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Dynamisches Glas bringt Tageslicht in die neue Gascade-Zentrale in Kassel

Cleverer Sonnenschutz im Glasdach

Gascade ist ein deutscher Fernleitungsnetzbetreiber mit Sitz in Kassel. Während das Unternehmen seine Infrastruktur für den zukünftigen Transport von Wasserstoff und anderen Gasen ausbaut, spiegelt die neue Zentrale auch architektonisch diese sich verändernde Energielandschaft wider. Das Gebäude vereint kreative Arbeitswelten mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit.

Im Zentrum der Zentrale führt ein großzügiges Atrium mit einem weitläufigen Glasdach das Tageslicht tief ins Gebäudeinnere.

Da es sich bei der Überkopfverglasung um ein Flachdach handelt, schieden konventionelle Verschattungssysteme wie außenliegende Jalousien oder Markisen schnell aus.

Auf horizontalen oder gering geneigten Glasflächen erfordern mechanische Verschattungen eine kontinuierliche Wartung, lagern Schmutz an, beeinträchtigen die Transparenz der Konstruktion und verändern die architektonische Silhouette des Gebäudes.

Die Herausforderung für die Planer bestand nun darin, eine Lösung zu finden, die diesen offenen, transparenten Ausdruck bewahrt und gleichzeitig die Sonneneinstrahlung, die Innenraumtemperaturen und den Kühlbedarf effektiv reguliert.

In den Dachgläsern integrierter Sonnenschutz

Die Lösung bot die dynamische Verglasung Converlight des schwedischen Greentech-Unternehmens Chromogenics. Das Converlight-System basiert auf einer elektrochromen Folie, die direkt in den Glasaufbau laminiert wird. Durch Anlegen einer niedrigen elektrischen Spannung lässt sich die Tönung des Glases aktiv verändern.

So können der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) und die Lichttransmission reguliert werden, während die Durchsicht und der klare Blick nach außen erhalten bleiben. Da der Sonnenschutz direkt in die Glaselemente integriert ist, sind keine zusätzlichen mechanischen Verschattungssysteme erforderlich.

Die beteiligten Projektpartner

Das gläserne Dach wurde in Zusammenarbeit mit mehreren spezialisierten Projektpartnern realisiert. Medicke steelconcept (www.steelconcept.de) war für die Stahl-Glas-Konstruktion verantwortlich und begleitete das Projekt von der technischen Planung über die Fertigung bis hin zur Montage.

Zu den Aufgabenstellungen gehörten die Integration der dynamischen Verglasung in die tragende Konstruktion sowie die Abstimmung der technischen Schnittstellen zwischen Stahlkonstruktion, Glaselementen und elektrischen Steuerungssystemen.

Eine zentrale technische Herausforderung für Medicke steelconcept bestand darin, die dynamische Verglasung in die Überkopf-Konstruktion zu integrieren, ohne die gewünschte Leichtigkeit der Architektur zu beeinträchtigen.

Da der Sonnenschutz direkt im Glas sitzt, behält das Dach seine klare Gestaltung ohne sichtbare, außenliegende Verschattungselemente.

Architektur und Leistung auf den Punkt gebracht

Die dynamischen Gläser reduzieren nicht nur den solaren Wärmeeintrag, sondern verbessern auch den thermischen Komfort im Gebäudeinneren signifikant. Gleichzeitig erfüllt das Glasdach weiterhin seinen architektonischen Zweck: Es versorgt das zentrale Atrium mit natürlichem Tageslicht und bewahrt den ungestörten Blick nach draußen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Medicke steelconcept und Chromogenics war entscheidend für den Projekterfolg. Die Integration dynamischer Verglasung in eine technisch anspruchsvolle Stahl-Glas-Konstruktion erforderte eine exakte Abstimmung über alle Phasen von Planung, Fertigung und Montage hinweg.

Das Ergebnis vereint tragwerkstechnische Anforderungen und Sonnenschutzleistung in einer eleganten Lösung.

Das Hauptquartier von Gascade (www.gascade.de) zeigt, wie dynamisches Glas zu einem integralen Bestandteil der Gebäudearchitektur wird, anstatt nur eine nachträgliche Verschattungsebene zu sein.

Für Architekten und Fassadenspezialisten, die große Flachdach-Glasflächen gestalten, bietet dieses Projekt einen interessanten und erprobten Ansatz, um Transparenz, Tageslichtnutzung und Sonnenschutz auszubalancieren.

Tipp: In der DACH-Region wird Chromogenics vertreten von Markus Rumpf   (markus@converlight.com).

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