Ein Kastenwagen mit 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht ist in fast jedem Fuhrpark eines Fensterbauers oder Glasverarbeiters zu finden. Ausgerüstet mit einem verwindungs-steifen Außenreff finden hier Güter und Überformate bis 4650 × 3050 mm (L4H2) ihren leicht zugänglichen Ladeplatz. Das Aufstellen ist nahezu auf Körperhöhe und ohne Überwinden einer Ladekante möglich. Höhenverstellbare und gepolsterte Spannlatten sichern das Ladegut mit nur wenigen Handgriffen.
Falls gewünscht kann eine weitere Fixierung über Spanngurte sowie die zwei serienmäßigen Zurrleisten erzielt werden. Die Auflage des Reffs ist für mehrere Bauelemente mit verbreiterter Aufstelltiefe konfigurierbar.
Mit dem Variofix hat Hegla in diesem Jahr auf der Fensterbau Frontale eine Neuheit zur erweiterten Ladungssicherung vorgestellt. Der gefederte Klemmaufsatz für Spannlatten bietet insbesondere unebenen oder komplexen Oberflächen optimierten Halt.
„Durch die hohe Anpassbarkeit ist es mit dem nachrüstbaren Variofix sogar möglich, beispielsweise Fenster unterschiedlicher Dicke übereinander auf dem Reff zu transportieren“, erklärt Marc-Alexander Stachel, Geschäftsführer des Hegla Fahrzeugbaus.
Bereits die Grundausstattung mit Außenreff macht den Lieferwagen gut geeignet für die Branchenlogistik sowie für eilige oder spezielle Montagen. Zusätzliche Ausbauten erhöhen die Funktionalität. So steht mit einem Dachgepäckträger eine weitere Ladeposition zur Verfügung.
Hier können Leitern ebenso aufgelegt werden, wie Profile oder andere überlange Materialien. Der Zugang erfolgt entweder über die im Reff integrierten Tritte oder die optionale Aufstiegshilfe am Fahrzeugheck.
Noch mehr Möglichkeiten im Innenraum
Weitere Unterstützung verspricht ein Ausbau des Innenraums. „Hier muss zuvor genau geschaut werden, welche Güter und Materialien, in welcher Menge, regelmäßig transportiert werden“, so Geschäftsführer Stachel.
Mit einem Innenreff lässt sich ein weiterer Stellplatz schaffen, der bei hochwertigen Gütern den besonderen Schutz des Innenraums vor Regen, Steinschlag und weiteren Einflüssen bietet. Für maximale Flexibilität empfiehlt der Fahrzeugbauprofi eine geteilt klappbare Auflage des Reffs. Einerseits können Gläser rutschfest aufgestellt werden.
Wird diese jedoch für Fenster, Holzplatten oder Dekore auf voller oder halber Höhe hochgeklappt, steht die gesamte Höhe des Innenraums zur Verfügung. Die Ladungssicherung erfolgt durch Spannstangen oder Spanngurte.
Lochraster für flexible Ladepositionen
Lochraster im Boden und in der Decke bieten weitere Flexibilität für wiederkehrende Lieferfahrten mehrerer Bauelemente und Güter. Mit gepolsterten Spannlatten können damit beispielsweise Fenster, Türen oder Holzdekore an variierenden Positionen fixiert werden. Der direkte Zugriff ohne Umsortieren bleibt ebenso möglich, wie die Freigabe des Laderaums durch Umstecken oder Herausnehmen der Stangen.
Werkzeugschrank sorgt für Ordnung
Für mehr Ordnung sorgt ein Werkzeugschranksystem. „Bei einer Vielzahl an Werkzeugen und Materialien ist ein solcher Schrank fast immer von Vorteil“, ist Marc-Alexander Stachel überzeugt. „Die Kolleginnen und Kollegen finden alles sortiert vor, und auch die Kundinnen und Kunden bekommen durch das Fahrzeug einen guten ersten Eindruck!“.
Wendig im Stadtverkehr
Neben dem klassischen Lieferwagen gibt es weitere Branchenfahrzeuge. Im Verteilerverkehr mit hohen Liefermengen sind Lkw bis 26 t zulässigem Gesamtgewicht, schwenkbarem Außenreff, Ladekran und Pritsche etabliert.
Für den Schnellservice und für den Einsatz in engen Innenstädten werden auch Kleintransporter aufgebaut. „Wir setzen dazu ein speziell designtes Tiefgaragenreff ein“, so Stachel. „Für eine schmale Breite kann die Auflage hochgeklappt werden. Für niedrige Einfahrten wird das Reff auf Höhe des Fahrzeugs zusammengeschoben“.
Zudem verzeichnet der Hegla Fahrzeugbau wieder eine größere Nachfrage nach Anhängern. Durch die C-Schienen im Boden können Glas- und Fenstergestelle sicher fixiert und transportiert werden. „Ob mit oder ohne einen Ladekran, ist ein Anhänger immer eine sinnvolle Ergänzung, egal ob 2, 3, 12 oder gar 18 t zulässigem Gesamtgewicht“. Der Fahrzeugaufbau erfolgt an einem der drei deutschen Hegla-Standorte. Marc-Alexander Stachel empfiehlt eine individuelle Beratung im Direktgespräch oder über den Nutzfahrzeughändler als Komplettanbieter.
Foto: Hegla