GLASWELT Ausgabe: 10-2019

Basisschutz leicht gemacht?

Internet der Dinge – aber sicher!

Der Verbraucher soll bewusst entscheiden, ob es sinnvoll ist auf Sicherheit zu verzichten, um dafür einen Mehrwert in der Funktionalität zu generieren.

Der Verbraucher soll bewusst entscheiden, ob es sinnvoll ist auf Sicherheit zu verzichten, um dafür einen Mehrwert in der Funktionalität zu generieren.

Der Begriff Internet der Dinge oder Internet of Things (IoT) steht für eine vernetzte Welt aus smarten Geräten. Diese IoT-Geräte verhalten sich wie Computer und sind lokal oder über das Internet mit anderen Geräten vernetzt. So sollen sie unseren Alltag einfacher, bequemer und effizienter machen. Sie automatisieren verschiedene Vorgänge oder reichern diese mit hilfreichen Informationen an. Häufig senden die Geräte dabei aber auch Informationen an eine Cloud. Dort werden die Daten aufbereitet, zugänglich gemacht oder dienen als Grundlage für weitere Dienstleistungen.

Die zunehmende Vernetzung von Alltagsgegenständen schreitet dabei rasant voran und in immer mehr Haushalten befindet sich ein Smart-TV und viele weitere Dinge wie Heizungsthermostate, Rollläden und Verbrauchszähler, die smart, also vernetzt werden. Auch von unterwegs ist es bereits gebräuchlich, den Status smarter Geräte im Haushalt zu überprüfen und auch zu steuern. Schlecht gesicherte Geräte mit laschen Passwörtern und Netzwerke bieten Angreifern dabei viele Möglichkeiten, Informationen auszuspähen oder die Geräte für andere, kriminelle Zwecke zu missbrauchen.

Genau hier setzt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik an, um mit Broschüren wie „BSI für Bürger“ Aufklärung zu betreiben und damit Hemmschuhe beim Endverwender in Zusammenhang mit Smarthome & Co. zu beseitigen. Da geht es auch um Themen wie Zentrale Firewall und Routersicherheit oder den einfachen Hinweis, ein voreingestellte Passwort zu ändern, verfügbare Updates einzuspielen und auf aktuelle Firmware zu achten. Verschlüsselte Kommunikation spielt dabei auch eine Rolle, denn die IoT-Geräte sollten auf keinen Fall unverschlüsselt mit dem Internet und im Heimnetz kommunizieren. Für den Fachhändler, der Smarthome verkauft, die stille Aufforderung darauf zu achten, dass seine Geräte z. B. eine verschlüsselte Kommunikation unterstützen. Es liegt letztendlich auch am Verkäufer, dem Verbraucher die Angst vor den Tücken des Internets zu nehmen, indem er sie in sein Verkaufsgespräch einbindet und so die Sicherheit seiner angebotenen Produkte hervorheben kann. An vielen Punkten ist deshalb eine Abwägung von Komfort und Funktionalität gegen die Aspekte der Sicherheit notwendig.

www.bsi-fuer-buerger.de

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