GLASWELT Ausgabe: 02-2018

Elefantenhaus im Münchener Tierpark Hellabrunn

Licht und Luft für „graue Riesen“


Mammutprojekt Glaskuppel: Die Dachfläche von 664 m² Größe war ebenso Herausforderung wie die elliptische Form. Nach Bauwerksuntersuchungen fiel die Entscheidung auf eine Stahlkonstruktion als Basis sowie Verglasungssysteme der Jet-Gruppe.

Mammutprojekt Glaskuppel: Die Dachfläche von 664 m² Größe war ebenso Herausforderung wie die elliptische Form. Nach Bauwerksuntersuchungen fiel die Entscheidung auf eine Stahlkonstruktion als Basis sowie Verglasungssysteme der Jet-Gruppe.

_ Ein Heim für Tiere, ein Erlebnis für Besucher – das ist der Münchner Tierpark Hellabrunn. Wahrzeichen war und ist hier das Elefantenhaus, welches bereits 1914 vom Architekten Emanuel von Seidl im byzantinischen Stil erbaut wurde. Das Elefantenhaus lockt seit jeher Besucher aller Altersgruppen mit seinem nostalgischen Charme. Jetzt wurde das teils denkmalgeschützte Gebäude saniert und begeistert Gäste und tierische Bewohner gleichermaßen: Flächen von rund 1000 Quadratmetern im Außen- und Innenbereich geben den Dickhäutern genug Raum für Ruhe und Aktivität.

Herzstück aufgesetzte Dachkuppel

Beobachten lässt sich das Treiben der Elefanten sowohl vom Boden als auch von einer großzügigen Galerie. Für Helligkeit und gute Luft im imposanten Kuppelbau sorgen dabei „BA“-Verglasungssysteme sowie „Ventria 3“-Flügelelemente der ostwestfälischen Jet-Gruppe.

Für rund 20 Mio. Euro wurde das Gebäude jetzt aufwendig und denkmalgerecht saniert. Dabei galt es, den Geist des Bauwerkes zu erhalten, welches einst zu den ersten freitragenden Betonkuppel-Gebäuden weltweit gehörte. Negative Statikprüfungen zeigten eine so mangelhafte Bausubstanz, dass sogar Teile des Fundamentes abgetragen werden mussten. So konnten letztlich nur etwa 20 Prozent der alten Gemäuer erhalten bleiben. Altes und neues Herzstück aber bleibt die aufgesetzte große, gläserne Dachkuppel. Die Dachfläche von 664 m² war ebenso Herausforderung wie die elliptische Form der Kuppel. Nach Bauwerksuntersuchungen und Vorplanung entschieden sich die Verantwortlichen für eine Stahlkonstruktion als Basis. Diese ist weitgehend immun gegen die Ammoniakdämpfe, die der stark ammoniakhaltige Urin der Dickhäuter verursacht, und soll so eine längere Haltbarkeit sicherstellen. Für Witterungsschutz bei möglichst viel Tageslicht und Frischluft sorgen zudem „BA“-Verglasungssysteme sowie 16 „Ventria 3“-Systemflügel der Jet-Gruppe (Hüllhorst).

Dabei wurden die eigentlich selbsttragenden Glassysteme wegen der größeren Spannweiten auf einer tragenden Unterkonstruktion aus Stahl beziehungsweise Holz angebracht. Zertifikate des Instituts für Fenstertechnik (ift) Rosenheim belegen sehr gute Eigenschaften bei widrigem Wetter wie erhöhten Windlasten (+/– 3,0 kN) oder Schlagregen (Dichtheitsklasse RE1950).

Gute Raumluft dank Systemflügeln

Für stets gute Raumluft sorgen die Systemflügel Ventria 3. Diese eignen sich für den Rauch- und Wärmeabzug im Brandfall ebenso wie für die tägliche Lüftung gegen die Ammoniak-Ausdünstungen der Elefanten. Daneben bieten die Elemente ein elegantes Design, das sich harmonisch in das Gesamtbild einfügt. Möglich macht dies eine frei wählbare Geometrie mit Flügelflächen bis zu sechs Quadratmetern. Die umlaufende thermische Trennung sowie die optimierte Kammer- und Stegausbildung des Rahmen- beziehungsweise Flügelprofils gewährleisten zudem einen hervorragenden Wärmeschutz.—

www.jet-gruppe.de

  • Ein Mehr an Licht und Luft: Dank großzügiger „BA“-Verglasungssystemen und „Ventria 3“-Systemflügeln zur Belüftung können tierische Bewohner und menschliche Besucher das neue Elefantendomizil gleichermaßen genießen.

  • Das 1914 erbaute Elefantenhaus des Münchner Tierparks Hellabrunn verzückt Besucher seit jeher mit nostalgischem Charme. Nun wurde das teils denkmalgeschützte Gebäude für rund 20 Mio. Euro saniert.

Fotos: JET-Gruppe

Fotos: JET-Gruppe

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