Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Sonnenschutz meets Holzfenster

Mund: Mitten im April fand der ProHolzfensterkongress beim Sonnenschutz-Vollsortimenter Warema in Wertheim statt. Man könnte auch sagen: Sonnenschutz meets Holzfenster. Dabei wurde nicht nur die beeindruckende Sun-Academy als Begegnungsstätte genutzt, sondern die Fensterbranche ging auch auf „Tuchfühlung“ mit den Sonnenschutzexperten. Du warst wie ich vor Ort und konntest diese Annäherung aus deiner Sonnenschutz-Brille beobachten. Zufrieden?

Vögele: Ja, ich war sogar sehr zufrieden. Der Kongress bot ein hochwertiges Vortragsprogramm, war insgesamt sehr gut organisiert und lieferte am Freitag mit den Deep-Dive-Sessions zu vielfältigen Themen, die auch live diskutiert wurden, echten Mehrwert für die Teilnehmer. Besonders das Netzwerken stand im Vordergrund und wurde intensiv genutzt. Wenn du den Kongress jedoch unter das Motto „Sonnenschutz meets Holzfenster“ stellst, hätte ich mir eine noch stärkere inhaltliche Verzahnung beider Themen gewünscht. Insbesondere der technische Verbindungspunkt, wie etwa bei der Montage von Raffstoren auf Holz-Aluminium-Fenstern kam aus meiner Sicht viel zu kurz bzw. wurde nicht vertieft behandelt. Hier steckt Potenzial, diese Schnittstelle praxisnah zu beleuchten.

Mund: Das ist ein guter Aspekt, den du aus deiner Sachverständigen-Sicht offensichtlich auch mit Handlungsbedarf untermauern kannst. Andererseits wollte man es vielleicht auch vermeiden, auf einem Kongress zuviel Produkt­placement zu betreiben. Dennoch: Die Branche, geprägt von kleinen und mittelständischen Betrieben, bringt Handwerk und Hightech zusammen. Mit Blick auf das Produkt selbst liegt eine große Chance darin, das Holzfenster kreislauffähig zu machen und als intelligenten Bestandteil vernetzter Gebäude zu positionieren. Das war ein lebhafter Branchentalk in Wertheim!

Vögele: Absolut, und genau da liegt für mich auch der entscheidende Punkt für die kommenden Branchentreffpunkte. Wenn wir über Zukunft sprechen, dann reicht es nicht mehr, dass jede Disziplin für sich denkt – weder der Fensterbau noch der Sonnenschutz. Die eigentliche Innovationskraft entsteht an den Schnittstellen. Themen wie Vorfertigung, standardisierte Montageprozesse und die Integration von Sonnenschutz in die Gebäudeautomation müssen gemeinsam diskutiert und vorgetrieben werden. Gerade im Kontext von serieller Sanierung, Energieeffizienz und sommerlichem Wärmeschutz wird deutlich, dass wir nur als vernetzte Branche wirklich vorankommen. Jetzt aber viel Spaß beim Lesen der neuen GW!