Treffen der Hersteller und des Handels in Düsseldorf-Erkrath. Er erläuterte die konjunkturelle Situation der Branche: Hochgerechnet wird ein Plus von 4,9 % im Fensterbereich und 5,9 % bei Außentüren erwartet. Lediglich der Absatz an Innentüren profitiert nicht von den Maßnahmen für die Gebäudehülle und ist etwa 2 % rückläufig.

Der Handel meldet eine etwa gleiche Einschätzung, sieht aber im Gegensatz zur Industrie für 2011 ein weiteres Wachstum von 2,5 %, die Industrie hält einen leichten Rückgang um bis zu 1,3 % für möglich. „Bis zur Jahresmitte“, erklärte Stephan Schmidt, „sieht alles noch ganz rosig aus, dann aber können sich die fehlenden Konjunkturmaßnahmen wie auch der Rückgang im Gewerbebau auswirken.“

GF Stephan Schmidt erläuterte zudem die 2009 erstellte Compliance-Erklärung „Kartellrechtkonformes Verhalten im Verband", die um spezielle Fragestellungen im mehrstufigen Vertrieb ergänzt wurden.

Petra Hautau, die Vorsitzende des Fachverbands der Schloss- und Beschlagindustrie, lobte die Zusammenarbeit der Verbände rund um das Fenster. Sie sieht die positive Marktentwicklung auch als Erfolg der Lobby- und Pressearbeit unter Hinweis auf den Marketing-Arbeitskreis des VFF, in dem sie aktiv mitarbeitet. „Weitere Lobbyarbeit“, forderte Hautau, „ist erforderlich, denn anders können die gesteckten Ziele der Treibhausgasreduzierung nicht erreicht werden. Es muss auch klar werden: Neue Fenster sparen Geld und bieten mehr Komfort.“

Aktivitäten sollen verstärkt werden
Seitens des Handels wies Martin Meesenburg als Vorsitzender des AKB die Teilnehmer auf die am Vortag gefasste richtungsweisenden Beschlüssen des AKB-Vorstands hin. Der AKB will künftig – gemeinsam mit der Industrie – die folgenden Themen verstärkt angehen:

  • Ausbildung/Nachwuchs
  • Demographischer Wandel
  • Technik
  • Endverbraucher
  • Umsetzung von Innovationen
  • Vertriebsoptimierung
„Diese Bereiche“, so Meesenburg, „werden in der Zukunft unser Marktgeschehen und die Produktbereiche erheblich beeinflussen – der Handel muss sich dazu frühzeitig positionieren.“

Dr. Viktor Grinewitschus, Leiter des Fraunhofer-inHaus-Zentrums in Duisburg, referierte über die technischen Möglichkeiten, eine bestehende Immobilie auszurüsten. Dabei standen Entwicklungen in den Bereichen “Komfort/Individualisierung“, „Energieeffizienz“ und „Wohnen im Alter“ im Vordergrund. Gerade seniorengerechtes Wohnen kann dazu beitragen, ein möglichst langes selbständiges Leben in eigener Umgebung zu ermöglichen und hierdurch erhebliche Kosten zu sparen. „Diese Entwicklungen“, so schloss Petra Hautau, „müssen Industrie und Handel gestalten und begleiten, um künftige Märkte zu erschließen.“

Die nächste Konferenz wird am 24.11.2011 im Fraunhofer-inHaus-Zentrum Duisburg stattfinden, um sich vor Ort ein Bild über das Wohnen in der Zukunft machen zu können.

www.schlossindustrie.de