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Solarlux – Eleven Decks

So sieht Wohnen in der Hamburger HafenCity aus

In der Hamburger HafenCity entstand mit Eleven Decks der größte frei finanzierte Wohnungsbau der Stadt. Entworfen wurde der Gebäudekomplex von Professor Carsten Roth. An den Loggien übernehmen die Schiebe-Dreh-Systeme Proline T und Proline T Mega von Solarlux als Prallscheiben Aufgaben des Schall- und Windschutzes.

Der rund 31 600 m2 große Gebäudekomplex umfasst 306 Wohneinheiten. Diese reichen von kompakten Apartments bis zu Penthouses mit begrünten Dachterrassen und bieten ca. 21 000 m2 Wohnfläche. Die Wohnungen beginnen ab dem 1. OG und liegen über gewerblich genutzten Erdgeschosszonen. Der elfgeschossige, nach Süden terrassierte Baukörper reagiert auf die Grundstücksgeometrie und die umliegende dichte Bebauung mit einer plastisch gegliederten Architektur, abgestuften Freiräumen und einem begrünten Innenhof.

Das Baufeld war ursprünglich für zwei Bürohäuser vorgesehen, wurde aber verkleinert und erhielt eine organische Form. „Die größte Herausforderung bestand darin, qualitätvolles Wohnen auf einem eigentlich dafür ungeeigneten Grundstückszuschnitt neu zu denken“, so Architekt Carsten Roth.

Durch eine Staffelung des Baukörpers nach Süden und die Anhebung der nördlichen Traufhöhe auf über 30 m wurde die Enge des Innenhofs aufgelöst und eine markante Silhouette geformt. Insgesamt entstanden rund 3500 m2 begrünte Dach- und Hofflächen, die dem geringen Grünanteil in der HafenCity entgegenwirken.

Bei Eleven Decks stehen gemeinschaftlich orientierte Wohnformen und differenzierte Nutzungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Insgesamt 39 Grundrissvarianten bieten Wohnraum für unterschiedliche Lebensentwürfe – vom Single bis zur Familie.

Ergänzt werden die privaten Wohnungen durch gemeinschaftlich nutzbare Flächen wie Co-Working-Spaces, Fitness- und Yogaräume, eine offene Küche mit Essbereich, eine Bar, eine Lounge und eine Spielzone.

Bauphysikalische Aufgaben der Fassade

Die Architektur des Gebäudes ist geprägt durch eine klare horizontale Gliederung, abgetreppte Terrassen und die Materialität des durchgefärbten roten Sichtbetons. Eine Matrix aus gedrehten und unterschiedlich ausgebildeten Fassadenelementen sorgt für Privatsphäre auf den Loggien.

Weitere Anforderungen ergaben sich aus der lärmbelasteten Lage im Hafenquartier sowie aus den Brandschutzvorgaben – teilweise bis zum Hochhausbereich. „Die hochkomplexe Fertigteilfassade löste diese Themen“, erläutert Architekt Carsten Roth, „sie ist gebauter Brandschutz und schützt vor Lärmimmissionen durch bewegliche Prallscheiben.“

Als raumhohe oder auf Stahlbetonbrüstungen montierte Prallscheiben kamen die Schiebe-Dreh-Systeme Proline T und – für höhere statische Anforderungen – Proline T Mega von Solarlux zum Einsatz. Je nach Ausführung erreichen sie ein bewertetes Schalldämmmaß Rw von bis zu 30 dB.

Schmale Rahmenprofile und senkrecht rahmenlose Verglasungen ermöglichen eine hohe Transparenz und eröffnen insbesondere aus den oberen Geschossen Ausblicke über das Hafenbecken, zur Elbe und bis zur Elbphilharmonie.

Oben eingehängt und unten in einer barrierefreien Bodenschiene geführt, lassen sich die Glaselemente zur Seite schieben und um 90 Grad herausdrehen. So können sie auf ihrer Außenseite gereinigt und platzsparend als schmales Glaspaket geparkt werden.

Anpassung an unterschiedliche Windlastzonen

Ein technischer Aspekt war die projektspezifische Anpassung der Verglasungen an die unterschiedlichen Windlastzonen der Fassade. Dies wurde durch das modulare Baukastenprinzip ermöglicht, auf dem die Produktlinie basiert.

Bei Eleven Decks sind die Windlasten in den Randbereichen und in den oberen Geschossen höher als im sogenannten Regelbereich der Fassadenmitte.

Diese Unterschiede wurden konstruktiv berücksichtigt: Im Regelbereich kam das System Proline T mit 12 mm starker ESG-Verglasung zum Einsatz, während in den exponierten Zonen sowie ab dem 7. Obergeschoss die verstärkte Systemvariante Proline T Mega verwendet wurde.

Deren statisch optimierte Rahmenprofile und die 15 mm starke ESG-Verglasung berücksichtigen die maximal zulässige Spannung und gewährleisten die erforderliche Stabilität bei einem maximalen Windsog von –1,9 kN/m².