GLASWELT Ausgabe: 11-2018

„Kölner Studie“ verrät Modus Operandi der Einbrecher

Wann und wie wird eingebrochen?

Wenn man erstmal vom Einbrecher angeleutet wird, haben alle Einbruchschutzmaßnahmen versagt.

Wenn man erstmal vom Einbrecher angeleutet wird, haben alle Einbruchschutzmaßnahmen versagt.

Die aktuelle „Kölner Studie“ liegt vor und der Trend ist wie im gesamten Bundesgebiet positiv: Die Fallzahlen gehen deutlich zurück! Lesen Sie, wie viel Einbrüche im Versuchsstadium steckenbleiben und an welchen Wochentagen Einbrecher besonders aktiv sind. Außerdem wird die Frage beantwortet, wie wirksam mechanische einbruchshemmende Maßnahmen schützen.

_ Immer wenn im Zuständigkeitsgebiet der Polizei Köln und Leverkusen im vergangenen Jahr ein Einbruch verübt oder ein versuchter Einbruch bekannt wurde, sind Ermittlungen nach den Verursachern aufgenommen worden. Neben der Spurensicherung am Tatort und der Befragung von Zeugen wurden mithilfe eines Erfassungsbogens auch Erkenntnisse erhoben über angebrachte Einbruchsicherungen oder andere Umstände, die für die Tat von Bedeutung gewesen sein könnten.

Die daraus resultierende „Kölner Studie“ ist eine alle fünf bis sechs Jahre erhobene Untersuchung zum Modus operandi – also zur Art des Handelns – bei Wohnungseinbrüchen. Die letzte Studie wurde 2011 durchgeführt und 2012 veröffentlicht. Die aktuelle Studie wurde 2017 erstellt und wurde jetzt veröffentlicht.

Diese resultierenden Ergebnisse zeigen (auch bauliche) Schwachstellen auf, die es zu beseitigen oder zu minimieren gilt. Die aktualisierte Studie beinhaltet zudem Fakten und Erkenntnisse, die über die Zuständigkeitsgrenzen der Polizei Köln hinaus gelten.

Mithilfe der Auswertungen basieren die kriminalpolizeilichen Einbruchschutzberatungen auf sachlich fundierten Feststellungen. Ebenso können die Ergebnisse von der Sicherungsindustrie für technische sowie mechanische Innovationen genutzt werden. Zum Beispiel stellen Terrassenfenster in Einfamilienhäusern eine große Schwachstelle dar.

Eine rundumlaufende Sicherung, welche sowohl ein „Aufhebeln“ als auch das „Einschlagen der Fensterscheibe“ und „Entriegelung des innen liegenden Griffes“ vermeidet, ist hierbei von besonderer Wichtigkeit.

Neben umfassenden repressiven und präventiven Maßnahmen der Polizei ist die Sensibilisierung von Bürgerinnen und Bürgern und betroffener Kooperationspartner zur Sicherung von Wohnraum weiterhin notwendig.—

Tipp der Redaktion: Die Studie gibt es auf der Website der Kölner Polizei zum kostenlosen Download: www.bit.ly/KoelnerStudie

Daniel Mund

  • Fenstertüren und Fenster ohne entsprechenden Einbruchschutz werden von Tätern innerhalb weniger Sekunden geöffnet. Aus diesem Grund wird empfohlen, einbruchhemmende und zertifizierte Produkte von Fachbetrieben verbauen zu lassen. Insgesamt gelten Fenster- und Fenstertüren mit ca. 78 % als größte Schwachstellen bei Einfamilienhäusern.

  • Pilzkopfbeschläge werden an Fenstern und Fenstertüren verbaut und bieten dort den besten Schutz.

Foto: Polizeipräsidium Köln

Foto: Polizeipräsidium Köln

Literatur

  1. Teil: Wann und wie wird eingebrochen?
  2. Teil: Broschüre zum Einbruchschutz neu aufgelegt
  3. Teil: die wichtigsten Erkenntnisse der „Kölner Studie 2017“:
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