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Sanierungsprofi perfecta setzt auf „Roto NX“

Ein perfekter Beschlag für perfecta

Wer mit Ines und Stefanie Karl spricht, spürt sofort die Leidenschaft, mit der die beiden Schwestern ihr Unternehmen führen. Seit Jahrzehnten fokussiert sich die perfecta Fenster Vertriebs- und Montage GmbH auf den Bedarf von Hauseigentümern, die ältere gegen neue Fenster tauschen wollen. Bereits 1978 entwickelte das Unternehmen das ift-zertifizierte Montagesystem „Fensterwechsel ohne Dreck“. Maßgeschneiderte Produktlösungen auf höchstem Niveau und eine große Offenheit für neue ­Ideen und Innovationen prägen das Unternehmen bis heute. Beiden Schwestern gemeinsam ist die Leidenschaft für kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung von perfecta. Geschäftspartner wählen sie mit Sorgfalt und in enger Abstimmung mit ihren Führungskräften aus. „Wir bewegen uns in einem Markt, der große Chancen bietet und noch auf lange Sicht großes Potenzial hat“, erklärt Stefanie Karl. „Aber wir wissen auch, dass wir eine überdurchschnittlich gute Performance zeigen müssen, um dauerhaft als Renovierungsspezialist erfolgreich zu sein.“

Weiterempfehlungen sind enorm wichtig für das Unternehmen. Das setzt Top-Qualität beim Produktangebot, beim Produkt selbst und auch beim Service voraus. Neukunden werden insbesondere über Verbrauchermessen gewonnen. Viele von ihnen erneuern ihre Fenster Schritt für Schritt und kommen gerne immer wieder, wenn der erste Auftrag perfekt abgewickelt wurde.

Partnerwahl mit klaren Zielen

Anfang 2024 entschied sich perfecta für eine strategische Partnerschaft mit dem Beschlaghersteller Roto. Ines Karl blickt zurück: „Nur wenige Wochen nach dem Erstkontakt fanden intensive Gespräche in größerer Runde statt. Mit am Tisch saßen Fachleute des Roto Lean Managements und des Datenservices. Konkrete Aufgabenstellungen wurden definiert und die gegenseitigen Erwartungen formuliert. Wir waren schnell sicher, dass wir zu optimalen Lösungen gelangen können.“ Sowohl Fensterproduzent wie auch Beschlagshaus Roto setzten von Anfang an auf den lösungsorientierten Austausch.

Seit 2021 produziert perfecta neben Fenstersystemen in der Bautiefe 70 mm auch ein eigens für perfecta entwickeltes und exklusiv für das Unternehmen gefertigtes Fenstersystem in der Bautiefe 82 mm. Mit dessen Einführung stiegen die Anforderungen an den Beschlag, da sich die Kunden nun größtenteils für eine Dreifachverglasung entscheiden.

Die Suche nach dem perfekten Beschlag

Stefanie Karl berichtet von einer besonderen Herausforderung: „Unsere Fenster sind an allen Schließpunkten mit Sicherheitsschließstücken und den passenden Sicherheitszapfen ausgestattet. Schon in der Basisausführung bieten wir damit einen hohen Einbruchschutz – kombiniert mit einem ausgezeichneten Design und besonders hohem Bedienkomfort. Gleichzeitig wollen wir wirtschaftlich mit vielen Gleichteilen bei allen Modellen und beiden Bautiefen fertigen. Also haben wir einen Hersteller gesucht, der bereit ist, sich mit unseren Fenstersystemen auseinanderzusetzen. Einen Partner, der in der Lage ist, das für perfecta perfekte Beschlagsystem zu liefern.“ Roto nahm die Herausforderung an.

Zunächst wurden auf der Basis des DK-Beschlagsystems „Roto NX“ Konfigurationen für die unterschiedlichen perfecta-Modelle entworfen und geprüft. Christoph Rüth aus dem Roto Lean Management-Team erinnert sich: „Uns packte der Ehrgeiz, als wir erfuhren, dass perfecta bisher bei der Verarbeitung weißer und farbig folierter Profile mit unterschiedlichen Sicherheitsschließstücken arbeiten musste. Das wollten wir im Sinne einer schlanken Lagerführung optimieren. Und gleichzeitig galt es, das gesteckte Ziel ‚Bedienkomfort’ idealerweise mit einem einzigen, für die verschiedenen Profilssysteme exakt passgenauen Sicherheitsschließstück zu erreichen. Irgendwie hatten wir das Gefühl – da geht noch mehr.“

Holger Naumann, Berater im Roto Außendienst: „Es gab sofort einen enormen ‚Drive‘ in der Zusammenarbeit, weil alle die Chancen zur Optimierung sahen und nutzen wollten. Da bei perfecta erfahrene und engagierte Fachleute arbeiten, entstand eine lösungsorientierte und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Das haben auch die beiden Schwestern Karl so erlebt. „Roto hat den gesamten Umstellungsprozess professionell organisiert. Alle Rädchen griffen perfekt ineinander“, erinnert sich Stefanie Karl.

Beschlagwechsel in Rekordzeit

Im September 2024 sollte die Produktion von perfecta in Grimma unter Beibehaltung der vollen Produktivität umgestellt werden. Darauf verständigte man sich im April 2024. Während daraufhin in einem straff organisierten Prozess die Umstellung auf die Arbeit mit „Roto NX“ und der verdeckten Bandseite „Roto NX I C“ erfolgte, arbeiteten Konstrukteure bei Roto an einem neuen Schließstück.

