Machen Sie etwas aus diesem "Lichtjahr"!

Daniel Mund
Chefredakteur
Mir flattert da eine Pressemitteilung vom Fraunhofer Institut ins E-Mail Postfach – normalerweise geht es da um wissenschaftliche Forschungsentwicklungen. Ging es jetzt auch, aber diesmal machte mich die Einleitung ganz besonders Neugierig: „Heute fällt der Startschuss zum Jahr des Lichts 2015, ausgerufen von der UNESCO.“

Also wenn sich die UNESCO schon berufen fühlt, an die Bedeutung von „Licht als elementare Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen und daher auch als zentraler Bestandteil von Wissenschaft und Kultur“ zu erinnern, dann empfehle ich: Machen Sie etwas aus diesem „Lichtjahr“!

Denn unsere Branche hat doch reichlich viel mit Licht zu tun: Zuallererst sorgen Fenster dafür, dass wir im Gebäude mit Licht versorgt werden. Dafür ist natürlich das Glas zuständig und die Industrie stellt bekanntermaßen beschichtete Gläser zur Verfügung, damit wir auch mit möglichst viel Licht aus dem optimalen Frequenzbereich versorgt werden. Immerhin: Selbst Isoliergläser mit 3 Scheiben sind in der Lage, fast ¾ der Lichtmenge in das Gebäudeinnere zu bringen – und dabei die Kälte effektiv draußen zu lassen, oder richtigerweise die Wärme im Haus zu behalten.

Aber das Glas allein macht noch kein Fenster. Architekten stören sich zwar manchmal an diesem glasumgebenem Material. Vorbei sind aber die Zeiten, dass ein hochwärmedämmender Rahmen für Passivhausfenster schon ein wenig an ein wucherndes Krebsgeschwür erinnerte. Schließlich werden die Fensterprofile nicht immer volumiger, sondern im Gegenteil: Filigranität ist angesagt. Und das soll uns mal die Autobranche nachmachen, denn die Flitzer auf den Straßen passen mittlerweile kaum mehr in die Parkhäuser rein.

Bei den Fenster-Integrallösungen kann man heute von außen kaum mehr den Rahmen wahrnehmen. Die Konstruktionen – egal ob aus Holz, PVC oder Aluverbund – haben sich doch inzwischen zu wahren High-tec-Lösungen entwickelt. Da werden Kammergeometrien bis aufs letzte ausgereizt und Hohlräume in Holzprofilen integriert. Und als i-Tüpfelchen dann noch die Scheibe eingeklebt. Das Ziel dabei ist immer auch: Dem Rahmen eine Schlankheitsdiät verpassen und so mehr Licht den Innenräumen zur Verfügung zu stellen.

Nicht vergessen sollte man aber auch den Sonnenschutz: Sensoren und Motoren sorgen hier für ein Höchstmaß an Lichtsteuerung und Komfort. Und so wird tatsächlich auch nur die Lichtmenge zur Verfügung gestellt, die benötigt wird – manchmal gibt es ja auch zu viel davon. Oder es wird das Tageslicht so umgelenkt, dass wir sogar noch mehr Helligkeit im Raum erzielen können.

Aber all das wissen Sie auch – da erzähle ich Ihnen nichts Neues. Und viele nutzen ja auch bereits das Lichtthema für das eigene Marketing. So gibt es in der Fensterbranche Claims wie „Mehr Licht zum Leben!“, „Licht ist Leben“ oder „bringt Licht ins Leben“. Ein richtiger Ansatz, wie ich meine, um Kunden tatsächlich auch andere Vorteile moderner Fenster zu vermitteln als den nackten U-Wert und den Preis.

Wir verbringen durchschnittlich 90 Prozent unserer Zeit in geschlossenen Räumen – Sie haben also einen enorm wichtigen Job: Sie bringen den Menschen das Licht ins Haus und sorgen dafür, dass das die Ausschüttung des müde machenden Hormons Melatonin begrenzt wird. Deshalb: Beteiligen Sie sich am „Jahr des Lichtes“ und nutzen Sie diese Steilvorlagen von der UNESCO – vielleicht in ihrer Werbung, vielleicht in ihren Flyern und Broschüren oder vielleicht auch mal beim regionalen Radiosender oder beim „Bloggen“ – Möglichkeiten gibt es wohl reichlich.

Mehr Informationen zum Jahr des Lichts:

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