GLASWELT Ausgabe: 05-2015

Der Kommentar

„Wir“ und die Hausautomation

  1. Teil: „Wir“ und die Hausautomation
  2. Teil: Michael Mester

Als Rollladen- und Sonnenschutz-Fachmann ist man automatisch mit dem Thema Hausautomation konfrontiert, egal ob man will oder nicht. Ich war dieses Jahr auch auf der CeBIT in Hannover um zu sehen, welchen Stellenwert die Hausautomation dort hat. Kurz zuvor (im Februar) auf der R+T in Stuttgart, der weltgrößten Fachmesse für Rollladen, Tore & Sonnenschutz, war die Resonanz zum Thema noch relativ verhalten, das Interesse schien nicht allzu groß zu sein.

Ganz anders auf der CeBIT – das „Communication & Smart Home Expert Panel“ war so gut besucht, sodass teilweise die Zuhörer in den Gängen standen. Solche Veranstaltungen sind immer wieder spannend, denn dadurch bekommt man einen Überblick, was sich auf dem Markt tut.

Alle stehen doch vor der Frage: Welche Bedürfnisse gilt es denn überhaupt zu bedienen? Im Wesentlichen sind es: Komfort, Sicherheit, Kommunikation, Energieeffizienz, Multimedia sowie Barrierefreiheit. Die Reihenfolge kann hierbei beliebig wechseln, denn die verschiedenen Bedürfnisse richten sich nach den Nutzern – je nach Status und Alter.

Was die Technik anbelangt, gibt es verschiedene Protokolle, auf denen die Technik basiert (z. B. Thread Group; Z-Wave, EnOcean, ZigBee, KNX, WiFi, Bluetooth) – einige davon sind mir völlig neu. Auch waren mir bislang folgende Plattformen zur Hausautomation noch nicht alle geläufig: Apple, HomeKit, Samsung, Google Nest, dropcom, RWE, Qivicon, HomeMatic.

Daneben dürfen wir nicht außer Acht lassen, was uns die Branchenplayer liefern. Zum Teil werden uns „Insellösungen“ angeboten, die jedoch genau auf die jeweiligen Produkte zugeschnitten sind. Daher haben sie wohl auch ihre Daseinsberechtigung. Es ist aber wichtig genau zu beobachten, wie sich der gesamte Smart Home Markt entwickelt und wie sich unsere Lieferanten diesbezüglich verhalten. Damit spreche ich die Bedeutung offener Schnittstellen an. Gemeint ist, dass jedes bisher bestehende System stets erweiterbar sein muss. Bewegungsmelder, Umweltsensoren, Heizkörperthermostate, Fenstermelder sowie Rauchmelder stehen uns bereits jetzt zur Verfügung und gehören zum Standard. Und generell glaube ich: Wir stehen gerade erst am Anfang der Möglichkeiten. Klar sollte uns allen sein, dass sich die Hausautomation durchsetzen wird. Alle finden ein smartes Zuhause sexy und die Bequemlichkeit ist zu einer wichtigen Komponente geworden. Aber es unterstützt nicht nur das bequeme Wohnen, sondern es kann uns auch unterhalten, also „entertainen”. Wir sind in der Lage, ein Wohlfühlklima zu schaffen und zugleich Energie zu sparen. Zu guter Letzt kann auch der Punkt Sicherheit und Einbruchschutz gelöst werden. Deshalb bringen Smart-Home-Funktionen einen echten Zugewinn an Lebensqualität. Aber es reicht nicht, nur die Systeme miteinander zu vernetzen. Es gilt auch daran zu arbeiten, das Wissen und die Anwenderfreundlichkeit innerhalb der Branche zu vereinen.

Literatur

  1. Teil: „Wir“ und die Hausautomation
  2. Teil: Michael Mester
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