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Glas Judenhofer aus Landshut

100 Jahre Erfolg: Ein Familienbetrieb schaut weiter nach vorne

Gegründet wurde der Betrieb 1926 von Franz Xaver Judenhofer in der Wolfgangsiedlung. In den Anfangsjahren fuhr der Glasermeister mit dem Moped über die umliegenden Dörfer, um kaputte Fensterscheiben bei den Bauern instand zu setzen; bezahlt wurde häufig in Naturalien.

1952 eröffnete Sohn Erich Judenhofer einen Laden, dessen Schwerpunkte auf Reparaturen, Verglasungen sowie Bilderrahmen und Spiegeln lagen. „Das Leistungsspektrum war damals noch sehr überschaubar“, sagt Stephan Judenhofer. Erst mit einer wachsenden Nachfrage brauchte der Betrieb mehr Platz, es folgte eine größere Werkstatt und später, im Jahr 1982, die eigene Isolierglasfertigung. Diese markierte auch den Weg hin zum Produktionsbetrieb.

Stephan Judenhofer begann mit 16 Jahren seine Ausbildung im Familienbetrieb, legte 1989 die Meisterprüfung ab und übernahm 1994 die Geschäftsführung. Heute führt er das Familienunternehmen gemeinsam mit seinem Neffen Maximilian Tutsch. Der Einstieg des jungen Glasermeisters freut ihn besonders: Die Nachfolge bleibt in der Familie.

Zugleich bringt Maximilian Tutsch eine neue Generation in einen Betrieb ein, der sich über Jahrzehnte immer wieder verändert und weiterentwickelt hat. Stephan Judenhofer beschreibt den Kurs ohne Wachstumsrhetorik: „Wir streben ein gesundes kontinuierliches Wachstum an.“

Auf dem Weg zum modernen Glasbetrieb

„Da wir ein kleinerer Glas-Betrieb sind“, so Stephan Judenhofer, „machen wir natürlich keine Masse, sondern konzentrieren uns auf Spezial-Isoliergläser, vielfach auch mit Sicherheitsglas.“

Gläser für die Sanierung und Know-how bei Passivhaus-Verglasungen gehören ebenfalls zu den Schwerpunkten. Dazu kommt der Glasbau im Innenraum, etwa mit Trennwänden und Glastüren. Auf der Firmenwebsite finden sich neben diesen Anwendungen auch Glasfassaden, Glasüberdachungen, Balkonverglasungen, Glasduschen und weitere Interieurgläser.

Das Isolierglas fertigt der Betrieb als Mitglied der Isolar-Gruppe selbst, je nach Anforderung auch mit Sicherheits-, Sonnen- oder Schallschutzglas. Ein weiteres, immer wichtigeres Aufgabenfeld ist der Glasbau im Interieur mit Ganzglaswänden, etwa Bürotrennwänden und den zugehörigen Ganzglastüren sowie Schiebetürsystemen.

Beratung als weiteres Geschäftsfeld

Aus der Beratung ist ein weiteres Geschäftsfeld entstanden. Anfangs wurde Stephan Judenhofer von Architekten vor allem nach geeignetem Wärmedämmglas gefragt.

Um die Wirkung der Verglasung im Zusammenspiel mit der Gebäudehülle beurteilen zu können, bezog er später auch die Metallfassade in seine Berechnungen ein. Schließlich fragte ihn ein Architekt, ob er die Verantwortung für eine komplette Fassade übernehmen könne. Er nahm den Auftrag an. Sein Betrieb berechnete das Projekt und fertigte die Isoliergläser; als Subunternehmer beauftragte er den Metallbauer mit den zugehörigen Bauelementen.

Zu den Kunden zählen Schreinereien, die ihre Fenster mit Isolierglas aus Landshut ausrüsten, sowie Fassadenbauer. Auch an Großprojekten wie der Verglasung des Klinikums Landshut war das Unternehmen beteiligt.

Heute verweist der Familienbetrieb auf einen modernen Maschinenpark, eigene Planung und Beratung sowie Projekte im Wohn- und Gewerbebau. Das 100-jährige Jubiläum zeigt damit zweierlei: Glas Judenhofer ist ein Landshuter Traditionsbetrieb – und einer, der sein Angebot weiterhin an neue Aufgaben anpasst.

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