GLASWELT Ausgabe: 11-2017

Auch die Luft- und Raumfahrt setzt auf Sonnenschutz

Einmal Komplettlösung bitte

_ Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat seinen Standort in Stuttgart erweitert und dazu mehr als 25 Mio. Euro in ein neues Gebäude investiert. Der Neubau bietet eine Bruttogeschossfläche von rund 10 870 m2 und ist mit einer hochmodernen Infrastruktur ausgestattet. In den dort zur Verfügung stehenden Labor- und Büroräumen arbeiten rund 110 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Zukunftsthemen aus den Bereichen Laser- und Energiespeicherforschung.

Das von Hammeskrause Architekten entworfene Gebäude verfügt über sechs Stockwerke. Die Stuttgarter Architekten haben sich unter anderem auf Bauten für Wissenschaft, Forschung und Industrie sowie öffentliche Gebäude spezialisiert. Der energieoptimierte und auf Nachhaltigkeit ausgelegte Bau fügt sich in die vorgegebene Grundstruktur des DLR-Standorts und des ihn umgebenden Universitätscampus ein. Nach rund dreijähriger Bauzeit konnten die ersten Forscher im Herbst 2016 die neuen Räume beziehen.

In alle vier Himmelsrichtungen

Auf einer Gesamtfläche von knapp 4000 m2 wurde in jeder Himmelsrichtung eine unterschiedliche Anzahl an Elementen in den Maßen 1025 mal 1775 mm (Höhe mal Breite) installiert, insgesamt fast 1700 Stück. Sie bieten an der Nordseite 510, an der Ostseite 1250, an der Südseite 545 und an der Westseite ca. 1060 Quadratmeter Sonnen- und Sichtschutz. Mehr als insgesamt 160 Schiebeklappläden fügen sich so harmonisch in das Gestaltungskonzept des Neubaus ein.

Ausgefeilte Technik

Das Schiebeladensystem von Colt überzeugte die Architekten bei ihrer Auswahl mit entscheidenden Vorteilen im Vergleich zu konventionellen Sonnenschutzprodukten wie Senkrechtmarkisen oder Raffstoren, denn es ist Blend-, Sicht- und außen liegender Sonnenschutz in einem.

Die gesamte Konstruktion gilt dabei als langlebig, korrosionsbeständig, wetterfest und nahezu wartungsfrei. Die Schiebeläden bleiben auch bei hohen Windstärken in stabiler Position und sind besonders hier dem konventionellen Sonnenschutz überlegen. Hervorstechend ist hier die Technik, die hinter der Konstruktion der Schiebeklappläden steckt.

So erfüllt sie mit Blick auf Temperaturkonstanz in den Innenräumen die hohen Umweltschutz-Anforderungen der Forschungs- und Laborräume. Die Bedingungen werden vor allem erfüllt, weil sie die stufenlose Steuerung des Licht-, Sicht- und Sonnenschutzes ermöglichen. Dazu können je nach Lichteinfall die Schiebeklappläden teils oder ganz geschlossen werden. Damit reduziert dieses System beispielsweise die energieintensiven Kühllasten im Sommer. Die eingesetzte Faltrahmen-Mechanik besteht jeweils aus zwei Segmenten, die gelenkig miteinander verbunden sind. Diese lassen sich vertikal öffnen und schließen. Je nach Steuerung entsteht so genau der Lichteinfall, der gewünscht wird. Bei einem Öffnungswinkel von 180 Grad ist die Streckmetallfassade z. B. optisch ganz geschlossen.—

www.colt-info.de

  • Die Fassade wurde zwischen dem ersten und dem fünften Obergeschoss angebracht. Die StreckmetallBleche mussten deshalb im Lochmuster und in ihrer Anordnung exakt aufeinander abgestimmt werden.

  • Hier ergänzen sich Funktionalität und hoher Anwendungskomfort. So können sich die Beschäftigten auf ein Höchstmaß an Schutz verlassen, ohne auf die positiven Tageslicht-Effekte verzichten zu müssen.

  • Erst in den Abend- und Nachtstunden zeigen sich die transparenten Öffnungen der Fassade so richtig.

  • Alle Schiebeklappläden können vollkommen unabhängig voneinander je nach Nutzerbedarf gesteuert werden.

Foto: Wolf-Dieter Gericke – gegestalter

Foto: Wolf-Dieter Gericke – gegestalter

Foto: Wolf-Dieter Gericke – gegestalter

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