Der Roto Datenservice entwickelte in kürzester Zeit komplett neue Maschinendaten, da Beschlaglösungen für die Sanierungsfenster nicht eins zu eins mit denen eines üblichen Neubaufensters zu vergleichen sind. In den Sommermonaten wurden die Fertigungsmitarbeiter und die Monteure an den Standorten Westendorf und Grimma in die Verarbeitung und Einstellung des neuen Beschlags eingeführt. Für die Arbeitsplätze in der Fertigung wurden teils neue Regale angeschafft und ein Kanban-System aufgebaut.

Auch jetzt, nach mehr als einem Jahr Arbeit mit „Roto NX“, seien sowohl die perfecta-Mitarbeiter als auch die Vertriebspartner voll des Lobes, berichtet Ines Karl. „Ein Beschlagwechsel in dieser kurzen Zeit war für uns eine große Herausforderung, die in Zusammenarbeit mit Roto mit Bravour gemeistert wurde. Die Fenster verlassen in gleichbleibend hoher und langlebiger Qualität das Werk. Das sorgt für große Zufriedenheit bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und natürlich bei den Kunden.“

Rund 90 Prozent aller Fenster verkauft perfecta mit der verdeckten Bandseite „Roto NX I C“. Aus Sicht von Ines Karl „ein ausgezeichnetes Produkt“, mit dem Flügel bis 150 kg gefertigt werden und das die Fenstermontage erleichtere. Entsprechend seien auch die Vertriebs- und Montagepartner sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Umstellung auf die Roto Beschlagtechnologie.

Branko Beclin, Vertriebsleiter Süd der Roto Fenster- und Türtechnologie, freut sich auf die kommenden Chancen: „Ines und Stefanie Karl möchten ihr ift-zertifiziertes Montagesystem künftig weiteren Zielgruppen anbieten. Ein sauberer Fenstertausch, der innerhalb weniger Stunden abgeschlossen ist, ist schließlich auch ein interessantes Angebot mit Mehrwert für Vermieter und Hoteliers ebenso wie für ihre Mieter und Gäste. Roto wird perfecta bei allen zukünftigen Projekten als zuverlässiger, praxisnaher Partner mit montagefreundlichen Beschlaglösungen zur Seite stehen.“ Stefanie Karl resümiert: „Bessere Fenster für eine bessere Zukunft – das ist das gemeinsame Versprechen von perfecta und Roto für unsere Kunden.“

Mit Ines und Stefanie Karl übernahm die dritte Generation die Führungsverantwortung bei perfecta.

Foto: perfecta Fenster Vertriebs- und Montage GmbH

Mit Ines und Stefanie Karl übernahm die dritte Generation die Führungsverantwortung bei perfecta.
Ideenaustausch in Leinfelden: Stefanie Karl informierte sich über die Fertigungs­prozesse bei Roto und diskutierte mit (v. l.) Christoph Rüth, Branko Beclin und ­Holger Naumann innovative Ansätze für die Fensterproduktion.

Foto: Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH

Ideenaustausch in Leinfelden: Stefanie Karl informierte sich über die Fertigungs­prozesse bei Roto und diskutierte mit (v. l.) Christoph Rüth, Branko Beclin und ­Holger Naumann innovative Ansätze für die Fensterproduktion.
Im bayerischen Westendorf bei Augsburg befindet sich die Hauptverwaltung der ­perfecta Fenster Vertriebs- und Montage GmbH.

Foto: perfecta Fenster Vertriebs- und Montage GmbH

Im bayerischen Westendorf bei Augsburg befindet sich die Hauptverwaltung der ­perfecta Fenster Vertriebs- und Montage GmbH.

So lief der Umstellungsprozess

Bei der Vorbereitung einer Beschlagumstellung standen ein Roto Lean Manager, ein Spezialist aus dem Roto Datenservice und der zuständige Kundenbetreuer im Roto Vertrieb zur Vorbereitung der Umstellung im kontinuierlichen Austausch mit dem Projektteam von perfecta. Gleichzeitig stimmten sie sich direkt mit den Herstellern der Produktionsanlagen und des ERP-Systems ab. „Durch dieses Arbeiten wurde die Umstellung in rekordverdächtig kurzer Zeit so gut vorbereitet, dass es keine Störungen in unseren Prozessen gab“, freut sich Geschäftsführerin Ines Karl.

Roto Lean Manager Christoph Rüth berichtet von einem speziellen „Roto NX“ Schließstück, das für perfecta entwickelt wurde: „Wir wollten höchsten Bedienkomfort für alle Fenster von perfecta. Zur Herausforderung wurden dabei die Profile. Die Blendrahmen der Renovierungsfenster weichen deutlich von denen eines Standard-Neubaufensters ab, was in der Natur des Montagesystems begründet liegt.“

Zunächst ging es um die Prüfung der Drehmomente diverser Fenster von perfecta mit unterschiedlichen Profilgeometrien. Dabei wurde klar: Für den Einsatz in allen Profilen wird ein Schließstück benötigt, dessen Einlaufkante variabel anzupassen ist. Seit 09‘2025 verarbeitet perfecta nun ein solches, von Roto neu entwickeltes, variabel positionierbares Bauteil.