Fenstermarkt DACH auf Wachstumskurs - nur ein Land kann Preise substanziell erhöhen

06.09.2018 - BRANCHENRADAR: D-A-CH-Fenstermarkt bleibt auch 2018 auf Wachstumskurs. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wächst die Nachfrage nach Fenstern und Hebeschiebetüren auch im laufenden Jahr robust. Allerdings verstehen es offensichtlich nur die Anbieter eines Landes, die Preise substanziell zu erhöhen.

Erfreuliche Nachrichten für die Fensterbranche. Der Markt für Fenster und Hebeschiebetüren in Deutschland, Österreich, Schweiz (D-A-CH) dürfte auch im heurigen Jahr signifikant wachsen.

Die Nachfrage wächst 2018 in Österreich und Deutschland voraussichtlich um rund drei Prozent auf 2,3 Mio.  bzw. 14,1 Mio. Fensterflügel. Angeschoben wird der Markt in diesen Ländern zweifelsohne vom Neubau, während das Renovierungsgeschäft nach wie vor nicht so recht in die Gänge kommen will und sich deshalb auf beiden Märkten mehr oder weniger nur seitwärts entwickelt.

Für die Schweiz rechnet BRANCHENRADAR.com Marktanalyse (ehem. KREUTZER FISCHER & PARTNER) mit einem Absatzplus von zwei Prozent auf zwei Millionen Stück. In der Schweiz wird das Wachstum indessen primär vom Bestandsmarkt getragen. Durchwegs ist es allerdings im Wesentlichen der Geschoßwohnbau welcher die Nachfrage treibt.

Welches Land kann die Preise signifikant erhöhen? 

Deutlich differenzierter entwickeln sich im laufenden Jahr allerdings die Preise, wenngleich in allen Ländern eine steigende Tendenz erhoben wird. Und das aus gutem Grund, ziehen doch die Preise für Vormaterialien auf breiter Front substanziell an. Nichtsdestotrotz erwartet BRANCHENRADAR.com Marktanalyse mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von mehr als vier Prozent gegenüber Vorjahr in Österreich einen nahezu doppelt so raschen Preisauftrieb wie in Deutschland (plus 2,4 %). Die Gründe für die bessere Preisperformance in Österreich sind im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen.

  • Zum einen ist der Wettbewerb vergleichsweise weniger preisgetrieben, nicht zuletzt weil Importe aus Osteuropa praktisch keine Bedeutung haben und aufgrund der höheren Marktkonzentration der Einfluss von regionalen Anbietern die ihre Existenz durch „Preisterrorismus“ absichern deutlich geringer ist.
  • Zum anderen verfolgen in Österreich die führenden Anbieter konsequent die Strategie des „Mehrwertverkaufs“. Mit Erfolg, denn etwa die Hälfte des Preiswachstums, also gut zwei Prozentpunkte, resultiert aus einem Qualitätsupgrade.

In Deutschland steuert dieser Faktor nicht einmal ein halbes Prozent zum Preisanstieg bei. Auch preislich ist die Schweiz Schlusslicht im Länderranking. Für 2018 wird ein Anstieg des Durchschnittspreises von gerade einmal 1,5 Prozent erwartet. In Anbetracht der Preiserosion der vergangenen Jahre ist das für die Schweizer Fensterbranche aber schon ein Erfolg.

 

BRANCHENRADAR.com Marktanalyse (früher KREUTZER FISCHER & PARTNER Consulting) ist nach eigenen Angaben der führende Anbieter von Markt- und Wettbewerbsanalysen für Bauelemente im deutschsprachigen Raum. Die ersten Analysen erschienen bereits 1993. Mittlerweile finden sich rund um Bauelemente mehr als dreißig jährlich aktualisierte Studien im Programm.

www.branchenradar.com  

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