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Kowa macht Luxussegment mit Alumat-Technik marktfähig

Pivot-Türen für alle!

Kowa Holzbearbeitung und der Schwellenspezialist Alumat haben eine marktreife Pivot-Türlösung entwickelt, die das bisher auf Luxusprojekte beschränkte Segment für den Breitenmarkt öffnen soll. Die Fennen Design Haustüre erreichte in Prüfungen am Prüfzentrum für Bauelemente (PfB) höchste Klassifizierungen und bietet Fachbetrieben erstmals ein reproduzierbares System.

Kowa Geschäftsführer Florian Kowalski, „wir sind hier in Deutschland. Wenn wir solche Elemente in den Markt bringen wollen, dann benötigen diese Prüfungen und ein CE-Zeichen, um auch Partnern in der Vermarktung die Sicherheit zu geben, dass es sich um ein baurechtlich geregeltes Produkt handelt.“

Die Lösung basiert auf der Fennen-Konstruktion mit einem tragenden Funktionskern für Beschläge und Technik sowie austauschbaren Vorhangschalen innen und außen. Dabei kommen Verriegelungstechnik von Fuhr, Pivot-Drehbänder von FritsJurgens und die Magnet-Nullschwelle vom Schwellen-Spezialisten Alumat zum Einsatz.

Alumat löst Abdichtungsproblem

Die Entwicklung entstand aus einem konkreten Marktbedarf heraus. „Wir haben uns das Thema Pivot zueigen gemacht, weil wir gesehen haben, dass es in der Architektur den Trend hin zu großen Elementen gibt. Die technische Möglichkeit, die entstehenden Gewichte über einen zentralen Drehpunkt abzutragen, macht genau diese Lösungen erst realisierbar“, erklärt Kowalski.

„Unsere Partner waren auf uns zugekommen, weil es lange keine funktionierende, reproduzierbare Lösung für die Abdichtung gab“, berichtet Alumat Geschäftsführerin Claudia Rager-Frey. Das Kaufbeurener Unternehmen entwickelte nicht nur das Produkt Magnet für Pivottüren (MPI), sondern orchestrierte auch die notwendigen Prüfungen am Prüfzentrum für Bauelemente in Stephanskirchen.

„Das Unternehmen hat hier wirklich die Expertise, wenn es um das Thema einer umlaufenden Dichtung geht – denn Alumat will ja eben den herkömmlichen Anschlag vermeiden. Ohne diese Zusammenarbeit hätten wir das in der Form nicht hinbekommen“, berichtet Florian Kowalski.

Den Anstoß für die Entwicklung gab ein persönliches Erlebnis des Kowa-Geschäftsführers: „Als ich vor einigen Jahren selbst gebaut habe, hatte ich mich an den immer gleichen, anthrazitfarbenen Haustüren einfach sattgesehen – schließlich sind wir immer noch Tischler. Im Design haben wir das Prinzip einer reversiblen Vorhangfassade verfolgt, die an der Innen- und Außenseite flexibel umgestaltet werden kann.“ Die technische Herausforderung lag in der Verriegelung: „Wir haben eng mit Fuhr zusammengearbeitet, denn was sonst die Bänder halten, muss nun das Schloss machen: Wir brauchten eine Technik, die so eine große Tür auf beiden Seiten gekoppelt verriegelt.“

Prüfergebnisse übertreffen Erwartungen

Die am Prüfzentrum für Bauelemente durchgeführten Tests bescheinigen der Lösung höchste Leistungsklassen: Schlagregendichtheit gemäß Klasse 7B, Luftdichtheit in der höchsten Klasse 4 und Widerstand gegen Windlasten ebenfalls entsprechend den Vorgaben für Klasse 4. Damit ist die Fennen Design Pivot-Tür von Kowa jenseits der bisherigen Bastellösungen angekommen und bietet Fachbetrieben ein aufeinander abgestimmtes System mit der erforderlichen Rechtssicherheit für die Ver­marktung.

Foto: Daniel Mund / GW