GLASWELT Ausgabe: 10-2018

Traditionelle Pferderennbahn in Paris mit Sonnenschutz von GKD

Alles an der Fassade fließt


Durch die offenen, leicht versetzten und doppelt geneigten Etagen erinnert die Form der Haupttribüne an ein galoppierendes Rennpferd.

Durch die offenen, leicht versetzten und doppelt geneigten Etagen erinnert die Form der Haupttribüne an ein galoppierendes Rennpferd.

_ Mit ParisLongchamp hat das bedeutendste Galopprennen der Welt eine neue Kulisse und Paris zugleich eine weitere wandlungsfähige Freizeitattraktion erhalten. Nach zweijähriger Bauzeit präsentiert sich die Galopprennbahn im Bois de Boulogne mit neuem Gesicht als Veranstaltungsort der besonderen Art. Der französische Stararchitekt Dominique Perrault ersetzte die bisherigen Tribünen durch einen viergeschossigen Neubau und schuf ein Ambiente, das Landschaft, Tribüne und Pferde organisch miteinander verknüpft. Bei der Neugestaltung der emblematischen Anlage setzte er einmal mehr auf Metallgewebe der GKD – Gebr. Kufferath AG. Perraults gestalterische Leitmotive Bewegung und Transparenz verleihen der 160 Meter langen Haupttribüne die Wirkung optischer Leichtigkeit und subtiler Kinetik: Durch das Zusammenspiel der offenen, leicht versetzten und zugleich doppelt geneigten Etagen entsteht ein etwa 20 Meter langer Überhang in Richtung Ziellinie.

Dadurch erinnert die Form der Tribüne an die Bewegung eines galoppierenden Rennpferdes. Auf der Führringseite verläuft in viereinhalb Meter Höhe – parallel zum ersten Obergeschoss – ein Planches genannter Holzsteg. Die gewählte Farbigkeit der Bauten – Naturtöne wie Ocker und Braun – sowie die mit Holz verkleideten Zuschauerränge lassen den gewaltigen Baukörper mit der Umwelt verschmelzen. Für die Gestaltung der Fassaden vertraute Perrault erneut auf verschiedene Metallgewebe von GKD. Für die geschosshohen, horizontal verschiebbaren Sonnenschutzelemente der Haupttribüne und Pavillons, die den repräsentativen Treppenaufgang zum Haupteingang von ParisLongchamp flankieren, wählte er goldenes Edelstahlgewebe vom Typ Escale 7 × 1,5, dessen Spiralen mit den jahreszeitlichen Lichteffekten spielen. Im geschlossenen Zustand schützen die gut drei Meter hohen und 1,70 Meter breiten Paneele die Tribüne vor unerwünschter Aufheizung. So unterstützen sie das anspruchsvolle energetische Konzept des Baus, der wie alle anderen neuen Gebäude des Hippodroms HQE (Haute Qualité Environnementale) -Standard entspricht.—

www.gkd.de

  • Die gut drei Meter hohen und 1,70 Meter breiten Sonnenschutzpaneele schützen den Bau vor unerwünschter Aufheizung.

  • Tagsüber tritt die schimmernde Membran mit ihrem warmen Goldton in einen behutsamen Dialog mit der natürlichen Umgebung.

  • Fur die Sonnenschutzelemente an Tribüne und Pavillons, die den Haupteingang flankieren, wurde goldenes Edelstahlgewebe vom Typ Escale 7 × 1,5 gewählt.

  • Die offene Gewebestruktur leitet das Tageslicht weich gefiltert in die Räume und trägt so zum Aufenthaltskomfort bei. Durch ungehinderte Blickbeziehungen nach außen erfüllen die Sonnenschutzpaneele zudem den erklärten Wunsch nach Transparenz.

Foto: Dominique Perrault Architecte/ Adagp

Foto: Vincent Fillon/ Dominique Perrault Architecte/ Adagp

Foto: Vincent Fillon/ Dominique Perrault Architecte/ Adagp

Foto: Dominique Perrault Architecte/ Adagp

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