GLASWELT Ausgabe: 07-2015

Neubau einer Passivhausschule in Hannover

Lernen mit Licht

  1. Teil: Lernen mit Licht
  2. Teil: Bautafel

_ Die Grundschule „In der Steinbreite“ ist ein gelungenes Beispiel für die bauliche Umsetzung von Bildungseinrichtungen. Das zukünftige Lernumfeld und der Nachhaltigkeitsaspekt des Gebäudes sind bemerkenswert: Die Aula, die als zentrale Begegnungsstätte fungiert, ist offen, transparent und hell angelegt. Die Verglasung erstreckt sich über zwei Etagen und bietet Blick auf den Pausenhof und den gegenüberliegenden Eingangsbereich.

Als weiteres architektonisches Element kamen Farben zum Einsatz. Akzente in den Farbtönen Orange, Grün und Rot ziehen sich durch das gesamte Bauwerk und wirken gleichzeitig beruhigend, harmonisierend und anregend, ohne Unruhe zu erzeugen.

Der richtige Lichteinfall

Ein wichtiger Faktor für ein ideales Lernergebnis ist eine gute Tageslichteinstrahlung. Allerdings herrscht nicht immer gutes Wetter und Kunstlicht muss die benötigte Helligkeit oft ergänzen, was mit hohen Energiekosten verbunden ist. Hier kommt die intelligente Ausrichtung der automatischen Außenjalousien zum Einsatz.

Diese lenken den Lichteinfall, damit immer genug Tageslicht in den Raum fällt und so auf den Einsatz von künstlichem Licht verzichtet werden kann. Gleichzeitig dienen die automatischen Lamellen als Blend- und Hitzeschutz und tragen zu einem angenehmen Raumklima bei.

Grün und Nachhaltig

Der Schulneubau wurde in Massivbauweise im Passivhausstandard mit hochgedämmter und luftdichter Außenhülle mit Ziegelverblendung erstellt. Holz-Alu-Fenster mit 3-fach-Verglasung und mit einzelnen, in den Fenstern integrierten grünen Glaselementen, runden den Außeneindruck des Gebäudes ab.

Die raumhohe Verglasung, die sich durch die große Einbauhöhe ergibt, wurde mit dem Gutmann Fassadensystem Lara GF umgesetzt. Aufgrund des wärmegedämmten Systems mit einer Profilansicht von 60 mm konnte der aktuellste Energiestandard verbaut werden. Mit der Systemtechnologie der Passivhaussysteme Mira therm 08 und Lara GF PH wurde die Einrichtung in eine „grüne“ Schule verwandelt.

Durch die Konzipierung des Gebäudes als Passivhaus ist der Heizenergiebedarf auf einen Wert von nur 15 kW/m²a begrenzt. Auch das Dach der Schule steht unter dem Aspekt der grünen Gebäudehülle. Es ist über dem Klassen- und Verwaltungstrakt mit Rasen bepflanzt, im Bereich der Sporthalle ist es mit Kieseln belegt.

Das Gebäude wird prinzipiell über solare und interne Wärmegewinne beheizt, unterstützt durch eine Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung von mehr als 80 Prozent. —

  • In einer Schule ist die Aula die zentrale Begegnungsstätte. Diese ist hier offen, transparent und hell angelegt.

  • Der Schulneubau wurde im Passivhausstandard mit Ziegelverblendung erstellt. Holz-Alu-Fenster mit einigen grünen Glaselementen runden den Außeneindruck ab.

Literatur

  1. Teil: Lernen mit Licht
  2. Teil: Bautafel
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